Brief einer blonden Mutter an ihre blonde Tochter

Brief einer blonden Mutter an ihre blonde Tochter

Hallo meine geliebte Tochter!

Wenn du diesen Brief bekommst, dann ist der wohl auch angekommen. Wenn nicht, dann lass es mich wissen und ich schreibe es dir neu. Ich schreibe langsam, weil ich weiß, dass du nicht besonders schnell lesen kannst. Das Wetter ist bei uns soweit ganz gut. Letzte Woche hat es nur 2 Mal geregnet: Anfang der Woche 3 Tage und auf das Ende zu 4 Tage.

Wegen des Mantels den du haben wolltest, dein Onkel Peter sagte, wenn ich den mit diesen Metallknöpfen verschicke wird es teuer wegen des Gewichts, deshalb habe ich sie abgetrennt. Kannst sie ja wieder annähen, denn ich habe sie in die rechte Tasche getan.

Deine Schwester Lisa hat vor kurzem geheiratet und erwartet ein Baby. Wir wissen noch nicht welchen Geschlechts, darum kann ich dir noch nicht sagen ob du Onkel wirst oder Tante. Wenn es ein Mädchen wird, dann will sie sie wie mich nennen. Finde es seltsam sein Kind „Mutter“ zu nennen.

Deinem Bruder ist vor kurzem was Blödes passiert: er hat sein Auto abgesperrt und hatte den Schlüssel drin vergessen. Musste nach hause zu Fuß laufen (10 Kilometer), um den Ersatzschlüssel zu holen, und uns aus dem Auto frei zu lassen. Wenn du deine Kusine Lili triffst, dann richte ihr schöne Grüße von mir aus. Wenn du sie nicht triffst, dann sag ihr nichts.

Deine Mutter

P.S. Wollte dir noch etwas Geld in den Brief rein tun, habe aber blöderweise den Umschlag schon zugeklebt.

(Quelle: von Sari auf Facebook gepostet)

Die Spezialmutter

Die Spezialmutter
von Erma Bombeck

Die meisten Frauen werden durch Zufall Mutter, manche freiwillig, einige unter gesellschaftlichem Druck und ein paar aus reiner Gewohnheit.

Dieses Jahr werden 100 000 Frauen Mütter von Kindern mit einer Behinderung.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, nach welchen Gesichtspunkten die Mütter dieser Kinder ausgewählt werden?

Ich stelle mir Gott vor, wie er über der Erde schwebt und sich die Werkzeuge der Arterhaltung mit größter Sorgfalt und Überlegung aussucht. Er beobachtet genau und diktiert dann seinen Engeln Anweisungen ins riesige Hauptbuch.

“;Neumann, Lisa: Sohn. Schutzheiliger: Matthias.
Förster, Ute: Tochter. Schutzheilige: Cäcilie.
Bollmann, Karola: Zwillinge. Schutzheiliger? Gebt ihr Gerard, der ist es gewohnt, dass geflucht wird.”;

Schließlich nennt er dem Engel einen Namen und sagt lächelnd: “;Der gebe ich ein Kind mit einer Behinderung.”;

Der Engel wird neugierig: “;Warum gerade ihr, o Herr? Sie ist doch so glücklich.”;

“;Eben deswegen”;, sagt Gott lächelnd. “;Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt? Das wäre grausam.”;

“;Aber hat sie denn die nötige Geduld?”; fragt der Engel.

“;Ich will nicht, dass sie zuviel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung. Wenn der anfängliche Schock und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen. Ich habe sie heute beobachtet. Sie hat den Sinn für Selbständigkeit und Unabhängigkeit, die bei Müttern so selten und so nötig sind. Verstehst du: das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt leben. Und sie muss es zwingen, in der ihren zu leben, das wird nicht leicht werden.”;

“;Aber, Herr, soviel ich weiß, glaubt sie nicht einmal an dich.”;

Gott lächelt. “;Das macht nichts, das bringe ich schon in Ordnung. Nein, sie ist hervorragend geeignet. Sie hat genügend Egoismus.”;

Der Engel ringt nach Luft. “;Egoismus? Ist das denn eine Tugend?”;

Gott nickt. “;Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen. Diese Frau ist es, die ich mit einem Kind beschenken werde, das besondere Hilfe braucht. Sie weiß es zwar noch nicht, aber sie ist zu beneiden. Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hinnehmen. Nie einen Schritt als etwas Alltägliches. Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt, wird ihr klar sein, dass sie ein Wunder erlebt. Wenn sie ihrem blinden Kind einen Baum, einen Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so sehen, wie nur wenige Menschen meine Schöpfung sehen.

Ich werde ihr erlauben, alles deutlich zu erkennen, was auch ich erkenne – Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile -, und ich werde ihr erlauben, sich darüber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres Lebens, jede einzelne Minute, weil sie meine Arbeit eben so sicher tut, als sei sie hier neben mir.”;

“;Und was bekommt sie für einen Schutzheiligen?”; fragt der Engel mit gezückter Feder.

Da lächelt Gott. “;Ein Spiegel wird genügen.”;

ENDE per e-mail von einem Freund erhalten

Elterntest – Bist du bereit für ein Kind?

Nachfolgend können Sie anhand einfacher Übungen testen, inwieweit Sie bereit und befähigt sind, ins harte Kindererziehungsgeschäft einzusteigen.
Bei den Übungen wurde besonderer Wert auf das Ermitteln der Belastungsfähigkeit Ihres Nervenkostüms gelegt. Also dann, viel Spaß.

Übung 1: Einschlafen

Wandern Sie zunächst im Wohnzimmer umher. Und zwar von 17 – 22 Uhr.
Tragen Sie dabei einen nassen Sandsack mit einem Gewicht von ca. 4 – 6 Kilogramm.
Stellen Sie dabei das Radio auf volle Lautstärke, allerdings mit dem Rauschen zwischen den Sendern.
Um 22 Uhr können Sie dann den Sack weglegen und zu Bett gehen. Allerdings stellen Sie zuvor den Wecker auf Mitternacht.
So, um Mitternacht wird hübsch aufgestanden, der Sack geschnappt und nun bis 1 Uhr morgens gewandert.
Stellen Sie den Wecker auf 3 Uhr (morgens).
Falls Sie nicht gleich einschlafen können – macht nichts. Bleiben Sie wach, machen Sie sich Ihren Lieblingsdrink und gehen Sie um 2.45 Uhr ins Bett.
Um 3 Uhr aufstehen und im Dunkeln Lieder singen bis etwa 4 Uhr.
Dann in die Küche huschen und das Frühstück vorbereiten.
Auf einen Küchenstuhl setzen und darüber meditieren, dass Ihre Nächte so ungefähr 12 Monate lang verlaufen (das sind objektiv ca. 360 Nächte, subjektiv entsteht ein Gefühl von ca. 30.000 Nächten). Schauen Sie glücklich.

Übung 2: Anziehen

Kaufen Sie im Lebensmittelgeschäft einen möglichst großen Tintenfisch (ganz) und ein Einkaufsnetz.
Versuchen Sie, den Tintenfisch vollständig in das Netz zu stopfen, ohne dass einer seiner Arme durch ein Loch raus hängt.
Dies wiederholen Sie jeden Morgen um 7 Uhr. Bei kaltem oder schlechten Wetter in 4 stündigem Abstand.

Schleifen Sie den Tintenfisch bei Matschwetter eine Runde durch alle Pfützen rund um das Haus und anschließend bis ins Wohnzimmer.
Betrachten Sie das Ergebnis.

Meditieren Sie vor dem Tintenfisch. Tut er ihnen mehr Leid als Sie sich selbst, haben Sie diesen Test bestanden.

Übung 3: Füttern

Besorgen Sie sich eine Melone und höhlen Sie diese aus. Achten Sie darauf, dass unten ein Schwerpunkt bleibt. Schnitzen Sie ein schmales Loch (Durchmesser ca. 2 cm) in die Seite. Stellen Sie die Melone auf den Tisch und geben Sie ihr einen Stoß, damit sie wackelt.

Nehmen Sie ein Gläschen Babynahrung (ein Glas Marmelade tut es auch), nehmen Sie einen Löffel davon und versuchen Sie, den Brei in das kleine Loch zu füllen. Machen Sie dabei Flugzeuggeräusche nach.
Das wiederholen Sie solange , bis ca. die Hälfte des Glases um die Melone herum verstreut ist.
Ein weiteres Viertel schütten Sie sich auf den Schoß, das restliche Viertel können Sie an beliebigen Stellen der Wohnung verteilen.
Machen Sie von dem Ergebnis ein Foto , lassen Sie es auf Postergröße vergrößern, hängen Sie das Poster über Ihren Frühstückstisch.
Meditieren Sie morgendlich, indem Sie das Poster anschauen. Geschätzte Dauer des Zustandes: 2 Jahre.

Übung 4: spielerisch lernen

Schmieren Sie Nougatcreme auf das Sofa und Marmelade an die Vorhänge.

Nehmen Sie Nagellack aus dem Badezimmer und bemalen Sie damit die Fliesen. Seien sie dabei ganz leise um ein ausreichendes Antrocknen vor Entdeckung des Kunstwerkes durch Dritte zu gewährleisten.

Legen Sie ein Stück von einem Brathähnchen hinter Ihre Stereoanlage und lassen sie es dort den Sommer über liegen.

Gehen Sie nach draußen und graben Sie mit den Händen das Blumenbeet vor der Haustür um .
Anschließend reiben Sie den Dreck an der weißen Hauswand ab.

Bemalen die das Pflaster vor Ihrem Haus mit weißer Farbe aus der Garage. Schauen Sie dem Nachbarn direkt in die Augen, der Ihnen dabei zusieht.
Falls er dummes Zeug redet, stecken Sie vorsichtshalber noch die Zunge heraus.
Gehen Sie in das Haus zurück und meditieren Sie auf dem Sofa, ob Sie diese Zustände ca. 10 Jahre lang ertragen wollen.

Übung 5: Kind und Auto

Fahren Sie Ihren BMW zum Autohändler und tauschen Sie ihn gegen einen Opel Kadett Kombi ein.
Kaufen Sie Schokoladen-Eis (von der Eisdiele – nicht in der Tiefkühlpackung) und legen Sie es ins Handschuhfach. Lassen Sie es dort liegen.
Nehmen Sie ein Zehn-Cent-Stück und stecken Sie es in den CD Spieler.

Kaufen Sie eine Familienpackung Schoko-Kekse. Stecken Sie die Kekse in den Ritz auf der hinteren Sitzbank (zwischen Lehne und Sitzfläche).
Alle Kekse.

Fahren Sie mit einem Gartenrechen über die Außenseite des Autos. Einmal rundum.

Klemmen Sie ein Foto Ihres ehemaligen BMW hinter die Wischblätter (Rückseite zur Scheibe) und stellen Sie sich vor Ihr Auto.
Denken Sie in Ruhe nach. Mit einem solchen Auto werden Sie ca. 18 Jahre lang fahren.
Erst dann, und nicht früher, wird wieder ein Auto wie das auf dem Foto vor Ihrem Haus stehen. Es wird einem Ihrer Kinder gehören.

Übung 6 : Berechnung des Taschengeldes und außergewöhnlicher Belastungen

Gehen Sie zu Ihrem gewohnten Supermarkt in der Zeit zwischen 13 und 14 Uhr.
Halten Sie Ausschau nach einer Gruppe von 2 – 3 Kindern, die dort einkaufen und gehen Sie diesen Kindern heimlich zwischen den Einkaufsregalen nach.
Notieren Sie dabei den Wert jedes Gegenstands, den die Kinder einkaufen.

Notieren Sie den Wert jedes Gegenstands, den die Kinder zerbrechen. Dividieren Sie die Endsumme durch die Anzahl der Kinder und multiplizieren Sie die so ermittelte Summe mit 30 und Sie erhalten die Höhe des monatlich zu zahlenden Taschengeldes und der zu begleichenden Schadensersatzforderungen. Meditieren Sie zu Hause über Ihren Kontoauszügen.

Wenn sie sich nun immer noch ein Kind wünschen sind sie bereit dazu.

Geschafft und Gratulation

Kurt Tucholsky – Mutterns Hände

altermann02

Hast uns Stulln jeschnitten
un Kaffe jekocht
un de Töppe rübajeschohm –
un jewischt und jenäht
un jemacht und jedreht…
alles mit deine Hände.

Hast de Milch zujedeckt,
uns Bonbongs zujesteckt
un Zeitungen ausjetragn –
hast die Hemden jezählt
und Kartoffeln jeschält…
alles mit deine Hände.

Hast uns manches Mal
bei jroßen Schkandal
auch’n Katzenkopp jejeben.
Hast uns hochjebracht.
Wir wahn Stricker acht
sechse sind noch am Leben…
alles mit deine Hände.

Heiß warn se un kalt
Nu sind se alt
nu bist du bald am Ende.
Da stehn wa nu hier,
und denn komm wir bei dir
und streicheln deine Hände.

(Kurt Tucholsky, Arbeiter Illustrierte Zeitung 30, 1929)

Was ist Politik

Ein Sohn fragt den Vater: „Papa, was ist eigentlich Politik?“
Da sagt der Vater:

• Sieh mal, ich bringe das Geld nach Hause, also bin ich der Kapitalist.
• Deine Mutter verwaltet das Geld, also ist sie die Regierung.
• Der Opa passt auf, dass alles seine Ordnung hat, also ist er die Gewerkschaft.
• Unser Dienstmädchen ist die Arbeiterklasse.
• Wir alle haben nur eines im Sinn, nämlich dein Wohlergehen. Folglich bist du das Volk.
• Und dein kleiner Bruder, der noch in den Windeln liegt, ist die Zukunft.

Hast Du das verstanden mein Sohn?“ Der Kleine überlegt und bittet seine Vater, dass er erst noch eine Nacht darüber schlafen möchte. In der Nacht wird der kleine Junge wach, weil sein kleiner Bruder in die Windeln gemacht hat und daher furchtbar brüllt. Da er nicht weiß, was er tun soll, geht er ins Schlafzimmer seiner Eltern. Da liegt aber nur die Mutter, und die schläft so fest, dass er sie nicht wecken kann. So geht er in das Zimmer des Dienstmädchens, wo der Vater sich gerade mit demselben vergnügt, während Opa durch das Fenster unauffällig zuschaut. Alle sind so beschäftigt, dass sie nicht mitbekommen, dass der kleine Junge vor ihnen steht. Also beschließt der Junge unverrichteter Dinge wieder schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen fragt der Vater seinen Sohn, ob er nun mit eigenen Worten erklären kann, was Politik ist.

„Ja!“ antwortete der Sohn:

• Während die Regierung schläft
• missbraucht der Kapitalismus die Arbeiterklasse;
• die Gewerkschaft schaut dabei zu,
• das Volk wird vollkommen ignoriert,
• und die Zukunft liegt in der Scheiße

Das ist Politik!“

Quelle: per e-mail von einem Freund bekommen