Galerie – A – B – C – D – E – F – G – H – I – J – K – L – M – N – O – P – Q – R – S – T – U – V – W – X – Y – Z
William Shakespeare – 154 Sonette
Sonett VII
Sieh’, wenn das Licht im Osten hebt so mild
Sein Flammenhaupt, gern niedre Augen weihn
Verehrung seinem neuen Zauberbild,
Mit Blicken dienend seinem heil’gen Schein.
Und wenn’s erstiegen hat des Himmels Höh’n,
Dem Jüngling gleich von kühner Heldenart,
Verehren doch noch Augen es als schön,
Nachstaunend seiner goldnen Pilgerfahrt.
Doch wenn sein Wagen müde niederfährt,
Und flieht, dem schwachen Alter gleich, der Tag,
Sind früher fromme Augen abgekehrt: –
Das Ziel des Laufes Niemand schauen mag.
So du, dich selber überschreitend schon,
Stirbst unbeachtet, bleibt dir nicht ein Sohn.
Hinweis: Inhalte dieser Website können künstlerisch bearbeitet, montiert oder ganz bzw. teilweise KI-unterstützt erstellt sein. Auswahl, Bearbeitung und Veröffentlichung erfolgen durch Susanne Albers.