Jesus

Bettina Wegner – Jesus

Was würde sein, wenn es Jesus wirklich gibt
von dem jeder behauptet, daß er ihn liebt
Und er steigt zu uns runter, uns zu befrein
was ihm da passierte in unserm Verein
das stell ich mir vor und dann wird mir ganz leer
Kein Mensch erkennt ihn, wenn er unter uns wär.

Ein silberner Mercedes und ein schwarzer BMW
fahrn mit blutigen Reifen durch klaren Schnee

Jesus – steig nie herab
du kriegst keine Wohnung
und vom Kuchen nichts ab
Du kriegst keine Arbeit
und du kommst in den Knast
weil du radikal und leise
Widerstand geleistet hast

Denn Jesus war Pole und Jude dazu
Jesus war ein Schwarzer und kam aus Peru
Jesus war Türke und Jesus war rot
Mensch Jesus, bleib oben, sonst schlagen die dich tot!

Wie man seinen Nächsten lieben muß

Wie man seinen Nächsten lieben muß

Der Sassower erzählt einem seiner Jünger: ‘Die Erkenntnisse wahrer Nächstenliebe verdanke ich einem Gespräch zweier Dorfleute, denen ich zuhörte.’

Erster: ‘Sag’ mir, Freund lwan, liebst du mich?’

Zweiter: ‘Ich liebe dich sehr.’

Erster: ‘Weißt du Freund, auch, was mir weh tut?’ Zweiter: ‘Wie kann ich denn wissen, was dir weh tut?’ Erster: ‘Wenn du nicht weißt, was mir weh tut, wie darfst du auch nur sagen, daß du mich lieb hast?’

‘Verstehst du Hersch’, führte der Sassower aus, ‘lieben, wirklich lieben, heißt wissen, was dem andern weh tut.’

Martin Buber

Schlag nicht zurück

Schlag nicht zurück

Arno und Andreas – Schlag nicht zurück

Wenn jemand an dem Teppich zieht, auf dem du stehst und wenn man sieht,
dein sicherer Auftritt war nur Schein, und keiner fällt mehr darauf rein.
Wenn man dir deine Fehler nennt und kräftig gegen die Fassade rennt,
die du so kunstvoll aufgebaut. Wenn einer deine Schau durchschaut:

Schlag nicht zurück, lauf nicht davon, willst du denn bleiben, wie du bist
Es könnte sein, daß dir die Wahrheit heute nah, wie selten ist.
Frag nach dem Grund, warum dir einer seine Meinung sagen will
und ist es Liebe, dann hör zu und halte still.

Wenn man dir sagt, wie du so wirkst, und jemand ahnt, was du verbirgst,
Wenn dich dein Schweigen nicht mehr schützt und sich verteidigen nichts nützt,
du spöttisch fragst: bin ich so schlecht obwohl du weißt, er hat ja recht.
Wenn du erkennst, ich bin erkannt bin vor mir selber weggerannt.

Schlag nicht zurück, lauf nicht davon, wenn man dich ernsthaft kritisiert.
Es könnte sein, daß man es tut, damit man dich nicht ganz verliert.
Frag nach dem Grund, warum dir einer seine Meinung sagen will
und ist es Liebe, dann hör zu und halte still.

Und Jesus schaute Petrus an, kurz vorher noch der starke Mann
und fragte nur, hast du mich lieb, das wars, was noch zu fragen blieb
Zu einem echten Neuanfang, die Liebe brachte das in Gang
Wenn du dir wünscht, du selbst zu sein, laß dich mit ihm, der Wahrheit ein

Schlag nicht zurück, lauf nicht davon, wenn man dich ernsthaft kritisiert.
Es könnte sein, daß man es tut, damit man dich nicht ganz verliert.
Frag nach dem Grund, warum dir einer seine Meinung sagen will
und ist es Liebe, dann hör zu und halte still.

Text/Musik: Andreas Malessa Anfang der 80er

Ich finde diese Aussage vom Papst zum kotzen!!!

Benedikt XVI.

…Der Papst hatte zuvor seine Position bekräftigt: Die Ehelosigkeit der Priester sei ein “Geschenk Gottes”, das nicht dem Zeitgeist geopfert werden dürfe…..

Ich finde diese Aussage zum kotzen!!! Erst ist die Ehe ein heiliges Sakrament… und wenn es jetzt passt, dann ist die Ehelosigkeit ein Geschenk Gottes… meine Güte regt mich das auf….

ZDF Artikel

Unsere Zeit in Gottes Händen

Unsere Zeit in Gottes Händen

Ich glaube,
daß Gott aus allem,
auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.

Dazu braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube,
daß Gott uns in jeder Notlage
soviel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen.

Aber

er gibt sie nicht im voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.

In solchem Glauben
müßte alle Angst vor der Zukunft
überwunden sein.

Ich glaube,
daß auch unsere Fehler und Irrtümer
nicht vergeblich sind,
und daß es Gott nicht schwerer ist,
mit ihnen fertig zu werden,
als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

Ich glaube,
daß Gott kein zeitloses Fatum ist,
sondern
daß er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten
wartet und antwortet.

Dietrich Bonhoeffer

Käßmann – Schluss mit dem Verständnis

Einerseits bin ich traurig, daß Frau Dr. Käßmann ihre Ämter niedergelegt hat, andererseits finde ich den Schritt absolut richtig.
Jetzt stöbere ich schon die ganze Zeit durch die verfügbaren Artikel der Tagespresse, und habe endlich einen Artikel gefunden, der mir aus der Seele spricht, und den ich unterschreiben würde. Stefan Weigel von der Financial Times Deutschland hat ihn geschrieben – und ich möchte Euch hier im Blog eine Kopie davon hereinkopieren.
Herzliche Grüße, Susanne

Artikel von Stefan Weigel in der FTD

Käßmanns Trunkenheitsfahrt – Schluss mit dem Verständnis!
Kommentar
Man kann viele Fehler verzeihen. Sogar wenn Bischöfe betrunken Auto fahren. Aber wir sollten endlich wieder den Mut haben, falsches Verhalten auch öffentlich zu ächten. von Stefan Weigel
Sie ist zurückgetreten. Gott sei Dank! Margot Käßmann, die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat nach ihrer Trunkenheitsfahrt ihre Ämter als EKD-Ratsvorsitzende und als hannoversche Landesbischöfin niedergelegt. Der Schritt der Vorsitzenden kommt zügig, ist klar, nachvollziehbar und verdient Respekt. Was weniger Respekt verdient, ist allerdings die Haltung der evangelischen Kirche in diesem Fall. “In ungeteiltem Vertrauen überlässt der Rat seiner Vorsitzenden die Entscheidung über den Weg, der dann gemeinsam eingeschlagen werden soll”, ließ der Rat der Evangelischen Kirche verlauten. Man stelle sich einmütig hinter Frau Käßmann. Einmütig? Hinter Frau Käßmann? Darf ich mal fragen, warum? Weil man da die Fahne nicht so riecht?
Liebe Ratsmitglieder der evangelischen Kirche, ich will Euch mal eines sagen: Ich habe einen Sohn, der in wenigen Wochen konfirmiert wird. Einen 13-jährigen Jungen, der sich wie viele Kinder seines Alters manchmal älter fühlt, als er ist, und der manchmal fragt, ob er nicht wie viele Kinder seines Alters endlich auch mal ein Bier trinken darf. Bis jetzt habe ich dieses Ansinnen immer abschlägig beschieden – mit recht guten Argumenten, wie ich finde. Bislang hat er das auch immer verstanden und akzeptiert, vermutlich auch, weil er im tiefsten Innern seines Herzens weiß, dass es falsch ist, wenn ein 13-Jähriger Bier trinkt. Er lernt ja auch gerade im Konfirmandenunterricht, wie man richtiges von falschem Verhalten unterscheidet.

So weit, so gut. Aber jetzt kommt Eure Chefin um die Kurve. Eine Bischöfin der evangelischen Kirche gießt sich abends schön einen auf die Lampe, steigt dann ins Auto und donnert besoffen bei Rot über die Ampel. Ein Verhalten, das selbst jemand als falsch erkennen kann, der nicht zwölf Semester Theologie studiert hat, sogar jemand, der nicht den Konfirmandenunterricht besucht.

Und was macht Ihr, liebe Ratsmitglieder? Ihr sagt nicht, dass Frau Käßmann als Vorbild nicht mehr tragbar ist. Ihr fordert sie nicht auf, schleunigst zurückzutreten. Zumindest tut Ihr das nicht öffentlich. Ihr stellt Euch stattdessen hinter sie und sprecht Ihr Euer ungeteiltes Vertrauen aus. Klar. Schließlich kann jeder mal einen Fehler machen. Stimmt ja auch. Das darf jeder. Aber mal unter uns, liebe Ratsmitglieder, Ihr dürft ausnahmsweise ruhig sagen, wenn Ihr etwas richtig mies findet. Das würde man Kirchenvertretern zur Not mal durchgehen lassen. Es soll sogar Menschen geben, die genau das von Euch erwarten. Vielleicht wolltet Ihr Frau Käßmann die Gelegenheit geben, gesichtswahrend aus freien Stücken zurückzutreten. Das wäre immerhin ein ehrenwertes Motiv.
Aber ganz ehrlich, das müsst Ihr nicht. Ihr seid nämlich kein Sportverband, der verbrämt die sexuellen Eskapaden seiner Angestellten erklären muss, und Ihr seid auch kein Unternehmen, das der Öffentlichkeit die Steuerhinterziehung des eigenen Vorstandsvorsitzenden möglichst so zu verkaufen hat, dass die Firma keinen Imageschaden erleidet. Ihr seid, na klingelt’s, eine Kirche. Und es wäre schön, wenn Ihr Euch auch so benehmen würdet.
Denn irgendwann fängt dieses Land an zu verrotten, weil ständig jeder für alles Verständnis hat. Für die armen katholischen Priester, die ja durch den Zölibat geradezu gezwungen sind, sich an Kindern zu vergehen; für den deutschen Mittelstand, den die Steuerpolitik quasi nach Liechtenstein treibt, oder für die Millionen von Hartz-IV-Empfängern, die durch staatliche Willkür und das ungerechte Sozialhilfesystem gleichsam von regelmäßiger Arbeit ferngehalten werden. Und vermutlich kommt demnächst auch noch jemand auf die Idee, den armen Polier in Schutz zu nehmen, der die Eisenteile, die eigentlich die Kölner U-Bahntunnel vor dem Einsturz sichern sollten, an einen Schrotthändler verkauft hat. Kann man verstehen, bei den saumäßigen Löhnen, die auf dem Bau gezahlt werden. Der Mann muss ja sicher auch eine Familie durchbringen. Kann man alles verstehen, wer will schließlich den ersten Stein werfen?
Natürlich leisten wir alle selbst einen erheblichen Beitrag zu diesem Prozess, weil wir im privaten Umfeld falsches Verhalten tolerieren: Wir haben Verständnis, wenn unsere Freunde nach der Party betrunken mit dem Auto nach Hause fahren, ist schließlich nicht mehr so viel los auf der Straße um die Zeit; wenn der Schwiegervater das Ferienhaus auf Mallorca bar bezahlt, der zahlt ohnehin den Spitzensteuersatz; wenn der Nachbar beim Einkommensnachweis ein bisschen mogelt, damit die Kindergartengebühr nicht so hoch ist, denn Eltern mit Kindern sind gestraft genug, oder wenn der Kollege in Frührente geht, obwohl er durchaus noch arbeiten könnte, weil der in seinem Leben weiß Gott genug geschuftet hat.
Für alles haben wir Verständnis. Manches machen wir sogar selbst. Macht schließlich jeder. Menschlich verständlich – aber trotzdem falsch. Wir sollten endlich damit anfangen, falsches Verhalten auch offen zu ächten. Man darf Fehler verzeihen. Aber Voraussetzung dafür ist, dass wir Fehler auch Fehler nennen. Und zwar offen. Und es wäre schön, liebe Kirchenvertreter, wenn Ihr uns dazu ermutigen würdet. Am besten, indem Ihr mit gutem Beispiel vorangeht.

ENDE

Bischöfin Dr. Käßmann zurückgetreten

Liebe Frau Dr. Käßmann, meine Hochachtung, das war eine sehr gute und konsequente Entscheidung.

Mit folgenden Worten kommentierten Sie Ihren Rücktritt:

Am vergangenen Samstagabend habe ich einen schweren Fehler gemacht, den ich zutiefst bereue. Aber auch wenn ich ihn bereue, und mir alle Vorwürfe, die in dieser Situation berechtigterweise zu machen sind, immer wieder selbst gemacht habe, kann und will ich nicht darüber hinweg sehen, dass das Amt und meine Autorität als Landesbischöfin sowie als Ratsvorsitzende beschädigt sind. Die Freiheit, ethische und politische Herausforderungen zu benennen und zu beurteilen, hätte ich in Zukunft nicht mehr so wie ich sie hatte. Die harsche Kritik etwa an einem Predigtzitat wie „Nichts ist gut in Afghanistan“ ist nur durchzuhalten, wenn persönliche Überzeugungskraft uneingeschränkt anerkannt wird.

Einer meiner Ratgeber hat mir gestern ein Wort von Jesus Sirach mit auf den Weg gegeben: „Bleibe bei dem, was dir dein Herz rät“ (37,17). Und mein Herz sagt mir ganz klar: Ich kann nicht mit der notwendigen Autorität im Amt bleiben. So manches, was ich lese, ist mit der Würde dieses Amtes nicht vereinbar. Aber mir geht es neben dem Amt auch um Respekt und Achtung vor mir selbst und um meine Gradlinigkeit, die mir viel bedeutet.

Hiermit erkläre ich, dass ich mit sofortiger Wirkung von allen meinen kirchlichen Ämtern zurücktrete. Ich war mehr als 10 Jahre mit Leib und Seele Bischöfin und habe all meine Kraft in diese Aufgabe gegeben. Ich bleibe Pastorin der hannoverschen Landeskirche. Ich habe 25 Jahre nach meiner Ordination vielfältige Erfahrungen gesammelt, die ich gern an anderer Stelle einbringen werde.

Es tut mir Leid, dass ich viele enttäusche, die mich gebeten haben, im Amt zu bleiben, ja die mich vertrauensvoll in diese Ämter gewählt haben. Ich danke allen Menschen, die mich so wunderbar getragen und gestützt haben, für alle Grüße und Blumen, die meiner Seele sehr gut getan haben in diesen Tagen. Dem Rat der EKD danke ich sehr, dass er mir gestern Abend deutlich sein Vertrauen ausgesprochen hat.

Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der hannoverschen Landeskirche und in der EKD, die mich haupt- und ehrenamtlich unterstützt haben. Insbesondere danke ich meinem engsten Team, das mir in manchem Sturm die Treue gehalten hat. Ich danke allen Freundinnen und Freunden, allen guten Ratgebern. Und ich danke meinen vier Töchtern, dass sie meine Entscheidung so klar und deutlich mittragen und heute hier sind.

Zuletzt: Ich weiß aus vorangegangenen Krisen: Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand. Für diese Glaubensüberzeugung bin ich auch heute dankbar.

Wo Himmel und Erde sich berühren

Es waren zwei Mönche, die lasen miteinander in einem alten Buch, am Ende der Welt gebe es einen Ort, an dem der Himmel und die Erde sich berühren. Sie beschlossen, ihn zu suchen und nicht umzukehren, ehe sie ihn gefunden hätten. Sie durchwanderten die Welt, bestanden unzählige Gefahren, erlitten alle Entbehrungen, die eine Wanderung durch die ganze Welt fordert, und alle Versuchungen, die einen Menschen von seinem Ziel abbringen können. Eine Tür sei dort, so hatten sie gelesen, man brauche nur anzuklopfen und befinde sich bei Gott. Schließlich fanden sie, was sie suchten, sie klopften an die Tür, bebenden Herzens sahen sie, wie sie sich öffnete, und als sie eintraten, standen sie zu Hause in ihrer Klosterzelle.

Da begriffen sie: Der Ort, am dem Himmel und Erde sich berühren, befindet sich auf dieser Erde, an der Stelle, die uns Gott zugewiesen hat

zu finden im Loccumer Brevier

Zu sein

Zu sein
ist Wunder genug.
Zu spüren, daß ich bin,
hier,
in dieser Zeit
in diesem Raum
so einmalig und besonders.
Eines Tages auf dieser Erde erschienen
und später gesagt: Ich bin ich.
Das ist Wunder genug.
In den unendlichen, leeren Räumen des Universums,
lm Wunder des geheimen Ablaufs aller Dinge
ist es das größere Wunder,
daß ich bin,
daß ich die Leere ausfülle
mit dem Wunder des Lebens,
daß ich mich selbst erlebe,
daß ich um mich weiß
und dann nach außen vorstoße
und dir begegne.
Ich will nicht nach Wundern suchen,
sondern mir bewußt machen,
daß ich Wunder genug bin.
Ich will mich feiern,
wie Gott mich feiert.

Ulrich Schaffer

zu finden im Loccumer Brevier

Die andere Schöpfungsgeschichte

Die andere Schöpfungsgeschichte
Am Anfang…

…bedeckte Gott die Erde mit Brokkoli, Blumenkohl und Spinat, grünen und gelben und roten Gemüsesorten aller Art, dass Mann und Frau lange und gesund leben konnten.

Und Satan schuf “Mövenpick” und “Bahlsen”.
Und er fragte: “Noch ein paar heiße Kirschen zum Eis?”

Und der Mann antwortete: “Gerne!” und die Frau fügte hinzu: “Mir bitte noch eine heiße Waffel mit Sahne dazu.” Und so gewannen sie jeder 5 Kilo.

Und Gott schuf den (das!) Joghurt, um der Frau jene Figur zu erhalten, die der Mann so liebte.

Und Satan brachte das weiße Mehl aus dem Weizen und den Zucker aus dem Zuckerrohr und kombinierte sie.

Und die Frau änderte ihre Konfektionsgröße von 38 auf 46.

Also sagte Gott: “Versuch doch mal meinen frischen Gartensalat.”

Und der Teufel schuf das Sahnedressing und den Knoblauchtoast als Beilage.

Und die Männer und Frauen öffneten ihre Gürtel nach dem Genuss um mindestens ein Loch.

Gott aber verkündete: “Ich habe Euch frisches Gemüse gegeben und Olivenöl, um es darin zu garen.”

Und der Teufel steuerte kleine Bries und Camemberts, Hummerstücke in Butter und Hähnchenbrustfilets bei, für die man schon fast einen zweiten Teller benötigte.

Und die Cholesterinwerte des Menschen gingen durch die Decke.

Also brachte Gott Laufschuhe, damit seine Kinder ein paar Pfunde verlören.

Und der Teufel schuf das Kabelfernsehen mit Fernbedienung, damit der Mensch sich nicht mit dem Umschalten belasten müsse. Und Männer und Frauen weinten und lachten vor dem flackernden Bildschirm und fingen an, sich in Jogginganzüge aus Stretch zu kleiden.

Daraufhin schuf Gott die Kartoffel, arm an Fett und von Kalium und wertvollen Nährstoffen strotzend.

Und der Teufel entfernte die gesunde Schale und zerteilte das Innere in Chips, die er in tierischem Fett briet und mit Unmengen Salz bestreute.

Und der Mensch gewann noch ein paar Pfunde mehr.

Dann schuf Gott mageres Fleisch, damit seine Kinder weniger Kalorien verzehren mussten, um trotzdem satt zu werden.

Und der Teufel schuf “McDonalds” und den “Cheeseburger” für 99 Cent.
Dann fragte Luzifer: “Pommes dazu?”

Und der Mensch sagte: “Klar – ´ne extra große Portion mit Majo!”

Und der Teufel sagte: “Es ist gut.”

Und der Mensch erlitt einen Herzinfarkt.

Gott seufzte und schuf die vierfache Bypassoperation am Herzen.

Und der Teufel erfand die gesetzliche Krankenversicherung.

ENDE – Im Gamepad Forum gefunden

… :-))) … So, und nun wollen wir wenigstens die chemische Formel kennenlernen … :-))) …

Fett (C51H96O6)

CH2-O-CO-(CH2)6-CH=CH-(CH2)6-CH3
|
CH-O-CO-(CH2)14-CH3
|
CH2-O-CO-(CH2)14-CH3

100 g Öl haben: 899 kcal / 3761 kJ
Eiweiß: 0 g – Fett: 99 g – Kohlenhydrate: 0 g

Herbert Grönemeyer – Currywurst

Chance der Bärenraupe

Chance der Bärenraupe, über die Straße zu kommen

Keine Chance.

Sechs Meter Asphalt.

Zwanzig Autos in einer Minute.

Fünf Laster.

Ein Schlepper.

Ein Pferdefuhrwerk.

Die Bärenraupe weiß nichts von Autos.

Sie weiß nicht, wie breit der Asphalt ist.

Weiß nichts von Fußgängern, Radfahrern, Mopeds.

Die Bärenraupe weiß nur, daß jenseits Grün wächst.

Herrliches Grün, vermutlich freßbar.

Sie hat Lust auf Grün. Man müßte hinüber.

Keine Chance. Sechs Meter Asphalt.

Sie geht los. Geht los auf Stummelfüßen.

Zwanzig Autos in der Minute.

Geht los ohne Hast.

Ohne Furcht.

Ohne Taktik.

Fünf Laster. Ein Schlepper. Ein Pferdefuhrwerk.

Geht los und geht und geht und geht und kommt an.

Rudolf Otto Wiemer

Epidauros und Asklepios

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Hier sitze ich inmitten des imposanten Amphitheaters in Epidauros. Es war ein wunderschöner Urlaub. Wikipedia schreibt: Epidauros (griechisch eπίδαυρος, lateinisch: Epidaurus) ist die bedeutendste antike Kultstätte für den Heilgott Asklepios in Griechenland. Sie liegt auf dem Gemeindegebiet der gleichnamigen Stadt auf der Peloponnes, in der Region Argolis etwa 30 km von der Stadt Nafplio und etwa 13 km vom der Stadtteil Archea Epidavros (ehemals Palea Epidavros) entfernt.

Theater

Das imposanteste und auch heute noch auffälligste Bauwerk von Epidauros ist zweifellos das große, in einen Hang gebaute Theater mit grandiosem Blick auf die Berglandschaft der Argolis. Es stammt aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. (~ 330 v. Chr.), also aus hellenistischer Zeit. Besonders die große, halbkreisförmige Zuschauertribüne (koilon), die nach einem Umbau um etwa 170/160 v. Chr. bis zu 14.000 Personen Platz bietet, beeindruckt auch heutige Besucher. Die runde Orchestra, der Spielort des Chores im klassischen antiken Drama, wurde nach hinten von einem mächtigen Bühnenhaus (skene) abgeschlossen, von dem heute jedoch nur noch die Fundamente erhalten sind. Die Skene diente einst als Umkleidemöglichkeit, zur Lagerung wichtiger Theaterrequisiten und – nach einem Wandel in der Aufführungspraxis zu Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. – auch als Auftritts- und Spielort der Darsteller. Die Bühnenwand war entweder mit Bildern bemalt oder mit Tafeln behangen, wodurch für das jeweilige Stück die Theaterkulisse kreiert werden konnte.

Das Theater verfügt über eine exzellente Akustik, sodass man auch von den obersten Reihen jedes Wort verstehen kann. Erreicht wird dies vermutlich durch die nach unten gewölbte Form der Sitzsteine. Ein beliebter „Akustik-Test“ im Theater von Epidauros ist das Fallenlassen einer Münze auf die Steinplatte im Zentrum des Bühnenrings, das auch vom obersten Rang problemlos gehört werden kann.

Seit 1952 werden hier wieder regelmäßig klassische Dramen vorgeführt und ziehen – wie damals – Zuschauer aus ganz Griechenland in den Sommermonaten nach Epidauros.

asklepios