- Strophe
Dreißig Jahre sind vergangen,
doch wir stehen immer noch hier.
Versprochen war viel, gekommen war nichts,
nur leere Fabriken, kein Morgen, kein Licht.
Refrain
Hört ihr uns endlich oder bleibt ihr taub?
Wir schreien so lange, doch ihr schaut nicht rauf.
Wenn keiner mehr fragt, warum’s uns zerreißt,
wundert euch nicht, wenn der Hass sich speist.
- Strophe
Man nennt uns braun, man nennt uns blind,
doch keiner fragt, warum wir sind,
was wir sind, und wie wir leben,
und warum wir uns verloren geben.
Refrain
Hört ihr uns endlich oder bleibt ihr taub?
Wir schreien so lange, doch ihr schaut nicht rauf.
Wenn keiner mehr fragt, warum’s uns zerreißt,
wundert euch nicht, wenn der Hass sich speist.
- Strophe
Jeder will reden, doch keiner hört zu,
dann bleiben nur Wut und das laute „Du!“.
Keiner versteht, was uns treibt,
nur einer verspricht, dass er bei uns bleibt…
Refrain
Hört ihr uns endlich oder bleibt ihr taub?
Wir schreien so lange, doch ihr schaut nicht rauf.
Wenn keiner mehr fragt, warum’s uns zerreißt,
wundert euch nicht, wenn der Hass sich speist.
Ich bin aus dem Westen, aber ich sehe die Spaltung und das Gefühl der Verlassenheit. Dieses Lied ist mein Versuch, das nachzuvollziehen – nicht, um zu urteilen, sondern um zuzuhören.