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Leonardos Leben in und um Florenz

Italien, vor allem Florenz, war das Zentrum des Wiedererwachens des geistigen Lebens der Renaissance. 1452, als Leonardo da Vinci zur Welt kam, hatte sich Italien bereits in rascher Entwicklung vom Mittelalter entfernt. Diese Bewegung fand zunächst in den Geisteswissenschaften mit den Schriften der Humanisten ihren Ausdruck. Sie stand allerdings in enger Verbindung mit der Entwicklung der Naturwissenschaften, den Veränderungen innerhalb der Kirche und dem Übergang vom Feudalsystem zu einer Art kapitalistischer Wirtschaftsstruktur.

Florenz zählte zu jener Zeit zu den reichsten Städten Europas. Bankiers und Tuchhändler hatten eine stabile wirtschaftliche Grundlage für das Entstehen wohlhabender Kaufmanns- und Handwerkerschichten geschaffen. Als Leonardo geboren wurde, war Florenz bereits seit 30 Jahren eine Republik. In der Stadt wirkten Humanisten, die an die Würde des Menschen glaubten und überzeugt waren, daß man durch den Einsatz seiner Intelligenz vollkommenes Glück erreichen könne.

Im Zeitalter der Renaissance kam es zu einer Wiederentdeckung der klassischen Antike Roms und Griechenlands. Diese Hinwendung zur klassischen Gelehrsamkeit, Literatur, Architektur und Kunst, dem Humanismus also, der den Menschen in den Mittelpunkt stellte, beeinflußte Gelehrte und Dichter wie Boccaccio, Petrarca und Dante.

Unter Lorenzo de' Medici (1470) wurde Florenz zum Zentrum der Renaissance. Die Stadt war von enormer kultureller Dynamik erfüllt. Unter der Leitung neuplatonischer Philosophen und Schriftsteller wurden Vorlesungen und Diskusssionen abgehalten.

Die Gesellschaft war konfrontiert mit Künstlern, die über die Kunst hinauswuchsen, Wissenschaftlern mit unbegrenztem Forscherdrang, Menschen, die den Übergang von der antiken zur modernen Welt vollziehen konnten. In diesem Klima wirkte

Leonardo als Künstler und Wissenschaftler, Erfinder und Bildhauer, Ingenieur und Musiker.

1469 kam Leonardo nach Florenz. Er trat in die Werkstatt von Andrea del Verrocchio, einem angesehenen Maler und Bildhauer der Stadt, ein. Verrocchio war Lieferant der Medici. Da ihn Lorenzo de' Medici äußerst schätzte und regelmäßig mit Aufträgen versorgte, wurde Verrocchios Werkstatt zu einer der erfolgreichsten von ganz Florenz. Leonardo zählte bald zu Verrocchios Lieblingsschülern, weshalb ihm der Meister verantwortungsvolle Aufgaben übertrug. Dazu zählte zum Beispiel die Ausführung des Engels aus der "Taufe Christi" im Jahr 1473. In der Periode von 1470 - 1475 entstanden in Verrocchios Werkstatt unterschiedlichste Arbeiten, an denen man Leonardos Beteiligung zu erkennen glaubt. Im Jahr 1475 vollendete Leonardo den Wandteppich für den König von Portugal. Eigenhändige Werke entstanden, wie etwa die "Ginevra de' Benci", die "Verkündigung" und die "Madonna mit der Nelke".

Im Jahr 1476 wurde Leonardo wegen Homosexualität angeklagt, letztendlich jedoch freigesprochen. Er arbeitete weiterhin in der Werkstatt Verrocchios, in der das "Bildnis eines Kriegers im Profil" entstand. Ungefähr aus dieser Zeit stammen die ersten Blätter des Codex Atlanticus. Diese Sammlung von Schriften enthält über 1700 mehrheitlich eigenständige, vor 1518 datierbare Blätter und Fragmente mit Texten und Zeichnungen technisch-naturwissenschaftlicher Art, aber auch Geographie und Mathematik betreffend, ebenso Dichtungen, Notizen zur Malerei und Architekturprojekte.

Leonardos erster eigener Auftrag war die Altartafel für eine Kapelle im Palazzo Vecchio. Im Jahr 1479 zeichnete Leonardo den "Gehenkten". Zu jener Zeit entstanden ebenso Maschinen im Stile Brunelleschis. Im Jahr 1480 arbeitete Leonardo für Lorenzo de' Medici im Garten von San Marco. Er entwarf Waffen, Kriegsmaschinen, Brennspiegel und eine Ölpresse nach archimedischem Prinzip. 1481 erhielt Leonardo von den Mönchen von San Donato in Scopeto den Auftrag für eine Altartafel: die "Anbetung der Könige".

Leonardo befaßte sich ebenso mit Studien zu Wasser und Hydraulik und zur Flugkunst. Zu jener Zeit entstand auch der "Heilige Hironymus", der unvollendet

blieb. Als Leonardo enttäuscht miterleben mußte, daß er bei der Auswahl der Künstler für die Ausschmückung der Sixtinischen Kapelle nicht berücksichtigt wurde, faßte er 1482 endgültig den Entschluß, Florenz zu verlassen und sich nach Mailand an den Hof der Sforza zu begeben.

Im Jahr 1503 kehrte Leonardo nach Florenz zurück. Er erhielt den Auftrag für die "Schlacht von Anghiari" und begann wahrscheinlich auch mit der "Mona Lisa" und der "Leda mit dem Schwan". Ein Jahr später begann er mit einer Zusammenstellung von Aufzeichnungen zur Mathematik und Physik. Es folgten Schriften zur Kosmologie und Astronomie, Geometrie, Anatomie, zu Vogelflug, Optik und Architektur.

Im Juni 1506 verließ Leonardo Florenz und ging auf Ersuchen von Charles d' Amboise, Marschall von Frankreich und Bruder des Kardinals Georges d' Amboise, eines großen Herrn der italienischen Renaissance, nach Mailand. Es kam zur Ausführung der zweiten "Felsgrottenmadonna" und zu Arbeiten an der "Hl. Anna Selbdritt". 1507 trat Leonardo in die Dienste von König Ludwig XII., der ihn zu seinem Maler und Militäringenieur ernannte.

Quellen:
Meinrad Maria Grewenig/Otto Letze. Leonardo da Vinci. Speyer, 1995.
C.F. Black. Weltalter der alten Kulturen: Renaissance. München, 1994.
Ladislav Reti. Leonardo. Frankfurt a.M., 1974.
Anton Neumayr. Kunst und Medizin. Wien, 1996.

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Alle Rechte an den Texten hat wahrscheinlich das Historische Museum Schottenstift in Wien. Für jegliche Veröffentlichungen waren die Texte als Pressedokumentation kostenlos im Internet verfügbar.

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