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venedig

Eine Liebeserklärung an eine Stadt - Teil 6

In brauner Nacht

An der Brücke stand
jüngst ich in brauner Nacht,
Fernher kam Gesang:
goldner Tropfen quoll's
über die zitternde Fläche weg.
Gondeln, Lichter, Musik -
trunken schwamm's in die Dämm'rung hinaus...

Meine Seele, ein Saitenspiel,,
sang sich, unsichtbar berührt,
heimlich ein Gondellied dazu,
zitternd vor bunter Seligkeit.
- Hörte jemand ihr zu?...

Friedrich Nietzsche

Und die Schönheit deiner Stadt Venedig

Und die Schönheit deiner Stadt Venedig
hast du mir dargetan
Bis ihre Lieblichkeit mir
in Tränen gerann.
O Gott, welch gütige Tat
haben wir vormals vollbracht
und dann vergessen,
Daß du dieses Wunder geschenkt hast,
O Gott der Wasser?
O Gott dieser Nacht,
welch großes Leid
Überkommt uns,
daß du uns also vergiltst,
Noch eh es hereinbricht?

Ezra Pound

Ich erinnere mich

als ich nicht in Venedig war
bin ich nicht
mit einer Gondel gefahren
ich setzte mich
an den Rand eines Kanals
und warf
einen Stein ins Wasser
eine Gondel glitt vorüber
und zerschnitt
die Kreise
die entstanden waren
als mein Stein
nicht ins Wasser fiel

Anna Jonas

Siehst du die Stadt, wie jetzt sie drunten ruht?

Siehst du die Stadt, wie sie jetzt drunten ruht?
Gehüllt in Duft und goldne Abendglut
Und rosig helles Gelb und helles Grau,
Zu ihren Füßen schwarzer Schatten Blau,
In Schönheit lockend, feuchtverklärter Reinheit?
Allein in diesem Duft, dem ahnungsvollen,
Da wohnt die Häßlichkeit und die Gemeinheit,
Und bei den Tieren wohnen dort die tollen;
Und was die Ferne weise dir verhüllt,
Ist ekelhaft und trüb und schal erfüllt
Von Wesen, die die Schönheit nicht erkennen
Und ihre Welt mit unsern Worten nennen...
Denn unsre Wonnen oder unsre Pein
Hat mit derihren nur das Wort gemein...
Und liegen wir in tiefem Schlafe befangen,
So gleicht der unsre ihrem Schlafe nicht:
Da schlafen Purpurblüten, goldne Schlangen,
Da schläft ein Berg ein Berg, in dem Titanen hämmern -
Sie aber schlafen, wie die Austern dämmern.

Hugo von Hoffmannsthal

Chioggia

Wetterbraune, dichtgedrängte Fassaden,
Marienbilder in verborgenen Nischen,
Wasserspiegel und träge Gondeln dazwischen
Und breite Barken mit braunen Fischern beladen.
Überall aber, auf jeder bröckelnden Mauer,
In allen Gassen, auf Treppen und in Kanälen
Liegt eingeschlummert eine verzweifelte Trauer
Und will von vergangenen Zeiten erzählen.
Leise geh ich und mit verborgenem Schrecken
Über die Fliesen - ängstlich, ich möchte sie wecken.
Wenn sie erwachte! Ich könnte nimmer entrinnen!
Eilend schreit' ich vorbei und suche den hafen,
Suche das Meer und ein reisendes Schiff zu gewinnen.
Hinter mir zögern traurig die Gassen und schlafen.

Hermann Hesse

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Quellen der Bilder: ca. 120 Bilder von mir - Rest von unterschiedlichen Quellen aus dem Internet

Quellen der Texte: Johann Wolfgang von Goethe -Venezianische Epigramme - Verlag der Nation Berlin 1959 - ISBN 3-373-00303-2, Johann Wolfgang von Goethe - Tagebuch der Italienischen Reise 1786 - Insel Taschenbuch 176 - ISBN 3-458-31876-3, Venedig im Gedicht - Insel Taschenbuch 920 - 1986 - ISBN 3-458-32620-0

Du siehst viele Personen auf dem Gemälde, was stellen sie dar ???

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