Mauerbau 13. August 1961

Heute gedenken wir der Opfer des DDR Mauerbaus. Vor 50 Jahren, am 13. August 1961, begann der Bau der menschenverachtenden Grenze auf Befehl der DDR-Führung unter Walter Ulbricht. Noch wenige Wochen zuvor hatte Ulbricht die Weltöffentlichkeit getäuscht. Sein Satz „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ erlangte traurige Berühmtheit. Mit dem Mauerbau wurde die deutsche Teilung zementiert, die erst am 9. November 1989 zu Ende ging.

FAZ

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Ronald Reagan – Rede an die Nation zur Berliner Mauer

Die deutsche Kapitulation am 7. Mai 1945

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Die Kapitulationsurkunde (ACT OF MILITARY SURRENDER) vom 7. Mai 1945 – erste Seite.
Die Kapitulationsurkunde (7. Mai 1945) – zweite Seite.KAPITULATIONSERKLAERUNG

Die deutsche Kapitulation am 7. Mai 1945

Als die Rote Armee in der Schlacht um Berlin schon im Stadtzentrum stand, beging Adolf Hitler am Nachmittag des 30. April 1945 Selbstmord. Zu seinem Nachfolger hatte er Großadmiral Karl Dönitz bestimmt. Aufgrund der vollkommen aussichtslosen militärischen Situation für Deutschland beabsichtigte dieser eine Teilkapitulation gegenüber den Westmächten. Dönitz wollte den Kampf gegen die Rote Armee noch fortsetzen, um möglichst viele “deutsche Menschen vor der Vernichtung durch den vordringenden bolschewistischen Feind zu retten” und sie nach Westen flüchten zu lassen. Zudem hoffte er, die Westmächte würden sich mit Deutschland gegen die Sowjetunion verbünden.
Dönitz beauftragte Generaloberst Alfred Jodl, bei den Kapitulationsverhandlungen im Amerikanischen Hauptquartier entweder eine Teilkapitulation zu vereinbaren oder aber eine viertägige Frist zwischen der Unterzeichnung einer Gesamtkapitulation und der Einstellung aller Gruppenbewegungen zu erhalten. General Dwight D. Eisenhower sah hierin den Versuch, das Bündnis der Alliierten zu sprengen, und bestand auf einer sofortigen und bedingungslosen Gesamtkapitulation, billigte jedoch eine Frist von 48 Stunden für die Übermittlung der Kapitulation an alle Truppenteile der Wehrmacht zu. Am frühen Morgen des 7. Mai 1945 unterzeichnete Jodl im Namen des deutschen Oberkommandos die Gesamtkapitulation aller Streitkräfte im Alliierten Hauptquartier in Reims. Um den Beitrag der Roten Armee an der Befreiung Europas vom NS-Regime zu würdigen, wurde die Kapitulation nochmals im Sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst unterzeichnet. Hier ratifizierten, wie von Josef Stalin gefordert und in Reims festgelegt, die hochrangigen deutschen Militärs Wilhelm Keitel, Hans-Georg von Friedeburg (1889-1945) und Hans-Jürgen Stumpff (1889-1968) in Anwesenheit von Marschall Georgi K. Schukow die Kapitulationsurkunde für alle Wehrmachtsteile kurz nach null Uhr in der Nacht zum 9. Mai. Damit war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Deutschland stand in den folgenden vier Nachkriegsjahren unter alliierter Besatzung.

(kpm/ba)

Text der Kapitulationsurkunde

1. Wir, die hier Unterzeichneten, handelnd in Vollmacht für und im Namen des Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht, erklaeren hiermit die bedingungslose Kapitulation aller am gegenwaertigen Zeitpunkt unter deutschem Befehl stehenden oder von Deutschland beherrschten Streitkraefte auf dem Lande, auf der See und in der Luft gleichzeitig gegenueber dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditions-Streitkraefte und dem Oberkommando der Roten Armee.

2. Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht wird unverzueglich allen Behoerden der deutschen Land-, See- und Luftstreitkraefte und allen von Deutschland beherrschten Streitkraeften den Befehl geben, die Kampfhandlungen um 23:01 Uhr Mitteleuropaeischer Zeit am 8. Mai einzustellen und in den Stellungen zu verbleiben, die sie an diesem Zeitpunkt innehaben und sich vollstaendig zu entwaffnen, indem sie Waffen und Geraete an die oertlichen Alliierten Befehlshaber beziehungsweise an die von den Alliierten Vertretern zu bestimmenden Offiziere abliefern. Kein Schiff, Boot oder Flugzeug irgendeiner Art darf versenkt werden, noch duerfen Schiffsruempfe, maschinelle Einrichtungen, Ausruestungsgegenstaende, Maschinen irgendwelcher Art, Waffen, Apparaturen, technische Gegenstaende, die Kriegszwecken im Allgemeinen dienlich sein koennen, beschaedigt werden.

3. Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht wird unverzueglich den zustaendigen Befehlshabern alle von dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditions Streifkraefte und Oberkommando der Roten Armee erlassenen zusaetzlichen Befehle weitergeben und deren Durchfuehrung sicherstellen.

4. Diese Kapitulationserklaerung ist ohne Praejudiz fuer irgendwelche an ihre Stelle tretenden allgemeinen Kapitulationsbestimmungen, die durch die Vereinten Nationen und in deren Namen Deutschland und der Deutschen Wehrmacht auferlegt werden moegen.

5. Falls das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht oder irgendwelche ihm unterstehenden oder von ihm beherrschte Streitkraefte es versaeumen sollten, sich gemaess den Bestimmungen dieser Kapitulations-Erklaerung zu verhalten, werden das Oberkommando der Roten Armee und der Oberste Befehlshaber der Alliierten Expeditions Streitkraefte alle diejenigen Straf- und anderen Massnahmen ergreifen, die sie als zweckmaessig erachten.

6. Diese Erklaerung ist in englischer, russischer und deutscher Sprache abgefasst. Allein massgebend sind die englische und die russische Fassung.

Unterzeichnet zu Berlin am 8. Mai 1945

gez. v. Friedeburg gez. Keitel gez. Stumpff
für das Oberkommando der deutschen Wehrmacht

Berliner Unterwelten

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Dieser Kanaldeckel steht für mich symbolisch für Berlins Unterwelten, einen tollen Verein hier in Berlin.

Berlin ist auf Sand gebaut

Umso gewichtiger erscheint daher die Frage, warum sich ausgerechnet in der „Märkischen Streusandbüchse“, die doch traditionell eigentlich eher eine Armenkammer gewesen ist, aus einem kleinen, unbedeutenden Fischerdorfe die heutzutage – mit Abstand – größte deutsche Metropole hat entwickeln können. Noch erstaunlicher wird es, wenn man bedenkt, dass sich dieser Prozess eigentlich nur dadurch erklären lässt, wenn man nachvollzieht, wie der sandig-moorige Untergrund zunehmend für großstädtische Versorgungssysteme, ob nun die Kanalisation, die Gas-, Wasser- und Stromleitungen oder der öffentliche Nahverkehr, nutzbar gemacht werden konnte.

Der Verein Berliner Unterwelten e.V. erforscht und dokumentiert diese Zusammenhänge. 1997 ist er als ein Zusammenschluss von Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen begründet worden. Es fanden sich Akademiker (Architekten, Historiker, Juristen, Kunsthistoriker, Ökonomen, Stadt- und Regionalplaner, Studenten aller Fachrichtungen) ein, aber auch Handwerker, Justizbeamte, Lehrer, Pensionäre, Polizisten, Rentner, Schüler und viele andere. Jeder von ihnen kann, darf und soll seine bzw. ihre jeweiligen individuellen Fähigkeiten und Talente einbringen, um diesem ambitionierten Projekt auf die Sprünge zu helfen. Denn mit dem Forschungsschwerpunkt des „Berliner Untergrundes“ ist der Verein offenkundig auf ein bis dahin noch weitgehend brachliegendes Terrain gestoßen. Das zeigt sich auch an der sehr guten Resonanz auf die durch Vereinsmitglieder geschriebenen Bücher, die zum Teil bereits in mehrfacher Auflage erschienen sind.

Für seine Verdienste im Denkmalschutz erhält der Verein am 13. November 2006 die „Silberne Halbkugel“. Es handelt sich um die höchste Auszeichnung, die in diesem Bereich in der Bundesrepublik Deutschland vergeben wird.

Berliner Unterwelten

Webcam Berlin

Das Deutsche Historische Museum zeigt diese Webcams auf seiner Homepage.

Marlene Dietrich – Lili Marlene

Flughafen Tempelhof fehlt

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Es ist unendlich schade, daß der Flugbetrieb in Tempelhof eingestellt wurde. So ein geschichtsträchtiger Ort. Oben seht Ihr das Gemälde zur Luftbrücke aus der Abfertigungshalle. Jetzt kommt ein Motor eines Flugzeuges.

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Es wurde extra ein Volksbegehren gestartet, um mittels Abstimmung zu ermitteln, wer denn alles gegen eine Flughafenschließung war.

174.334 Berliner sagen Ja zu Tempelhof

Diese Zahl schockiert Klaus Wowereit und seinen rot-roten Senat!
Schon 174 334 Berliner haben mit ihren Unterschriften für den Erhalt des City-Flughafens Tempelhof gestimmt! Das ergab eine BILD-Umfrage in allen 12 Bezirken.
Das Volksbegehren ist somit geschafft! Schon 16 Tage vor dem eigentlichen Stichtag haben die Berliner JA zu Tempelhof gesagt, 170 000 Stimmen wären notwendig gewesen. Startbahn frei für den Volks-Entscheid im Mai!
Jeden Freitag veröffentlichte die Tempelhof-Interessengemeinschaft ICAT bisher die aktuellsten Zahlen, wöchentlich stürmten rund 10 000 Berliner die Bürgerämter für ihr JA. Doch allein an den vergangenen vier Abstimmungstagen (Freitag, Montag, Dienstag, Mittwoch) gingen unglaubliche 13 825 Stimmen ein!
Eine Stadt will ihre Legende, einen bedeutenden Teil ihrer Geschichte, retten!
Die BILD-Umfrage ergab: Die drei Spitzenreiter-Bezirke kamen in den vergangenen vier Tagen allein auf mehr als 7000 Stimmen!
• Steglitz-Zehlendorf: 2653 Stimmen!
• Reinickendorf: 2249 Stimmen!
• Charlottenburg-Wilmersdorf: 2118 Stimmen!
Bester Abstimmungs-Bezirk insgesamt ist Flughafen-Standort Tempelhof-Schöneberg mit 34 963 Pro-Tempelhof-Stimmen seit Beginn des Volksbegehrens.

31.01.2008 – 08:14 UHR von Katja Colmenares BILD Zeitung

Aber das hat alles nichts genützt. Ich setze mich traurig in die Ecke und höre Hans Albers zu:

Hans Albers – Flieger grüss mir die Sonne

Palast der Republik

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Ich finde es außerordentlich traurig, auch wenn ich Wessi bin, daß der Palast der Republik abgerissen wurde. Erst wurden die DDR Insignien entfernt, dann standen nur noch die Treppenhaustürme.

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Und nun ist überhaupt nichts mehr zu sehen. Aber statt dessen können wir uns ja mal die DDR Hymne anhören, denn der Palast der Republik wird wohl nie wieder aus Ruinen auferstehen:

DDR Naitionalhymne

Beethoven – Fidelio

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Meine Lieblingsoper ist Fidelio von Ludwig van Beethoven. 2008 habe ich sie zum letzten Mal in der Staatsoper Unter den Linden erlebt. Bettina und ich hatten billige 10 Euro Plätze. Das Photo habe ich vom obersten Balkon gemacht.

Fidelio spielt sich in einer geschichtlichen Periode von politischer Unterdrückung ab. Der edle, kühne Freiheitskämpfer Florestan sitzt auf Befehl seines erbarmungslosen Feindes Pizarro, des Gouverneurs des Staatsgefängnisses, in einem dunklen Kerker in Haft. Dort verhungert er langsam. In der Zwischenzeit hat seine Frau Leonore, die nicht weiß, wo er ist, die Nachricht von seinem Tod erreicht. In letzter Verzweiflung entschließt sie sich, Pizarros Gefängnis aufzusuchen, ihren Mann ausfindig zu machen und ihn zu befreien. Zur Ausführung ihres Planes verkleidet sie sich als Jüngling Fidelio und nimmt eine Stelle als Helfer des Kerkermeisters Rocco an. Die Lage wird noch schwieriger, als sich Roccos Tochter Marzelline in den hübschen Jüngling verliebt und somit die Eifersucht von Jaquino, Roccos Pförtner, erregt, der das Mädchen heiraten will. Die seltsam romantische Verirrung von Gefühlen wird mit wundervoller Feinfühligkeit in dem kanonartigen Quartett (”Mir ist so wunderbar!”) herausgebracht. Florestans erbitterter Feind Pizarro hat erfahren, daß der Minister plant, dem Gefängnis einen Besuch abzustatten (”Ha, welch’ ein Augenblich”). Pizarro ist entschlossen, Florestan noch vor der Ankunft des Ministers umzubringen und befiehlt Rocco, ein Grab zu schaufeln. Als Rocco jedoch vor dem Mord zurückschreckt, beschließt Pizarro, die Tat selbst zu begehen. Leonore belauscht die Verschwörung, und als die beiden Männer abtreten, kommt sie aus ihrem Versteck hervor und ergießt ihre Empörung (”Abscheulicher! wo eilst du hin”). Ihrer Bitte folgend, erlaubt Rocco den Gefangenen in den Gefängnishof zu treten, um wenigstens einen Augenblick die frische Luft und die Sonne genießen zu können. Als die Männer staunend ans Tageslicht treten, sind ihre Augen geblentet, und als Ausdruck ihres Verlangens nach Freiheit und ihrer vereitelten Freuden stimmen sie in den herrlichen Chor (”O welche Lust!”) ein. Erwartungsvoll läßt Leonore ihre Augen über die Gesichter wandern, kann aber Florestan nicht unter ihnen finden. Trotzdem erwacht in Leonore neue Hoffnung, als sie erfährt, daß sie Rocco in den Kerker hinab begleiten soll. Quelle: Klassika Info

Finale – Oh, welche Lust Chor / zwei Gefangene

GEFANGENEN
O, welche Lust!
in freier Luft den Atem
leicht zu heben, O, welche Lust!
nur hier, nur hier ist Leben,
der Kerker eine Gruft!

ERSTER GEFANGENE
Wir wollen mit Vertrauen
auf Gottes Hülfe,
auf Gottes Hülfe bauen,
die Hoffnung flüstert sanft mir zu,
wir werden frei,
wir finden Ruh’.

GEFANGENEN
(jeder für sich)

O Himmel Rettung,
welch ein Glück,
o Freiheit, Freiheit,
kehrst du zurück?

ZWEITE GEFANGENE
Sprecht leise, haltet euch zurück,
wir sind belauscht mir
Ohr und Blick.

GEFANGENEN
Sprecht leise, haltet euch zurück,
wir sind belauscht mir
Ohr und Blick.
Sprecht leise, ja leise!
O welche Lust!
In freier Luft
den Atem leicht zu heben!
O welche Lust!
Nur hier,
nur hier ist Leben.
Sprecht leise,
haltet euch zurück!
Wir sind belauscht
mit Ohr und Blick.

Berlin vor der Maueröffnung

Das Brandenburger Tor

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Das Sowjetische Ehrenmal

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Der Todesstreifen 2

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Der Todesstreifen 2

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Dort, wo die Mauer verlief, wurden Platten ins Straßenpflaster verlegt:

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Dort, wo die Mauer verlief, wurden Platten ins Straßenpflaster verlegt:

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wo ich lebe

Friedrichshain

Du möchtest doch sicherlich wissen, wo ich lebe. Das ist der Stadtteil Friedrichshain hier in Berlin. Oftmals werden hier aufgrund der unterschiedlichsten Animositäten die Straßen abgesperrt. Es ist der Wahlkreis von Hans-Christian Ströbele. Die Antifa unterstützt hier die Hausbesetzer. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung ist sehr niedrig, da hier sehr viele junge Familien leben. Es ist ein absolut bunter Stadteil.

Brandenburger Tor

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damals und heute

Himmelfahrt am 5. Mai 2005 radelte ich zum Brandenburger Tor. Zu der Zeit stand vor dem Tor eine riesige Pappwand, die den Zustand nach dem 2. Weltkrieg zeigte.

Gehwege schlecht geräumt und gestreut

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Warum sind hier in Friedrichshain, aber nicht nur hier, sondern auch in Neukölln und Mitte die Gehwege so schlecht geräumt und unzureichend gestreut?

Eigentlich sind die Hauseigentümer als Anlieger dazu verpflichtet.

Dazu wurde extra vom Ordnungsamt Friedrichshain-Kreuzberg ein Flyer herausgegeben Winterdienst.

Den hat sich wohl noch niemand angesehen. Und ich laufe wackelig über die Bürgersteige und rutsche alle paar Schritte aus oder falle hin – so geht’s nicht.

Eigentlich sollte man alle Hauseigentümer, sowie die Beamten des Ordnungsamtes anzeigen.