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venedig

Eine Liebeserklärung an eine Stadt - Teil 2

Rialtobrücke

Das ist Italien, das ich verließ

IV

Das ist Italien, das ich verließ. Noch stäuben die Wege,
Noch ist der Fremde geprellt, stell er sich, wie er auch will.
Deutsche Redlichkeit suchst du in allen Winkeln vergebens:
Leben und Weben ist hier, aqber nicht Ordnung und Zucht;
Jeder sorgt nur für sich, mißtrauet dem andern, ist eitel,
Und die Meister des Staats sorgen nur wieder für sich.
Schön ist das Land; doch ach! Faustinen find ich nicht wieder.
Das ist Italien nicht mehr, das ich mit Schmerzen verließ.

XXIV

Sankt Johannes im Kot heißt jene Kirche, Venedig
Nenn ich mit doppeltem Recht heute Sankt Markus im Kot.

XXV

Hast Du Bajä gesehn, so kennst du das Meer und die Fische.
Hier ist Venedig; du kennst nun auch den Pfuhl und den Frosch.

Johann Wolfgang von Goethe

San Marco
Venedig

In diesem Innern, das wie ausgehöhlt
sich wölbt und wendet in den goldnen Smalten,
rundkantig, glatt, mit Köstlichkeit geölt,
ward dieses Staates Dunkelheit gehalten

und heimlich aufgehäuft, als Gleichgewicht
des Lichtes, das in allen seinen Dingen
sich so vermehrt, daß sie fast vergingen -,
Und plötzlich zweifelst du: vergehn sie nicht?

und drängst zurück die harte Galerie,
die, wie ein Gang im Bergwerk, nah am Glanz
der Wölbung hängt; und du erkennst die heile

Helle des Ausblicks: aber irgendwie
wehmütig messend ihre müde Weile
am nahen Überstehn des Viergespanns.

Rainer Maria Rilke

Eingang zum Dogenpalast

Ostern

Straußens Walzer auf San Marco,
komponiert in jenen Jahren,
da Venetien Wien gehörte.

Fiatflitzer, Pizzaesser
hagre Katzen, Filmkritiker
Lehrerinnen, schwule Briten
Inder, Sari, roter Turban
Nonnen, wegsehend, weil ein Terrier
stämmig einen Pudel stößt.

Dort Höchstselbst der Patriarch,
der bis eben fasten mußte,
stürmt vom Hochamt an die Tafel.

Früh im Dom, der Räuberhöhle
- was dort Kunst ist, ist gestohlen -,
glaubt man an die Auferstehung.
Die Piazza glaubt dem Umsatz,
den Muranos greller Glaskitsch
zweimal wöchentlich erzielt.

Rolf Hochhuth

Teil der Fassade des Dogenpalastes

Venedig

Venedig, einen Winter lebt´ich dort -
Paläste, Brücken, der Lagunen Duft!
Doch hier im harten Licht der Gegenwart
Verdämmert mählich mir die Märchenwelt.
Vielleicht vergaß ich einen Tizian.
Ein Frefel! Jenen doch vergaß ich nicht,
Wo über einem Sturm von Armen sich
Die Jungfrau feurig in den himmel hebt,
So wenig als den andern Tizian -
Doch kein gemalter war´s - die Wirklichkeit:
Am Kai, dem nächt´gen, der Slavonen war´s.
Im Dunkel, stand ich. Fenster schimmerten.
Zwei dürt´ge Frauen kamen hergerannt.
Hart an die Scheibe preßt`das junge Weib
Die bleiche Stirn. Was drinnen sie erblickt,
Das sie erstarren machte, weiß ich nicht.
(Vielleicht den Herzgeliebten, welcher sie
an eines andern Weibes-Brust verriet.)
Ich aber sah den feinsten Mädchenkopf
Vom Tod entfärbt! Ein Antlitz voller Tod!
Die Mutter führte weg die Schwankende...
Die beiden Tiziane blieben mir
Stets gewgenwärtig: löschen sie, so lischt
Die Göttin vor dem armen Menschenkind.

Conrad Ferdinand Meyer

Tizian Maria Himmelfahrt

Bei hellem Südwind

Bei hellem Südwind
und dunklem
Wind aus Nord
wage dich ins Meer,
dann brauchst du nichts zu fürchten.

Venezianisches Sprichwort

Markuskirche bei Nacht

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Quellen der Bilder: ca. 120 Bilder von mir - Rest von unterschiedlichen Quellen aus dem Internet

Quellen der Texte: Johann Wolfgang von Goethe -Venezianische Epigramme - Verlag der Nation Berlin 1959 - ISBN 3-373-00303-2, Johann Wolfgang von Goethe - Tagebuch der Italienischen Reise 1786 - Insel Taschenbuch 176 - ISBN 3-458-31876-3, Venedig im Gedicht - Insel Taschenbuch 920 - 1986 - ISBN 3-458-32620-0

Wer war der dritte Voyeur, der vor der Leinwand saß? Wer war Susanna im Bade?

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