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Ludwig van Beethoven - Fidelio 4

Höre Fidelio, wenn ich auch nicht weiß Rocco

ROCCO
Höre, Fidelio,
wenn ich auch nicht weiß,
woher du bist
so weiß ich doch,
was ich tue, ich, ich mache dich
zu meinem Tochtermann

MARZELLINE
Wirst du es bald tun, lieber Vater?

ROCCO
Sobald der Gouverneur nach
Sevilla gereist ist,
geb ich euch zusammen.
Ihr habt euch doch von Herzen lieb,
nicht wahr?,
Aber das ist noch nicht alles,
was zu einem guten Haushalt gehört;
man braucht auch...
(Er macht die Gebärde des Geldzählens.)

Arie - Man braucht auch Rocco

ROCCO
Hat man nicht auch Gold beineben,
kann man nicht ganz glücklich sein;
traurig schleppt
sich fort das Leben,
mancher Kummer stellt sich ein.
Doch wenn's in den Taschen
klingelt und rollt,
da hält man das Schicksal gefangen,
und Macht und Liebe verschafft
das Gold und stillet das
kühnste Verlangen.
Das Glück dient wie ein
Knecht für Sold,
es ist ein schönes, schönes Ding,
das Gold, ein goldnes,
goldnes Ding, das Gold,
das Gold.
Wenn sich Nichts mit
Nichts verbindet,
ist und bleibt die Summe klein,
wer bei Tisch nur Liebe findet,
wird nach Tische hungrig sein.
Drum lächle der Zufall euch
gnädig und hold und segne
und lenk' euer Streben,
das Liebchen im Arme,
im Beutel das Gold,
so mögt ihr viel Jahre durchleben.
Das Glück dient wie ein Knecht für Sold,
es ist ein mächtig Ding das Gold.

San Francisco Opera

Ihr könnt das leicht sagen Meister Rocco Leonore, Rocco, Marzelline

LEONORE
Ihr könnt das leicht sagen,
Meister Rocco, aber ich,
ich behaupte,
daß die Vereinigung zweier
gleichgestimmten Herzen
die Quelle des wahren
ehelichen Glückes ist.
O dieses Glück muß der
größte Schatz auf Erden sein !
Freilich gibt es noch etwas,
was mir nicht weniger
kostbar sein würde,
aber mit Kummer sehe ich,
daß ich es trotz aller meiner
Bemühungen nicht erhalten werde.

ROCCO
Und was wäre denn das?

LEONORE
Euer Vertrauen. Verzeiht mir
diesen kleinen Vorwurf,
aber oft sehe ich euch aus den
unterirdischen Gewölben
des Schlosses ganz außer
Atem und ermattet zurückkommen,
warum erlaubt Ihr mir nicht,
euch dahin zu begleiten?

ROCCO
Du weißt doch, daß ich
den strengsten Befehl habe,
niemanden,
wer es auch sein mag,
zu den Staatsgefangenen zu lassen.

MARZELLINE
Du arbeitest dich ja zu Tod,
lieber Vater.

LEONORE
Sie hat recht, Meister Rocco.

ROCCO
Ja, ihr habt recht, diese
schwere Arbeit würde mir
doch endlich zu viel werden.
Der Gouverneur ist zwar sehr streng,
er muß mir aber doch erlauben,
dich in die Gouverneur,
geheimen Kerker mit mir zu nehmen.
Indessen gibt es ein Gewölbe,
in das ich dich wohl
nie werde führen dürfen,

MARZELLINE
Vermutlich, wo der Gefangene sitzt,
Von dem du schon einige
gesprochen hast, Vater ?

ROCCO
Du hast's erraten.

LEONORE
Es ist schon lange her,
daß er gefangen ist?

ROCCO
Es ist schon über zwei Jahre.

LEONORE
Zwei Jahre, sagt Ihr?
Er muß ein großer
Verbrecher sein.

ROCCO
Oder er muß große Feinde haben;
das kommt ungefähr auf eins heraus.
Nun, es wird nicht mehr lange dauern
Auf Pizarros Befehl
muß ich seine Portion kleiner machen.
Er bekommt nur noch Brot
und Wasser
kein Licht, kein Stroh,
nichts!

MARZELLINE
Oh lieber Vater,
führe Fidelio ja nicht zu ihm!
Diesen Anblick
könnte er nicht ertragen.

LEONORE
Warum denn nicht?
Ich habe Mut und Kraft.

Terzett - Gut Söhnchen, gut , hab immer Mut Rocco, Leonore, Marzelline

ROCCO
Gut, Söhnchen, gut,
hab immer Mut,
dann wird dir's auch gelingen,
das Herz wird hart durch Gegenwart
bei fürchterlichen Dingen.

LEONORE
Ich habe Mut!
Mit kaltem Blut,
will ich hinab mich wagen;
für hohen Lohn
kann Liebe schon
hohe Leiden tragen.

MARZELLINE
Dein gutes Herz wird manchen
Schmerz in diesen Grüften leiden,
dann kehrt zurück der Liebe Glück
und unnennbare Freuden.

ROCCO
Du wirst dein Glück
ganz sicher bauen,

LEONORE
Ich hab' auf Gott und Recht
Vertrauen,

MARZELLINE
Du darfst mir auch ins Auge
schauen der Liebe Macht
ist auch nicht klein,
ja, ja, wir werden glücklich sein.

LEONORE
Ja, ja, ich kann noch glücklich sein

ROCCO
Ja, ja, ihr werdet glücklich sein
Der Gouverneur,
der Gouverneur soll heut' erlauben,
daß du mit mir die Arbeit teilst.

LEONORE
Du wirst mir alle Ruhe rauben,
wenn du auch nur bis morgen weilst.

MARZELLINE
Ja, guter Vater,
bitt ihn heute,
in kurzem sind wir dann ein Paar.

ROCCO
Ich bin ja bald des Grabes Beute,
ich brauche Hülf,
es ist ja wahr.

LEONORE
Wie lang' bin ich des
Kummers Beute.
Du, Hoffnung,
reichst mir Labung dar.

MARZELLINE
Ach! lieber Vater,
was fällt Euch ein?
Lang' Freund und Rater
müßt Ihr uns sein.

ROCCO
Nur auf der Hut, dann geht
es gut, gestillt,
gestillt wird euer Sehnen;

MARZELLINE
O habe Mut, o welche Glut,
o welch' ein tiefes Sehnen!

LEONORE
Ihr seid so gut ihr macht mir Mut,
gestillt wird bald mein Sehnen.

ROCCO
Gebt euch die Hand
eund schließt das Band
in süßen Freudentränen.

Marsch

(Während des zuvor begonnenen Marsches wird das Haupttor durch Schildwachen von außen geöffnet. Offiziere ziehen mit einem Detachement ein, dann kommt Pizarro, das Tor wird geschlossen.)

Depeschen Pizarro, Rocco

PIZARRO
Depeschen?

ROCCO
Hier sind sie.


PIZARRO
Nur Empfehlungen, Vorwürfe.
Doch ich kenne diese
Schrift.
"Ich gebe ihnen Nachricht,
daß der Minister
in Erfahrung gebracht hat,
daß die Staatsgefängnisse,
denen Sie vorstehen,
mehrere Opfer willkürlicher
Gew...
Er ist abgereist,
um Sie mit einer Untersuchung
zu überraschen.
Gott, wenn er entdeckte,
daß ich diesen Florestan
hier habe,
Doch, eine kühne Tat...

Arie mit Chor - Ha, welch ein Augenblick Pizarro / Chor

Oper Hersfeld

PIZARRO und CHOR
Ha!
Welch ein Augenblick!
Die Rache werd' ich kühlen!
dich rufet dein Geschick!
In seinem Herzen wühlen, o Wonne,
großes Glück!
Schon war ich, schon war ich nah',
im Staube,
dem lauten Spott zum Raube,
dahin, dahin, ja,
dahin gestreckt zu sein!
Nun ist es mir geworden,
den Mörder selbst zu morden!
Ha!
Welch ein Augenblick!
In seiner letzten Stunde,
den Stahl in seiner Wunde,
ihm noch ins Ohr zu schrei'n.
Triumph!
der Sieg, ist mein!

SOLDATEN
(halblaut unter sich)

Er spricht von Tod und Wunde,
nun fort auf unsre Runde,
wie wichtig muß es sein!

PIZARRO und CHOR
Ha!
Welch ein Augenblick!
Die Rache werd' ich kühlen!
Ha! Nun ist es mir geworden,
den Mörder selbst zu morden!

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Quellen: http://www.forumopera.com/ - http://www.metopera.org/l - http://www.omm.de/veranstaltungen/ - http://www.dallasopera.org/ - http://www.musicalpointers.co.uk/ - http://www.effacta.nl/ - http://perso.wanadoo.fr/operavivi/galerie/pages/ - http://www.clevelandopera.org/ - http://www.markbeesley.com/photos.asp - http://www.oper-hersfeld.de/ - http://www.geocities.com/jrpsong/fidelio.html - http://www.filmkultura.hu/ - http://www.historicopera.com/ - http://haydnphil.org/ - http://www.baltimoreopera.com/ - http://www.clevelandopera.org/l - http://www.varsity.cam.ac.uk/ - http://www.francescazambello.com/ - http://www.culturevulture.net/ - http://www.seattleopera.org/ - http://faculty.washington.edu/ - http://negrin.com/ - http://www.forumopera.com/- http://members.aol.com/sjjsoprano/ - http://www.library.ucsb.edu/- http://www.gopera.com/ - http://www.klassik-in-berlin.de/ - http://www.lvbeethoven.com/ -

Wie sieht Gott eigentlich aus und wer sagt, daß er ein "er" ist ???

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