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Starke und unregelmäßige Verben, daran hätte Marc Twain seine helle Freude ...:-))) ....

Marc Twain - Die schreckliche deutsche Sprache html 134kB

Die Schrecken Der Deutschen Sprache
Address to the Vienna Press Club, November, 21, 1897, as delivered in German.

Es hat mich tief gerührt, meine Herren, hier so gastfreundlich empfangen zu werden, von Kollegen aus meinem eigenen Berufe, in diesem von meiner eigenen Heimath so weit entferntem Lande. Mein Herz ist voller Dankbarkeit, aber meine Armuth an deutschen Worten zwingt mich zu groszer Sparzamkeit des Ausdruckes. Entschuldigen Sie, meine Herren, dasz ich verlese, was ich Ihnen sagen will. (Er las aber nicht, Anm. d. Ref.) Die deutsche Sprache spreche ich nicht gut, doch haben mehrere Sächverständige mich versichert, dasz ich sie schreibe wie ein Engel. Mag sein -- ich weisz nicht. Habe bis jetzt keine Bekanntschaften mit Engeln gehabt. Das kommt später -- wenn's dem lieben Gott gefällt -- es hat keine Eile.

Seit lange, meine Herren, habe ich die leidenschaftliche Sehnsucht gehegt, eine Rede auf Deutsch zu halten, aber man hat mir's nie erlauben wollen. Leute, die kein Gefühl für die Kunst hatten, legten mir immer Hindernisse in den Weg und vereitelten meinen Wunsch -- zuweilen durch Vorwände, häufig durch Gewalt. Immer sagten diese Leute zu mir: "Schweigen Sie, Ew. Hochwohlgeboren! Ruhe, um Gotteswillen! Suche eine andere Art und Weise, Dich lästig zu machen."

Im jetzigen Fall, wie gewöhnlich, ist es mir schwierig geworden, mir die Erlaubnisz zu verschaffen. Das Comite bedauerte sehr, aber es konnte mir die Erlaubnisz nicht bewilligen wegen eines Gesetzes, das von der Concordia verlangt, sie soll die deutsche Sprache schützen. Du liebe Zeit! Wieso hätte man mir das sagen können -- mögen -- dürfen -- sollen? Ich bin ja der treueste Freund der deutschen Sprache -- und nicht nur jetzt, sondern von lange her -- ja vor zwanzig Jahren schon. Und nie habe ich das Verlangen gehabt, der edlen Sprache zu schaden, im Gegentheil, nur gewünscht, sie zu verbessern; ich wollte sie blos reformiren. Es ist der Traum meines Lebens gewesen. Ich habe schon Besuche bei den verschiedenen deutschen Regierungen abgestattet und um Kontrakte gebeten. Ich bin jetzt nach Oesterreich in demselben Auftrag gekommen. Ich wurde nur einige Aenderungen anstreben. Ich wurde blos die Sprachmethode -- die uppige, weitschweifige Konstruktion -- zusammenrucken; die ewige Parenthese unterdrücken, abschaffen, vernichten; die Einfuhrung von mehr als dreizehn Subjekten in einen Satz verbieten; das Zeitwort so weit nach vorne rücken, bis man es ohne Fernrohr entdecken kann. Mit einem Wort, meine Herren, ich möchte Ihre geliebte Sprache vereinfachen, auf dasz, meine Herren, wenn Sie sie zum Gebet brauchen, man sie dort oben versteht.

Ich flehe Sie an, von mir sich berathen zu lassen, führen Sie diese erwähnten Reformen aus. Dann werden Sie eine prachtvolle Sprache besitzen und nachher, wenn Sie Etwas sagen wollen, werden Sie wenigstens selber verstehen, was Sie gesagt haben. Aber öfters heutzutage, wenn Sie einen meilen-langen Satz von sich gegeben und Sie sich etwas angelehnt haben, um auszuruhen, dann müssen Sie eine rührende Neugierde empfinden, selbst herauszubringen, was Sie eigentlich gesprochen haben. Vor mehreren Tagen hat der Korrespondent einer hiesigen Zeitung einen Satz zustande gebracht welcher hundertundzwölf Worte enthielt und darin waren sieben Parenthese eingeschachtelt und es wurde Das Subjekt siebenmal gewechselt. Denken Sie nur, meine Herren, im Laufe der Reise eines einzigen Satzes musz das arme, verfolgte, ermüdete Subjekt siebenmal umsteigen.

Nun, wenn wir die erwähnten Reformen ausfuhren, wird's nicht mehre so arg sein. Doch noch eins. Ich möchte gern das trennbare Zeitwort auch ein Bischen reformiren. Ich möchte Niemand thun lassen, was Schiller gethan: Der hat die ganze Geschichte des dreizigjährigen Krieges zwischen die zwei Glieder eines trennbaren Zeitwortes eingezwangt. Das hat sogar Deutschland selbst empört; und man hat Schiller die Erlaubnisz verweigert, die Geschichte des hundert Jahrigen Krieges zu verfassen -- Gott sei's gedankt. Nachdem alle diese Reformen festgestellt sein werden, wird die deutsche Sprache die edelste und die schönste auf der Welt sein.

Da Ihnen jetzt, meine Herren, der Charackter meiner Mission bekannt ist, bitte ich Sie, so freundlich zu sein und mir Ihre werthvolle Hilfe zu schenken. Herr Pötzl hat das Publikum glauben machen wollen, dasz ich nach Wien gekommen bin, um die Brücken zu verstopfen und den Verkehr zu hindern, während ich Beobachtungen sammle und aufzeichne. Lassen Sie sich aber nicht von ihm anfuhren. Meine häufige Anwesenheit auf den Brucken hat einen ganz unschuldigen Grund. Dort giebt's den nöthigen Raum. Dort kann man einen edlen, langen, deutschen Satz ausdehnen, die Brückengeländer entlang, und seinen ganzen Inhalt mit einem Blick übersehen. Auf das eine Ende des Geländers klebe ich das erste Glied eines trennbaren Zeitwortes und das Schluszglied klebe ich an's andere Ende -- dann breite ich den Leib des Satzes dazwischen aus. Gewöhnlich sind für meinen Zweck die Brücken der Stadt lang genug: wenn ich aber Pötzl's Schriften studiren will, fahre ich hinaus und benutze die herrliche unendliche Reichsbrücke. Aber das ist eine Verleumdung. Pötzl schreibt das schönste Deutsch. Vielleicht nicht so biegsam wie das meinige, aber in manchen Kleinigkeiten viel besser. Entschuldigen Sie diese Schmeicheleien. Die sind wohl verdient. Nun bringe ich meine Rede um -- nein -- ich wollte sagen, ich bringe sie zum Schlusz. Ich bin ein Fremder -- aber hier, unter Ihnen, habe ich es ganz vergessen. Und so, wieder, und noch wieder -- biete ich Ihnen meinen herzlichsten Dank!

Die schreckliche deutsche Sprache
Ein bisschen Bildung macht alle Welt verwandt.

Sprüche 32,7

Ich ging oft ins Heidelberger Schloss, um mir das Raritätenkabinett anzusehen, und eines Tages überraschte ich den Leiter mit meinem Deutsch, und zwar redete ich ausschließlich in dieser Sprache. Er zeigte großes Interesse; und nachdem ich eine Weile geredet hatte, sagte er, mein Deutsch sei sehr selten, möglicherweise ein "Unikat"; er wolle es in sein Museum aufnehmen.

Wenn er gewusst hätte, was es mich gekostet hat, meine Kunst zu erwerben, so hätte er auch gewusst, dass es jeden Sammler ruinieren würde, sie zu kaufen. Harris und ich arbeiteten zu dieser Zeit bereits seit mehreren Wochen hart an unserem Deutsch, und wir hatten zwar gute Fortschritte gemacht, aber doch nur unter großen Schwierigkeiten und allerhand Verdruss, denn drei unserer Lehrer waren in der Zwischenzeit gestorben. Wer nie Deutsch gelernt hat, macht sich keinen Begriff, wie verwirrend diese Sprache ist.

Es gibt ganz gewiss keine andere Sprache, die so unordentlich und systemlos daherkommt und dermaßen jedem Zugriff entschlüpft. Aufs Hilfloseste wird man in ihr hin und her geschwemmt, und wenn man glaubt, man habe endlich eine Regel zu fassen bekommen, die im tosenden Aufruhr der zehn Wortarten festen Boden zum Verschnaufen verspricht, blättert man um und liest: "Der Lernende merke sich die folgenden Ausnahmen." Man überfliegt die Liste und stellt fest, dass es mehr Ausnahmen als Beispiele für diese Regel gibt. Also springt man abermals über Bord, um nach einem neuen Ararat zu suchen, und was man findet, ist neuer Treibsand. Dies war und ist auch jetzt noch meine Erfahrung. Jedes Mal, wenn ich glaube, ich hätte einen dieser vier verwirrenden Fälle endlich da, wo ich ihn beherrsche, schleicht sich, mit furchtbarer und unvermuteter Macht ausgestattet, eine scheinbar unbedeutende Präposition in meinen Satz und zieht mir den Boden unter den Füßen weg. Zum Beispiel fragt mein Buch nach einem gewissen Vogel (es fragt immerzu nach Dingen, die für niemanden irgendwelche Bedeutung haben): "Wo ist der Vogel?" Die Antwort auf diese Frage lautet - gemäß dem Buch -, dass der Vogel in der Schmiede wartet, wegen des Regens. Natürlich würde kein Vogel so etwas tun, aber ich muss mich an das Buch halten. Schön und gut, ich mache mich also daran, das Deutsch für diese Antwort zusammenzuklauben. Ich fange am falschen Ende an, das muss so sein, denn das ist die deutsche Idee. Ich sage mir: "‚Regen' (rain) ist Maskulinum - oder vielleicht Femininum - oder auch Neutrum - es ist zu mühsam, das jetzt nachzuschlagen. Es heißt also entweder der (the) Regen oder die (the) Regen oder das (the) Regen - je nachdem, welches Geschlecht das Wort hat, wenn ich nachsehe. Im Interesse der Wissenschaft will ich einmal von der Hypothese ausgehen, es sei Maskulinum. Gut - der Regen ist der Regen, wenn er im Ruhezustand, ohne Ergänzung oder weitere Erörterung, lediglich erwähnt wird - Nominativ; aber falls der Regen herumliegt, etwa so ganz allgemein auf dem Boden, dann ist er örtlich fixiert, er tut etwas, nämlich er liegt (was nach den Vorstellungen der deutschen Grammatik eine Tätigkeit ist), und das wirft den Regen in den Dativ und macht aus ihm dem Regen. Dieser Regen jedoch liegt nicht, sondern er tut etwas Aktives - er fällt (wahrscheinlich um den Vogel zu ärgern), und das deutet auf Bewegung hin, die wiederum bewirkt, dass er in den Akkusativ rutscht und sich aus dem Regen in den Regen verwandelt." Damit ist das grammatikalische Horoskop für diesen Fall abgeschlossen, und ich gebe zuversichtlich Antwort und erkläre auf Deutsch, dass der Vogel sich "wegen den Regen" in der Schmiede aufhält. Sofort fällt mir der Lehrer sanft in den Rücken mit der Bemerkung, dass das Wort "wegen", wenn es in einen Satz einbricht, den betroffenen Gegenstand immer und ohne Rücksicht auf die Folgen in den Genitiv befördere - und dass dieser Vogel daher "wegen des Regens" in der Schmiede gewartet habe.

N. B. Von höherer Stelle erfuhr ich später, dass es hier eine "Ausnahme" gebe, die es einem erlaube, in gewissen eigentümlichen und komplizierten Umständen "wegen den Regen" zu sagen; aber diese Ausnahme gelte wirklich für nichts anderes als für den Regen.

Es gibt zehn Wortarten, und alle zehn machen Ärger. Ein durchschnittlicher Satz in einer deutschen Zeitung ist eine erhabene, eindrucksvolle Kuriosität; er nimmt ein Viertel einer Spalte ein; er enthält sämtliche zehn Wortarten - nicht in ordentlicher Reihenfolge, sondern durcheinander; er besteht hauptsächlich aus zusammengesetzten Wörtern, die der Verfasser an Ort und Stelle gebildet hat, sodass sie in keinem Wörterbuch zu finden sind - sechs oder sieben Wörter zu einem zusammengepackt, und zwar ohne Gelenk und Naht, das heißt: ohne Bindestriche; er behandelt vierzehn oder fünfzehn verschiedene Themen, von denen jedes in seine eigene Parenthese eingeschlossen ist, und jeweils drei oder vier dieser Parenthesen werden hier und dort durch eine zusätzliche Parenthese abermals eingeschlossen, sodass Pferche innerhalb von Pferchen entstehen; schließlich werden alle diese Parenthesen und Überparenthesen in einer Hauptparenthese zusammengefasst, die in der ersten Zeile des majestätischen Satzes anfängt und in der Mitte seiner letzten Zeile aufhört - und danach kommt das Verb, und man erfährt zum ersten Mal, wovon die ganze Zeit die Rede war; und nach dem Verb hängt der Verfasser noch "haben sind gewesen gehabt haben geworden sein" oder etwas dergleichen an - rein zur Verzierung, soweit ich das ergründen konnte -, und das Monument ist fertig. Ich nehme an, dieses abschließende Hurra ist so etwas wie der Schnörkel an einer Unterschrift - nicht notwendig, aber hübsch. Deutsche Bücher sind recht einfach zu lesen, wenn man sie vor einen Spiegel hält oder sich auf den Kopf stellt, um die Konstruktion herumzudrehen, aber eine deutsche Zeitung zu lesen und zu verstehen wird für den Ausländer wohl immer eine Unmöglichkeit bleiben.

Doch selbst deutsche Bücher sind nicht völlig frei von Anfällen der Parenthesekrankheit, wenn sie hier auch gewöhnlich so milde verläuft, dass sie nur ein paar Zeilen in Mitleidenschaft zieht. Man kann daher dem Verb, wenn man es endlich erreicht, einige Bedeutung abgewinnen, erinnert man sich doch noch an ein gut Teil des Voraufgehenden. Nun, hier ist ein Satz aus einem beliebten, vortrefflichen deutschen Roman - mit einer kleinen Parenthese darin. Ich werde eine absolut wörtliche Übersetzung anfertigen und zur Leseerleichterung Parentheseklammern und einige Bindestriche einstreuen - im Original gibt es weder Parentheseklammern noch Bindestriche, und es bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als sich zum weit entfernten Verb durchzuschlagen, so gut er kann:

"But when he, upon the street, the (in-satin-and-silk-covered-now-very-unconstrained-after-the-newest-fashion-dressed) government counselor's wife met" usw. usw.1

Dieser Satz stammt aus dem "Geheimnis der alten Mamsell" von Frau Marlitt und ist nach dem anerkanntesten deutschen Modell konstruiert. Man beachte, wie weit das Verb von der Ausgangsbasis des Lesers entfernt liegt; nun, in deutschen Zeitungen bringt man das Verb erst auf der nächsten Seite, und ich habe gehört, dass die Leute manchmal, nachdem sie sich ein, zwei Spalten lang in aufregenden Präliminarien und Parenthesen ergangen haben, in Eile geraten und schließlich drucken müssen, ohne überhaupt bis zum Verb vorgestoßen zu sein, was natürlich dazu führt, dass der Leser in einem Zustand größter Erschöpfung und Unkenntnis zurückgelassen wird.

Auch in unserer Literatur gibt es die Parenthesekrankheit, und man kann tagtäglich in unseren Büchern und Zeitungen Fälle davon entdecken, aber bei uns verraten sie einen ungeübten Schreiber oder einen unklaren Geist, während sie bei den Deutschen zweifellos das Zeichen für eine geübte Feder und das Vorhandensein jenes lichten geistigen Nebels sind, der bei diesem Volk als Klarheit gilt. Denn es ist ganz gewiss keine Klarheit - es kann einfach nicht Klarheit sein. Selbst eine Jury von Geschworenen wäre scharfsinnig genug, um das zu erkennen. Die Gedanken eines Autors müssen schon mächtig verwirrt und in Unordnung sein, wenn er sich zu der Feststellung anschickt, dass ein Mann der Frau eines Regierungsrates auf der Straße begegnet, und dann inmitten dieses so schlichten Unterfangens die beiden näher kommenden Leute anhält und stillstehen lässt, bis er ein Verzeichnis von der Kleidung der Frau angefertigt hat. Das ist eindeutig absurd. Es erinnert einen an jene Zahnärzte, die sich unser augenblickliches und atemverschlagendes Interesse für einen Zahn sichern, indem sie ihn mit der Zange packen und dann dastehen und lang und breit einen lahmen Witz erzählen, bevor sie zu dem gefürchteten plötzlichen Ruck übergehen. In der Literatur und in der Zahnheilkunde sind Parenthesen schlechter Geschmack.

Die Deutschen kennen noch eine weitere Form der Parenthese, die sie herstellen, indem sie ein Verb spalten und die eine Hälfte an den Anfang eines spannenden Kapitels setzen und die andere Hälfte an den Schluss. Kann man sich etwas Verwirrenderes vorstellen? Diese Dinger heißen "trennbare Verben". Die deutsche Grammatik ist geradezu übersät mit trennbaren Verben, und je weiter die beiden Teile auseinander gerissen werden, desto zufriedener ist der Urheber des Verbrechens mit seiner Leistung. Eines der beliebtesten Exemplare ist reiste ab - was "departed" bedeutet. Hier ist ein Beispiel, das ich in einem Roman aufgelesen und ins Englische übertragen habe:

"The trunks being now ready, he de- after kissing his mother and sisters, and once more pressing to his bosom his adored Gretchen, who, dressed in simple white muslin, with a single tuberose in the ample folds of her rich brown hair, had tottered feebly down the stairs, still pale from the terror and excitement of the past evening, but longing to lay her poor aching head yet once again upon the breast of him whom she loved more dearly than life itself, parted."2

Es ist jedoch nicht ratsam, zu lange bei den trennbaren Verben zu verweilen. Man verliert bald unweigerlich die Beherrschung, und wenn man bei dem Thema bleibt und sich nicht warnen lässt, weicht schließlich das Gehirn davon auf oder versteinert.

Personalpronomen und Adjektive sind eine ewige Plage in dieser Sprache, und man hätte sie besser weggelassen. Das Wort "sie" zum Beispiel bedeutet sowohl "you" als auch "she" als auch "her" als auch "it" als auch "they" als auch "them". Man stelle sich die bittere Armut einer Sprache vor, in der ein einziges Wort die Arbeit von sechs tun muss - noch dazu ein so armes, kleines, schwaches Ding von nur drei Buchstaben. Vor allem aber stelle man sich die Verzweiflung vor, nie zu wissen, welche dieser Bedeutungen der Sprecher gerade meint. Das erklärt auch, warum ich im Allgemeinen jeden, der "sie" zu mir sagt, umzubringen versuche, sofern ich ihn nicht kenne.

Nun zum Adjektiv. Hier haben wir einen Fall, in dem Einfachheit ein Vorzug gewesen wäre, und nur aus diesem und aus keinem anderen Grund hat der Erfinder das Adjektiv so kompliziert gestaltet, wie es eben ging. Wenn wir in unserer eigenen aufgeklärten Sprache von unserem "good friend" oder unseren "good friends" sprechen wollen, bleiben wir bei der einen Form, und es gibt deswegen keinen Ärger und kein böses Blut. Im Deutschen jedoch ist das anders. Wenn einem Deutschen ein Adjektiv in die Finger fällt, dekliniert und dekliniert und dekliniert er es, bis aller gesunde Menschenverstand herausdekliniert ist. Es ist so schlimm wie im Lateinischen. Er sagt zum Beispiel:

Singular

Nominativ: Mein guter Freund (my good friend)

Genitiv: Meines guten Freundes (of my good friend)

Dativ: Meinem guten Freunde (to my good friend)

Akkusativ: Meinen guten Freund (my good friend)

Plural

N.: Meine guten Freunde (my good friends)

G.: Meiner guten Freunde (of my good friends)

D.: Meinen guten Freunden (to my good friends)

A.: Meine guten Freunde (my good friends)

Nun darf der Kandidat fürs Irrenhaus versuchen, diese Variationen auswendig zu lernen - man wird ihn im Nu wählen. Vielleicht sollte man in Deutschland lieber auf Freunde verzichten, als sich all diese Mühe mit ihnen zu machen. Ich habe gezeigt, wie lästig es ist, einen guten (männlichen) Freund zu deklinieren; das ist aber erst ein Drittel der Arbeit, denn man muss eine Vielzahl neuer Verdrehungen des Adjektivs dazulernen, wenn der Gegenstand der Bemühungen weiblich ist, und noch weitere, wenn er sächlich ist. Nun gibt es aber in dieser Sprache mehr Adjektive als schwarze Katzen in der Schweiz, und sie müssen alle ebenso kunstvoll gebeugt werden wie das oben angeführte Beispiel. Schwierig? Mühsam? Diese Worte können es nicht beschreiben. Ich habe einen Studenten aus Kalifornien in Heidelberg in einem seiner ruhigsten Augenblicke sagen hören, lieber beuge er hundertmal beide Knie als auch nur einmal ein einziges Adjektiv, und es handelte sich nicht etwa um einen Turner.

Der Erfinder dieser Sprache scheint sich einen Spaß daraus gemacht zu haben, sie auf jede Art, die ihm nur in den Sinn kam, zu komplizieren. Wenn man zum Beispiel ein Haus oder ein Pferd oder einen Hund beiläufig erwähnt, schreibt man diese Wörter wie angegeben; aber wenn man sich auf sie im Dativ bezieht, hängt man ein närrisches und unnötiges e an und schreibt sie "Hause", "Pferde", "Hunde". Da nun ein e oft den Plural bezeichnet (wie bei uns das s), kann es dem Anfänger leicht passieren, dass er zwei Monate lang aus einem Dativhund Zwillinge macht, bevor er seinen Irrtum entdeckt; und auf der anderen Seite hat manch ein Anfänger, der sich solche Einbuße nur schlecht leisten konnte, zwei Hunde erworben und bezahlt und nur einen von ihnen erhalten, da er diesen Hund unwissentlich im Dativ Singular kaufte, während er im Plural zu sprechen glaubte - wobei das Recht gemäß den strengen Gesetzen der Grammatik natürlich auf Seiten des Verkäufers war und das verlorene Geld daher nicht eingeklagt werden konnte.

Im Deutschen beginnen alle Substantive mit einem großen Buchstaben. Das ist nun wahrhaftig mal eine gute Idee, und eine gute Idee fällt in dieser Sprache durch ihr Alleinstehen notwendigerweise auf. Ich halte diese Großschreibung der Substantive darum für eine gute Idee, weil man ihr zufolge ein Substantiv fast immer erkennen kann, sobald man es sieht. Hin und wieder irrt man sich allerdings und nimmt den Namen einer Person fälschlich für den einer Sache und verschwendet viel Zeit darauf, einen Sinn aus dem Ganzen herauszulesen. Deutsche Namen bedeuten fast immer etwas, und das fördert die Täuschung des Lernbeflissenen. Ich übersetzte eines Tages einen Satz, in dem es hieß, die wütende Tigerin habe sich losgerissen und "den unglückseligen Tannenwald gänzlich aufgefressen". Schon rüstete ich mich, dies zu bezweifeln, da fand ich heraus, dass Tannenwald in diesem Falle der Name eines Mannes war.

Jedes Substantiv hat sein grammatisches Geschlecht, und die Verteilung ist ohne Sinn und Methode. Man muss daher bei jedem Substantiv das Geschlecht eigens mitlernen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Um das fertig zu bringen, braucht man ein Gedächtnis wie ein Terminkalender. Im Deutschen hat ein Fräulein kein Geschlecht, eine Rübe dagegen schon. Welch eine übermäßige Hochachtung vor der Rübe und welch eine kaltherzige Missachtung des Mädchens verrät sich hier! Sehen Sie einmal, wie es sich gedruckt ausnimmt - ich übersetze im Folgenden ein Gespräch aus einem der besten deutschen Sonntagsschulbücher:

Gretchen: "Wilhelm, where is the turnip?"

Wilhelm: "She has gone to the kitchen."

Gretchen: "Where is the accomplished and beautiful English maiden?"

Wilhelm: "It has gone to the opera."3

Um mit den deutschen Geschlechtern fortzufahren: Ein Baum ist männlich, seine Knospen sind weiblich, seine Blätter sächlich; Pferde sind geschlechtslos, Hunde sind männlich, Katzen weiblich - Kater natürlich inbegriffen; Mund, Hals, Busen, Ellenbogen, Finger, Nägel, Füße und Rumpf eines Menschen sind männlichen Geschlechts; was auf dem Hals sitzt, ist entweder männlich oder sächlich, aber das richtet sich nach dem Wort, das man dafür benutzt, und nicht etwa nach dem Geschlecht des tragenden Individuums, denn in Deutschland haben alle Frauen entweder einen männlichen "Kopf" oder ein geschlechtsloses "Haupt". Nase, Lippen, Schultern, Brust, Hände, Hüften und Zehen eines Menschen sind weiblich, und sein Haar, seine Ohren, Augen, Beine, Knie, sein Kinn, sein Herz und sein Gewissen haben gar kein Geschlecht. Was der Erfinder der Sprache vom Gewissen wusste, wird er wohl vom Hörensagen gewusst haben.

Aus obiger Sektion wird der Leser ersehen, dass in Deutschland ein Mann zwar glauben mag, er sei ein Mann, aber sobald er sich die Sache genauer ansieht, müssen ihm Zweifel kommen: Er findet heraus, dass er in Wahrheit eine höchst lachhafte Mischung darstellt. Und wenn er sich dann mit dem Gedanken trösten möchte, dass doch immerhin ein verlässliches Drittel dieses Durcheinanders männlichen Geschlechts sei, wird der demütigende zweite Gedanke ihn sofort daran erinnern, dass er sich da um nichts besser steht als irgendeine Frau oder Kuh im Lande.

Eine Frau ist zwar im Deutschen infolge eines Versehens des Erfinders der Sprache weiblich; ein Weib jedoch ist es zu seinem Pech nicht. Ein Weib hat hier kein Geschlecht, es ist ein Neutrum; laut Grammatik ist also ein Fisch "er", seine Schuppen "sie", ein Fischweib aber keins von beiden. Ein Weib geschlechtslos zu nennen darf wohl als eine hinter dem Sachverhalt zurückbleibende Beschreibung gelten. Schlimm genug - aber übergroße Genauigkeit ist sicherlich noch schlimmer. Ein Deutscher nennt einen Bewohner Englands einen "Engländer". Zur Änderung des Geschlechts fügt er ein "-in" an und bezeichnet die weibliche Einwohnerin desselben Landes als "Engländerin". Damit scheint sie ausreichend beschrieben, aber für einen Deutschen ist das noch nicht exakt genug, also stellt er dem Wort den Artikel voran, der anzeigt, dass das nun folgende Geschöpf weiblich ist, und schreibt: "die Engländerin" (was soviel heißt wie "the she-Englishwoman"). Meiner Ansicht nach ist diese Person überbezeichnet.

Schön. Aber auch wenn der Lernbegierige das Geschlecht einer großen Anzahl von Substantiven auswendig gelernt hat, hören die Schwierigkeiten noch nicht auf. Er kann nämlich seine Zunge einfach nicht dazu bringen, die Dinge, die er gewohnheitsmäßig mit "it" bezeichnet, nun auf einmal "he" und "she" bzw. "him" und "her" zu nennen. Mag er sich auch im Geiste den deutschen Satz mit allen "hims" und "hers" an der richtigen Stelle zurechtgelegt haben und sich unter Aufbietung all seines Mutes anschicken, ihn auszusprechen - in dem Augenblick, in dem er den Mund aufmacht, bricht seine Zunge aus der Bahn aus, und die sorgfältig erarbeiteten männlichen und weiblichen Formen kommen als lauter "its" ans Licht. Und selbst wenn er für sich deutsch liest, nennt er diese Dinge immer "it", obwohl er doch eigentlich folgendermaßen lesen müsste: [Es folgt der Text "Tale of the Fishwife and its sad Fate"; dafür in der deutschen Übersetzung eingefügt: Sehen Sie den Tisch, es ist grün.]

Wohl in allen Sprachen sind Ähnlichkeiten in Aussehen und Klang zwischen Wörtern, bei denen keine Ähnlichkeit der Bedeutung besteht, eine ewige Quelle der Verwirrung für den Ausländer. Das ist in unserer eigenen Sprache so und ganz besonders auch im Deutschen. Da hätten wir zum Beispiel das lästige Wort "vermählt". Für mich hat es eine so große - wirkliche oder nur eingebildete - Ähnlichkeit mit drei oder vier anderen Wörtern, dass ich nie weiß, ob es tatsächlich "verheiratet" bedeutet (wie mir das Wörterbuch beim Nachschlagen immer wieder versichert) oder ob ich es nicht doch wieder einmal mit "verschmäht", "gemalt" oder "verdächtigt" verwechselt habe. Solche Wörter gibt es haufenweise, und sie sind eine echte Plage. Damit die Schwierigkeiten noch größer werden, gibt es außerdem Wörter, die einander zu ähneln scheinen, sich jedoch in Wirklichkeit ganz und gar nicht ähneln; aber sie machen nicht weniger Ärger, als wenn sie es wirklich täten. Da haben wir zum Beispiel das Wort "vermieten" und das Wort "verheiraten". Ich habe von einem Engländer gehört, der in Heidelberg bei einem Mann anklopfte und in dem besten Deutsch, das ihm zur Verfügung stand, fragte, ob er ihm sein Haus verheiraten könne. Dann gibt es da gewisse Wörter, die eins bedeuten, wenn man sie auf der ersten Silbe betont, aber etwas ganz anderes, wenn man den Ton auf die zweite oder letzte Silbe verschiebt. So kann man zum Beispiel mit einem Menschen umgehen oder aber ihn umgehen - je nachdem, wie man das Wort betont; und man darf sich darauf verlassen, dass man die Betonung in der Regel auf die falsche Silbe legt und Ärger bekommt.

Das Deutsche besitzt einige überaus nützliche Wörter. "Schlag", zum Beispiel, und "Zug". Im Wörterbuch ist eine Dreiviertelspalte mit "Schlag" gefüllt und eineinhalb Spalten mit "Zug". Das Wort "Schlag" kann Hieb, Stoß, Streich, Rasse, Haus (z. B. für Tauben), Lichtung, Feld, Enttäuschung, Portion, rasche Folge (wenn es zu "Schlag auf Schlag" gedoppelt wird), sodann einen Anfall, eine unangenehme Wirkung des Schicksals, eine ebensolche des elektrischen Stroms und wahrscheinlich noch einiges mehr bedeuten. Alles das ist seine einfache und genaue, das heißt also: seine beschränkte, seine gefesselte Bedeutung; aber es gibt außerdem noch Möglichkeiten, es freizulassen, so dass es davonschweben kann wie auf den Schwingen des Morgens und nie wieder zur Ruhe kommt. Man kann ihm jedes beliebige Wort hinten anhängen und ihm so jede nur gewünschte Bedeutung geben. Man kann bei der "Schlagader" anfangen und dann Wort um Wort das ganze Wörterbuch anhängen, bis hin zu "Schlagwasser", einem anderen Wort für Bilgewasser, und "Schlagmutter", womit die Schwiegermutter gemeint ist.

Nicht anders steht es mit "Zug". Genau genommen bedeutet "Zug" eine Fortbewegungsform, Kennzeichen, Merkmal, Charaktereigenschaft, Teil des Gesichtsausdrucks, Neigung, Hang, Marsch, Prozession, Wagenreihe, Schublade, Luftströmung, Gespann, Richtung, Schwarm, Register (an der Orgel), Schluck, einen Vorgang beim Schachspiel und beim Atmen - aber was es nicht bedeutet, nachdem all seine rechtmäßigen Anhänglinge angehängt worden sind, hat man bisher noch nicht herausgefunden.

Der Nutzen von "Schlag" und "Zug" ist einfach nicht zu überschätzen. Mit weiter nichts als diesen beiden Wörtern und dem Wort "also" bewaffnet, bringt der Ausländer auf deutschem Boden fast alles zuwege. Das deutsche Wort "also" entspricht der englischen Wendung "you know" und bedeutet überhaupt nichts - jedenfalls nicht beim Reden, wenn auch manchmal in einem gedruckten Zusammenhang. Sooft ein Deutscher den Mund aufmacht, fällt ein "also" heraus, und sooft er ihn zuklappt, zerbeißt er eins, das gerade entwischen wollte.

Mit diesen drei edlen Wörtern ausgerüstet, ist der Ausländer jederzeit Herr der Lage. Er kann furchtlos drauflosreden; er kann sein leidliches Deutsch unbekümmert hervorsprudeln: Wenn ihm einmal ein Wort fehlt, braucht er nur ein "Schlag" in die leere Stelle zu stopfen, und er hat beste Aussichten, dass es wie ein Stöpsel passt. Passt es jedoch nicht, stoße er sofort mit einem "Zug" nach - den beiden zusammen kann es kaum misslingen, das Loch zu verspunden. Sollte es ihnen irgendeinem Wunder zufolge aber einmal nicht gelingen, möge er schlicht "Also!" sagen; damit schafft er sich den Augenblick Aufschub, den er braucht, um nach dem benötigten Wort zu suchen. In Deutschland sollte man beim Laden der Redeflinte stets ein paar "Schlag" und "Zug" mit hineinschieben, denn wie sehr die übrige Ladung auch streuen mag, mit diesen beiden muss man einfach treffen. Dann sagt man freundlich "also" und lädt von neuem. Nichts verleiht einer deutschen oder englischen Unterhaltung soviel Anmut und ungezwungene Eleganz wie der ausgiebige Gebrauch von "also" bzw. "you know".

In meinem Notizbuch finde ich folgende Eintragung:

1. Juli. Im Krankenhaus wurde gestern einem Patienten - einem Norddeutschen aus der Nähe von Hamburg - ein dreizehnsilbiges Wort herausgenommen; aber da die Chirurgen ihn höchst unglücklicherweise an der falschen Stelle geöffnet hatten (nämlich in der Annahme, er habe ein Panorama verschluckt), starb er. Das traurige Ereignis hat einen düsteren Schatten über die ganze Stadt geworfen.

Diese Eintragung liefert mir den Text zu ein paar Bemerkungen über einen der eigentümlichsten und bemerkenswertesten Züge des von mir behandelten Gegenstandes - die Länge deutscher Wörter. Manche deutschen Wörter sind so lang, dass man sie nur aus der Ferne ganz sehen kann. Man betrachte die folgenden Beispiele:

"Freundschaftsbezeigungen"

"Dilettantenaufdringlichkeiten"

"Stadtverordnetenversammlungen"

Dies sind keine Wörter, es sind Umzüge sämtlicher Buchstaben des Alphabets. Und sie kommen nicht etwa selten vor. Wo man auch immer eine deutsche Zeitung aufschlägt, kann man sie majestätisch über die Seite marschieren sehen - und wer die nötige Phantasie besitzt, sieht auch die Fahnen und hört die Musik. Sie geben selbst dem sanftesten Thema etwas schauererregend Martialisches. Ich interessiere mich sehr für diese Kuriositäten. Sooft mir ein gutes Exemplar begegnet, stopfe ich es aus für mein Museum. Auf diese Weise habe ich eine recht wertvolle Sammlung zusammengebracht. Wenn ich auf Duplikate stoße, tausche ich mit anderen Sammlern und erhöhe so die Mannigfaltigkeit meines Bestandes. Hier sind einige Exemplare, die ich kürzlich auf der Versteigerung des persönlichen Besitzes eines bankrotten Raritätenjägers erstand:

"Generalstaatsverordnetenversammlungen"

"Altertumswissenschaften"

"Kinderbewahrungsanstalten"

"Unabhängigkeitserklärungen"

"Wiederherstellungsbestrebungen"

"Waffenstillstandsunterhandlungen"

Natürlich schmückt und adelt solch ein großartiger Gebirgszug die literarische Landschaft, wenn er sich quer über die Druckseite erstreckt; gleichzeitig jedoch bereitet er dem Anfänger großen Verdruss, denn er versperrt ihm den Weg. Er kann nicht darunter durchkriechen oder darüber hinwegklettern oder einen Tunnel hindurchbohren. Er wendet sich also hilfesuchend ans Wörterbuch, aber dort findet er keine Hilfe. Das Wörterbuch muss irgendwo eine Grenze ziehen, daher lässt es diese Sorte von Wörtern aus, und zwar mit Recht, denn diese langen Dinger sind wohl kaum rechtmäßige Wörter, sondern vielmehr Wortkombinationen, deren Erfinder man hätte umbringen sollen. Es sind zusammengesetzte Wörter ohne Bindestrich. Die einzelnen Wörter, die zu ihrem Aufbau benutzt wurden, stehen im Wörterbuch, allerdings sehr verstreut. Man kann sich also das Material Stück um Stück zusammensuchen und auf diese Weise schließlich auf die Bedeutung stoßen, aber es ist eine mühselige Plackerei. [...]

"Also!" Falls es mir nicht gelungen ist zu beweisen, dass das Deutsche eine schwierige Sprache ist - versucht habe ich es jedenfalls. Ich hörte von einem amerikanischen Studenten, den jemand fragte, wie er mit seinem Deutsch vorankomme, und der ohne Zögern antwortete: "Überhaupt nicht. Drei volle Monate habe ich jetzt hart daran gearbeitet, und dabei ist nichts weiter herausgekommen als eine einzige deutsche Wendung: ‚Zwei Glas!'" Er hielt einen Augenblick lang inne und fügte dann mit Nachdruck hinzu: "Aber das sitzt!"

Und falls ich nicht ebenfalls bewiesen habe, dass das Studium des Deutschen ein aufreibendes und erbitterndes Unternehmen ist, dann liegt das an unzureichender Beweisführung und ganz gewiss nicht an mangelnder Absicht. Ich hörte neulich von einem bis zur Erschöpfung geplagten amerikanischen Studenten, der sich zu seiner Erleichterung in ein gewisses deutsches Wort flüchtete, wenn Ärger und Verdruss ihn zu überwältigen drohten - in das einzige Wort der ganzen Sprache, das lieblich und kostbar in seinen Ohren klang und seinem zerrissenen Gemüt Heilung gewährte. Dies war das Wort "damit". Aber es war nur der Klang, der ihm half, nicht die Bedeutung4, und als er schließlich erfuhr, dass der Ton nicht auf der ersten Silbe lag, war sein einziger Halt dahin, und er verfiel immer mehr und starb.

Meiner Ansicht nach muss die Beschreibung eines lauten, aufrührenden, ungestümen Vorgangs im Deutschen unvermeidlich zahmer ausfallen als im Englischen. Unsere beschreibenden Wörter haben hier einen tiefen, starken, volltönenden Klang, während ihre deutschen Entsprechungen mir dünn und sanft und kraftlos vorkommen. "Boom, burst, crash, roar, storm, bellow, blow, thunder, explosion; howl, cry, shout, yell, groan; battle, hell" - das sind großartige Wörter, deren Kraft und Klanggewalt den Dingen, für die sie stehen, vollkommen angemessen ist. Ihre deutschen Entsprechungen dagegen wären wunderhübsch geeignet, Kinder damit in den Schlaf zu singen, oder aber meine ehrfurchtgebietenden Ohren sind mir zur Zierde gewachsen und nicht zu höchster Nützlichkeit beim Analysieren von Klängen. Würde irgendjemand bei einer Angelegenheit ums Leben zu kommen wünschen, die mit einem so zahmen Ausdruck wie "Schlacht" belegt wird? Und würde sich nicht ein Schwindsüchtiger allzu sehr eingemummt vorkommen, wenn er sich anschickte, in Kragen und Siegelring in einen atmosphärischen Zustand hinauszutreten, zu dessen Bezeichnung das an Vogelgezwitscher erinnernde Wort "Gewitter" benutzt wird? Oder man nehme das stärkste Wort, das die deutsche Sprache als Ersatz für das Fremdwort "Explosion" kennt - "Ausbruch". Da ist unser Wort "toothbrush" [= Zahnbürste] noch kraftvoller. Mir scheint, es wäre nicht das Schlechteste, wenn die Deutschen es zur Beschreibung besonders gewaltiger Explosionen importierten. Das Wort "Hölle" hat gleichfalls einen geradezu munteren, leichtherzigen und ganz und gar nicht eindrucksvollen Klang. Man kann sich kaum vorstellen, dass jemand, dem man auf Deutsch rät, dorthin zu fahren, es nicht für unter seiner Würde hält, beleidigt zu sein.

Nachdem ich nun ausführlich auf die verschiedenen Untugenden dieser Sprache hingewiesen habe, komme ich zu der kurzen und angenehmen Aufgabe, ihre Tugenden hervorzuheben. Die Großschreibung der Substantive habe ich bereits erwähnt. Aber weit größer noch als dieser Vorzug ist ein anderer: dass die Wörter so geschrieben werden, wie sie klingen. Nach einer kurzen Unterweisung im Alphabet weiß der Lernende, wie jedes deutsche Wort ausgesprochen wird, ohne nachfragen zu müssen. Ganz anders in unserer Sprache: Wenn ein Lernender sich bei uns erkundigt, wie man das Wort "bow" ausspricht, müssen wir ihm antworten: "Das kann man so, wenn es für sich allein steht, nicht sagen; dazu muss man den Zusammenhang berücksichtigen und die Bedeutung ermitteln - handelt es sich um ein Ding zum Abschießen von Pfeilen oder um ein Neigen des Kopfes oder um das vordere Ende eines Bootes?"

Einige deutsche Wörter sind von einzigartiger Ausdruckskraft. Zum Beispiel jene, die das einfache, stille und zärtliche häusliche Leben beschreiben; sodann die, die mit der Liebe in all ihren Arten und Formen zu tun haben, von bloßer Güte und Wohlwollen gegenüber dem durchreisenden Fremden bis hin zum Liebeswerben; aber auch die Wörter, die von den zartesten und liebreizendsten Dingen draußen in der Natur künden - von Wiesen und Wäldern und Vögeln und Blumen, vom Duft und Sonnenschein des Sommers und vom Mondschein in stillen Winternächten; mit einem Wort: alle jene, die von Ruhe, Rast und Frieden handeln; auch jene, die sich auf die Wesen und Wunder des Märchenlandes beziehen. Letztlich und hauptsächlich ist die Sprache unübertrefflich reich und ausdrucksvoll bei allen Wörtern, die Gefühl ausdrücken. Es gibt deutsche Lieder, die selbst den, dem die Sprache fremd ist, zum Weinen bringen können. Darin zeigt sich, dass der Klang der Wörter richtig ist - er gibt die Bedeutung mit Wahrhaftigkeit und Genauigkeit wieder; und so wird das Ohr angesprochen und durch das Ohr das Herz.

Die Deutschen scheinen nicht davor zurückzuschrecken, ein Wort zu wiederholen, wenn es das richtige ist. Sie wiederholen es sogar mehrmals, wenn es sein muss. Das ist vernünftig. Im Englischen dagegen bilden wir uns ein, wir gerieten ins Tautologische, wenn wir ein Wort zweimal im selben Absatz verwendet haben, und wir sind daher schwach genug, es gegen ein anderes Wort auszutauschen, das sich seiner Genauigkeit nur annähert, um so dem auszuweichen, was wir fälschlicherweise für den größeren Makel halten. Wiederholung mag von Übel sein, aber Ungenauigkeit ist gewiss schlimmer.

Es gibt Leute auf der Welt, die sich der allergrößten Mühe unterziehen, um auf die Schwächen einer Religion oder einer Sprache hinzuweisen, und dann freundlich ihrer Wege gehen, ohne irgendwelche Verbesserungsvorschläge zu machen. Ich gehöre nicht zu dieser Sorte. Ich habe dargelegt, dass die deutsche Sprache reformbedürftig ist. Nun denn, ich bin bereit, sie zu reformieren. Zumindest bin ich bereit, die richtigen Vorschläge zu machen. Solch ein Unterfangen mag bei einem anderen unbescheiden erscheinen; ich jedoch habe fürs Erste und Letzte neun volle Wochen dem sorgfältigen und kritischen Studium dieser Sprache gewidmet und dadurch ein Vertrauen in meine Fähigkeiten, sie zu reformieren, gewonnen, das mir eine nur oberflächliche Bekanntschaft nicht hätte verschaffen können.

Zunächst einmal würde ich den Dativ weglassen. Er bringt die Plurale durcheinander, und außerdem weiß man nie, wann man sich im Dativ befindet, es sei denn, man bemerkt es zufällig - und dann weiß man nicht, wann und wo man hineingeraten ist oder wie lange man schon darin ist oder wie man jemals wieder herauskommen soll. Der Dativ ist nichts weiter als schmückender Unsinn - es ist besser, ihn abzuschaffen.

Sodann würde ich das Verb weiter nach vorne holen. Man mag ein noch so gutes Verb laden, bei der gegenwärtigen deutschen Entfernung bringt man nach meiner Beobachtung das Subjekt nie wirklich zur Strecke - man schießt es nur an. Ich empfehle daher mit Nachdruck, diese wichtige Wortart an eine Stelle vorzuziehen, wo man sie leicht mit bloßem Auge sehen kann.

Drittens würde ich ein paar starke Ausdrücke aus dem Englischen importieren - zum Fluchen und auch zur kraftvollen Beschreibung aller möglichen kraftvollen Vorgänge.5

Viertens würde ich die Geschlechtszugehörigkeit neu regeln und die Verteilung gemäß dem Willen des Schöpfers vornehmen. Dies schon aus Respekt.

Fünftens würde ich diese großen, langen, zusammengesetzten Wörter abschaffen oder zumindest von dem Sprecher verlangen, sie abschnittweise vorzutragen mit Erfrischungspausen dazwischen. Sie gänzlich abzuschaffen wäre das Beste, denn Gedanken werden leichter aufgenommen und verdaut, wenn sie einer nach dem anderen und nicht zu großen Haufen geballt daherkommen. Mit der geistigen Nahrung verhält es sich genauso wie mit jeder anderen: Es ist angenehmer und bekömmlicher, sie mit dem Löffel anstatt mit der Schaufel zu sich zu nehmen.

Sechstens würde ich von dem Sprecher verlangen, dass er aufhört, wenn er fertig ist, und nicht noch eine Kette dieser nutzlosen "haben sind gewesen gehabt haben geworden sein" hinten an den Satz anhängt. Solcher Tand schmückt das Gesagte nicht, sondern raubt ihm seine Würde. Er ist daher ein Ärgernis und sollte abgeschafft werden.

Siebtens würde ich die Parenthese abschaffen. Desgleichen die Überparenthese, die Oberüberparenthese, die Außenumoberüberparenthese und schließlich auch die letzte, weitreichende, alles umfassende Hauptparenthese. Ich würde von jedermann, ob hoch oder niedrig, verlangen, dass er mir einfach und geradezu mit dem kommt, was er mir erzählen will, oder aber seine Geschichte zusammenrollt und sich daraufsetzt und Ruhe gibt. Übertretungen dieses Gesetzes müssten mit dem Tode bestraft werden.

Und achtens und letztens würde ich "Zug" und "Schlag" mit allen ihren Anhängseln behalten und das übrige Vokabular abschaffen. Dies würde die Sprache sehr vereinfachen.

Ich habe nun die Änderungen genannt, die ich für die nötigsten und wichtigsten halte. Dies sind wohl alle, die man von mir gratis erwarten kann; aber ich habe noch weitere Vorschläge, die ich machen kann und auch machen werde, falls meine geplante Bewerbung dazu führt, dass ich von der Regierung offiziell angestellt werde, an der Reform der Sprache zu arbeiten.

Aufgrund meiner philologischen Studien bin ich überzeugt, dass ein begabter Mensch Englisch (außer Schreibung und Aussprache) in dreißig Stunden, Französisch in dreißig Tagen und Deutsch in dreißig Jahren lernen kann. Es liegt daher auf der Hand, dass die letztgenannte Sprache zurechtgestutzt und repariert werden sollte. Falls sie so bleibt, wie sie ist, sollte sie sanft und ehrerbietig zu den toten Sprachen gestellt werden, denn nur die Toten haben genügend Zeit, sie zu lernen.

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The Awful German Language
I went often to look at the collection of curiosities in Heidelberg Castle, and one day I surprised the keeper of it with my German. I spoke entirely in that language. He was greatly interested; and after I had talked a while he said my German was very rare, possibly a "unique"; and wanted to add it to his museum.

If he had known what it had cost me to acquire my art, he would also have known that it would break any collector to buy it. Harris and I had been hard at work on our German during several weeks at that time, and although we had made good progress, it had been accomplished under great difficulty and annoyance, for three of our teachers had died in the mean time. A person who has not studied German can form no idea of what a perplexing language it is.

Surely there is not another language that is so slipshod and systemless, and so slippery and elusive to the grasp. One is washed about in it, hither and thither, in the most helpless way; and when at last he thinks he has captured a rule which offers firm ground to take a rest on amid the general rage and turmoil of the ten parts of speech, he turns over the page and reads, "Let the pupil make careful note of the following exceptions." He runs his eye down and finds that there are more exceptions to the rule than instances of it. So overboard he goes again, to hunt for another Ararat and find another quicksand. Such has been, and continues to be, my experience. Every time I think I have got one of these four confusing "cases" where I am master of it, a seemingly insignificant preposition intrudes itself into my sentence, clothed with an awful and unsuspected power, and crumbles the ground from under me. For instance, my book inquires after a certain bird -- (it is always inquiring after things which are of no sort of consequence to anybody): "Where is the bird?" Now the answer to this question -- according to the book -- is that the bird is waiting in the blacksmith shop on account of the rain. Of course no bird would do that, but then you must stick to the book. Very well, I begin to cipher out the German for that answer. I begin at the wrong end, necessarily, for that is the German idea. I say to myself, "Regen (rain) is masculine -- or maybe it is feminine -- or possibly neuter -- it is too much trouble to look now. Therefore, it is either der (the) Regen, or die (the) Regen, or das (the) Regen, according to which gender it may turn out to be when I look. In the interest of science, I will cipher it out on the hypothesis that it is masculine. Very well -- then the rain is der Regen, if it is simply in the quiescent state of being mentioned, without enlargement or discussion -- Nominative case; but if this rain is lying around, in a kind of a general way on the ground, it is then definitely located, it is doing something -- that is, resting (which is one of the German grammar's ideas of doing something), and this throws the rain into the Dative case, and makes it dem Regen. However, this rain is not resting, but is doing something actively, -- it is falling -- to interfere with the bird, likely -- and this indicates movement, which has the effect of sliding it into the Accusative case and changing dem Regen into den Regen." Having completed the grammatical horoscope of this matter, I answer up confidently and state in German that the bird is staying in the blacksmith shop "wegen (on account of) den Regen." Then the teacher lets me softly down with the remark that whenever the word "wegen" drops into a sentence, it always throws that subject into the Genitive case, regardless of consequences -- and that therefore this bird stayed in the blacksmith shop "wegen des Regens."

N. B. -- I was informed, later, by a higher authority, that there was an "exception" which permits one to say "wegen den Regen" in certain peculiar and complex circumstances, but that this exception is not extended to anything but rain.

There are ten parts of speech, and they are all troublesome. An average sentence, in a German newspaper, is a sublime and impressive curiosity; it occupies a quarter of a column; it contains all the ten parts of speech -- not in regular order, but mixed; it is built mainly of compound words constructed by the writer on the spot, and not to be found in any dictionary -- six or seven words compacted into one, without joint or seam -- that is, without hyphens; it treats of fourteen or fifteen different subjects, each inclosed in a parenthesis of its own, with here and there extra parentheses which reinclose three or four of the minor parentheses, making pens within pens: finally, all the parentheses and reparentheses are massed together between a couple of king-parentheses, one of which is placed in the first line of the majestic sentence and the other in the middle of the last line of it -- after which comes the VERB, and you find out for the first time what the man has been talking about; and after the verb -- merely by way of ornament, as far as I can make out -- the writer shovels in "haben sind gewesen gehabt haben geworden sein," or words to that effect, and the monument is finished. I suppose that this closing hurrah is in the nature of the flourish to a man's signature -- not necessary, but pretty. German books are easy enough to read when you hold them before the looking-glass or stand on your head -- so as to reverse the construction -- but I think that to learn to read and understand a German newspaper is a thing which must always remain an impossibility to a foreigner.

Yet even the German books are not entirely free from attacks of the Parenthesis distemper -- though they are usually so mild as to cover only a few lines, and therefore when you at last get down to the verb it carries some meaning to your mind because you are able to remember a good deal of what has gone before. Now here is a sentence from a popular and excellent German novel -- which a slight parenthesis in it. I will make a perfectly literal translation, and throw in the parenthesis-marks and some hyphens for the assistance of the reader -- though in the original there are no parenthesis-marks or hyphens, and the reader is left to flounder through to the remote verb the best way he can:

"But when he, upon the street, the (in-satin-and-silk-covered-now-very-unconstrained-after-the-newest-fashioned-dressed) government counselor's wife met," etc., etc. [1]

1. Wenn er aber auf der Strasse der in Sammt und Seide gehüllten jetzt sehr ungenirt nach der neusten Mode gekleideten Regierungsräthin begegnet.

That is from The Old Mamselle's Secret, by Mrs. Marlitt. And that sentence is constructed upon the most approved German model. You observe how far that verb is from the reader's base of operations; well, in a German newspaper they put their verb away over on the next page; and I have heard that sometimes after stringing along the exciting preliminaries and parentheses for a column or two, they get in a hurry and have to go to press without getting to the verb at all. Of course, then, the reader is left in a very exhausted and ignorant state.

We have the Parenthesis disease in our literature, too; and one may see cases of it every day in our books and newspapers: but with us it is the mark and sign of an unpracticed writer or a cloudy intellect, whereas with the Germans it is doubtless the mark and sign of a practiced pen and of the presence of that sort of luminous intellectual fog which stands for clearness among these people. For surely it is not clearness -- it necessarily can't be clearness. Even a jury would have penetration enough to discover that. A writer's ideas must be a good deal confused, a good deal out of line and sequence, when he starts out to say that a man met a counselor's wife in the street, and then right in the midst of this so simple undertaking halts these approaching people and makes them stand still until he jots down an inventory of the woman's dress. That is manifestly absurd. It reminds a person of those dentists who secure your instant and breathless interest in a tooth by taking a grip on it with the forceps, and then stand there and drawl through a tedious anecdote before they give the dreaded jerk. Parentheses in literature and dentistry are in bad taste.

The Germans have another kind of parenthesis, which they make by splitting a verb in two and putting half of it at the beginning of an exciting chapter and the other half at the end of it. Can any one conceive of anything more confusing than that? These things are called "separable verbs." The German grammar is blistered all over with separable verbs; and the wider the two portions of one of them are spread apart, the better the author of the crime is pleased with his performance. A favorite one is reiste ab -- which means departed. Here is an example which I culled from a novel and reduced to English:

"The trunks being now ready, he DE- after kissing his mother and sisters, and once more pressing to his bosom his adored Gretchen, who, dressed in simple white muslin, with a single tuberose in the ample folds of her rich brown hair, had tottered feebly down the stairs, still pale from the terror and excitement of the past evening, but longing to lay her poor aching head yet once again upon the breast of him whom she loved more dearly than life itself, PARTED."

However, it is not well to dwell too much on the separable verbs. One is sure to lose his temper early; and if he sticks to the subject, and will not be warned, it will at last either soften his brain or petrify it. Personal pronouns and adjectives are a fruitful nuisance in this language, and should have been left out. For instance, the same sound, sie, means you, and it means she, and it means her, and it means it, and it means they, and it means them. Think of the ragged poverty of a language which has to make one word do the work of six -- and a poor little weak thing of only three letters at that. But mainly, think of the exasperation of never knowing which of these meanings the speaker is trying to convey. This explains why, whenever a person says sie to me, I generally try to kill him, if a stranger.

Now observe the Adjective. Here was a case where simplicity would have been an advantage; therefore, for no other reason, the inventor of this language complicated it all he could. When we wish to speak of our "good friend or friends," in our enlightened tongue, we stick to the one form and have no trouble or hard feeling about it; but with the German tongue it is different. When a German gets his hands on an adjective, he declines it, and keeps on declining it until the common sense is all declined out of it. It is as bad as Latin. He says, for instance:

* SINGULAR

o Nominative -- Mein guter Freund, my good friend.

o Genitive -- Meines guten Freundes, of my good friend.

o Dative -- Meinem guten Freund, to my good friend.

o Accusative -- Meinen guten Freund, my good friend.

* PLURAL

o N. -- Meine guten Freunde, my good friends.

o G. -- Meiner guten Freunde, of my good friends.

o D. -- Meinen guten Freunden, to my good friends.

o A. -- Meine guten Freunde, my good friends.

Now let the candidate for the asylum try to memorize those variations, and see how soon he will be elected. One might better go without friends in Germany than take all this trouble about them. I have shown what a bother it is to decline a good (male) friend; well this is only a third of the work, for there is a variety of new distortions of the adjective to be learned when the object is feminine, and still another when the object is neuter. Now there are more adjectives in this language than there are black cats in Switzerland, and they must all be as elaborately declined as the examples above suggested. Difficult? -- troublesome? -- these words cannot describe it. I heard a Californian student in Heidelberg say, in one of his calmest moods, that he would rather decline two drinks than one German adjective.

The inventor of the language seems to have taken pleasure in complicating it in every way he could think of. For instance, if one is casually referring to a house, Haus, or a horse, Pferd, or a dog, Hund, he spells these words as I have indicated; but if he is referring to them in the Dative case, he sticks on a foolish and unnecessary e and spells them Hause, Pferde, Hunde. So, as an added e often signifies the plural, as the s does with us, the new student is likely to go on for a month making twins out of a Dative dog before he discovers his mistake; and on the other hand, many a new student who could ill afford loss, has bought and paid for two dogs and only got one of them, because he ignorantly bought that dog in the Dative singular when he really supposed he was talking plural -- which left the law on the seller's side, of course, by the strict rules of grammar, and therefore a suit for recovery could not lie.

In German, all the Nouns begin with a capital letter. Now that is a good idea; and a good idea, in this language, is necessarily conspicuous from its lonesomeness. I consider this capitalizing of nouns a good idea, because by reason of it you are almost always able to tell a noun the minute you see it. You fall into error occasionally, because you mistake the name of a person for the name of a thing, and waste a good deal of time trying to dig a meaning out of it. German names almost always do mean something, and this helps to deceive the student. I translated a passage one day, which said that "the infuriated tigress broke loose and utterly ate up the unfortunate fir forest" (Tannenwald). When I was girding up my loins to doubt this, I found out that Tannenwald in this instance was a man's name.

Every noun has a gender, and there is no sense or system in the distribution; so the gender of each must be learned separately and by heart. There is no other way. To do this one has to have a memory like a memorandum-book. In German, a young lady has no sex, while a turnip has. Think what overwrought reverence that shows for the turnip, and what callous disrespect for the girl. See how it looks in print -- I translate this from a conversation in one of the best of the German Sunday-school books:

"Gretchen.

Wilhelm, where is the turnip?

Wilhelm.

She has gone to the kitchen.

Gretchen.

Where is the accomplished and beautiful English maiden?

Wilhelm.

It has gone to the opera."

To continue with the German genders: a tree is male, its buds are female, its leaves are neuter; horses are sexless, dogs are male, cats are female -- tomcats included, of course; a person's mouth, neck, bosom, elbows, fingers, nails, feet, and body are of the male sex, and his head is male or neuter according to the word selected to signify it, and not according to the sex of the individual who wears it -- for in Germany all the women either male heads or sexless ones; a person's nose, lips, shoulders, breast, hands, and toes are of the female sex; and his hair, ears, eyes, chin, legs, knees, heart, and conscience haven't any sex at all. The inventor of the language probably got what he knew about a conscience from hearsay.

Now, by the above dissection, the reader will see that in Germany a man may think he is a man, but when he comes to look into the matter closely, he is bound to have his doubts; he finds that in sober truth he is a most ridiculous mixture; and if he ends by trying to comfort himself with the thought that he can at least depend on a third of this mess as being manly and masculine, the humiliating second thought will quickly remind him that in this respect he is no better off than any woman or cow in the land.

In the German it is true that by some oversight of the inventor of the language, a Woman is a female; but a Wife (Weib) is not -- which is unfortunate. A Wife, here, has no sex; she is neuter; so, according to the grammar, a fish is he, his scales are she, but a fishwife is neither. To describe a wife as sexless may be called under-description; that is bad enough, but over-description is surely worse. A German speaks of an Englishman as the Engländer; to change the sex, he adds inn, and that stands for Englishwoman -- Engländerinn. That seems descriptive enough, but still it is not exact enough for a German; so he precedes the word with that article which indicates that the creature to follow is feminine, and writes it down thus: "die Engländerinn," -- which means "the she-Englishwoman." I consider that that person is over-described.

Well, after the student has learned the sex of a great number of nouns, he is still in a difficulty, because he finds it impossible to persuade his tongue to refer to things as "he" and "she," and "him" and "her," which it has been always accustomed to refer to it as "it." When he even frames a German sentence in his mind, with the hims and hers in the right places, and then works up his courage to the utterance-point, it is no use -- the moment he begins to speak his tongue flies the track and all those labored males and females come out as "its." And even when he is reading German to himself, he always calls those things "it," where as he ought to read in this way:

TALE OF THE FISHWIFE AND ITS SAD FATE [2]

2. I capitalize the nouns, in the German (and ancient English) fashion.

It is a bleak Day. Hear the Rain, how he pours, and the Hail, how he rattles; and see the Snow, how he drifts along, and of the Mud, how deep he is! Ah the poor Fishwife, it is stuck fast in the Mire; it has dropped its Basket of Fishes; and its Hands have been cut by the Scales as it seized some of the falling Creatures; and one Scale has even got into its Eye, and it cannot get her out. It opens its Mouth to cry for Help; but if any Sound comes out of him, alas he is drowned by the raging of the Storm. And now a Tomcat has got one of the Fishes and she will surely escape with him. No, she bites off a Fin, she holds her in her Mouth -- will she swallow her? No, the Fishwife's brave Mother-dog deserts his Puppies and rescues the Fin -- which he eats, himself, as his Reward. O, horror, the Lightning has struck the Fish-basket; he sets him on Fire; see the Flame, how she licks the doomed Utensil with her red and angry Tongue; now she attacks the helpless Fishwife's Foot -- she burns him up, all but the big Toe, and even she is partly consumed; and still she spreads, still she waves her fiery Tongues; she attacks the Fishwife's Leg and destroys it; she attacks its Hand and destroys her also; she attacks the Fishwife's Leg and destroys her also; she attacks its Body and consumes him; she wreathes herself about its Heart and it is consumed; next about its Breast, and in a Moment she is a Cinder; now she reaches its Neck -- he goes; now its Chin -- it goes; now its Nose -- she goes. In another Moment, except Help come, the Fishwife will be no more. Time presses -- is there none to succor and save? Yes! Joy, joy, with flying Feet the she-Englishwoman comes! But alas, the generous she-Female is too late: where now is the fated Fishwife? It has ceased from its Sufferings, it has gone to a better Land; all that is left of it for its loved Ones to lament over, is this poor smoldering Ash-heap. Ah, woeful, woeful Ash-heap! Let us take him up tenderly, reverently, upon the lowly Shovel, and bear him to his long Rest, with the Prayer that when he rises again it will be a Realm where he will have one good square responsible Sex, and have it all to himself, instead of having a mangy lot of assorted Sexes scattered all over him in Spots.

There, now, the reader can see for himself that this pronoun business is a very awkward thing for the unaccustomed tongue. I suppose that in all languages the similarities of look and sound between words which have no similarity in meaning are a fruitful source of perplexity to the foreigner. It is so in our tongue, and it is notably the case in the German. Now there is that troublesome word vermählt: to me it has so close a resemblance -- either real or fancied -- to three or four other words, that I never know whether it means despised, painted, suspected, or married; until I look in the dictionary, and then I find it means the latter. There are lots of such words and they are a great torment. To increase the difficulty there are words which seem to resemble each other, and yet do not; but they make just as much trouble as if they did. For instance, there is the word vermiethen (to let, to lease, to hire); and the word verheirathen (another way of saying to marry). I heard of an Englishman who knocked at a man's door in Heidelberg and proposed, in the best German he could command, to "verheirathen" that house. Then there are some words which mean one thing when you emphasize the first syllable, but mean something very different if you throw the emphasis on the last syllable. For instance, there is a word which means a runaway, or the act of glancing through a book, according to the placing of the emphasis; and another word which signifies to associate with a man, or to avoid him, according to where you put the emphasis -- and you can generally depend on putting it in the wrong place and getting into trouble.

There are some exceedingly useful words in this language. Schlag, for example; and Zug. There are three-quarters of a column of Schlags in the dictionary, and a column and a half of Zugs. The word Schlag means Blow, Stroke, Dash, Hit, Shock, Clap, Slap, Time, Bar, Coin, Stamp, Kind, Sort, Manner, Way, Apoplexy, Wood-cutting, Enclosure, Field, Forest-clearing. This is its simple and exact meaning -- that is to say, its restricted, its fettered meaning; but there are ways by which you can set it free, so that it can soar away, as on the wings of the morning, and never be at rest. You can hang any word you please to its tail, and make it mean anything you want to. You can begin with Schlag-ader, which means artery, and you can hang on the whole dictionary, word by word, clear through the alphabet to Schlag-wasser, which means bilge-water -- and including Schlag-mutter, which means mother-in-law.

Just the same with Zug. Strictly speaking, Zug means Pull, Tug, Draught, Procession, March, Progress, Flight, Direction, Expedition, Train, Caravan, Passage, Stroke, Touch, Line, Flourish, Trait of Character, Feature, Lineament, Chess-move, Organ-stop, Team, Whiff, Bias, Drawer, Propensity, Inhalation, Disposition: but that thing which it does not mean -- when all its legitimate pennants have been hung on, has not been discovered yet.

One cannot overestimate the usefulness of Schlag and Zug. Armed just with these two, and the word also, what cannot the foreigner on German soil accomplish? The German word also is the equivalent of the English phrase "You know," and does not mean anything at all -- in talk, though it sometimes does in print. Every time a German opens his mouth an also falls out; and every time he shuts it he bites one in two that was trying to get out.

Now, the foreigner, equipped with these three noble words, is master of the situation. Let him talk right along, fearlessly; let him pour his indifferent German forth, and when he lacks for a word, let him heave a Schlag into the vacuum; all the chances are that it fits it like a plug, but if it doesn't let him promptly heave a Zug after it; the two together can hardly fail to bung the hole; but if, by a miracle, they should fail, let him simply say also! and this will give him a moment's chance to think of the needful word. In Germany, when you load your conversational gun it is always best to throw in a Schlag or two and a Zug or two, because it doesn't make any difference how much the rest of the charge may scatter, you are bound to bag something with them. Then you blandly say also, and load up again. Nothing gives such an air of grace and elegance and unconstraint to a German or an English conversation as to scatter it full of "Also's" or "You knows."

In my note-book I find this entry:

July 1. -- In the hospital yesterday, a word of thirteen syllables was successfully removed from a patient -- a North German from near Hamburg; but as most unfortunately the surgeons had opened him in the wrong place, under the impression that he contained a panorama, he died. The sad event has cast a gloom over the whole community.

That paragraph furnishes a text for a few remarks about one of the most curious and notable features of my subject -- the length of German words. Some German words are so long that they have a perspective. Observe these examples:

* Freundschaftsbezeigungen.

* Dilettantenaufdringlichkeiten.

* Stadtverordnetenversammlungen.

These things are not words, they are alphabetical processions. And they are not rare; one can open a German newspaper at any time and see them marching majestically across the page -- and if he has any imagination he can see the banners and hear the music, too. They impart a martial thrill to the meekest subject. I take a great interest in these curiosities. Whenever I come across a good one, I stuff it and put it in my museum. In this way I have made quite a valuable collection. When I get duplicates, I exchange with other collectors, and thus increase the variety of my stock. Here are some specimens which I lately bought at an auction sale of the effects of a bankrupt bric-a-brac hunter:

* Generalstaatsverordnetenversammlungen.

* Alterthumswissenschaften.

* Kinderbewahrungsanstalten.

* Unabhaengigkeitserklaerungen.

* Wiedererstellungbestrebungen.

* Waffenstillstandsunterhandlungen.

Of course when one of these grand mountain ranges goes stretching across the printed page, it adorns and ennobles that literary landscape -- but at the same time it is a great distress to the new student, for it blocks up his way; he cannot crawl under it, or climb over it, or tunnel through it. So he resorts to the dictionary for help, but there is no help there. The dictionary must draw the line somewhere -- so it leaves this sort of words out. And it is right, because these long things are hardly legitimate words, but are rather combinations of words, and the inventor of them ought to have been killed. They are compound words with the hyphens left out. The various words used in building them are in the dictionary, but in a very scattered condition; so you can hunt the materials out, one by one, and get at the meaning at last, but it is a tedious and harassing business. I have tried this process upon some of the above examples. "Freundschaftsbezeigungen" seems to be "Friendship demonstrations," which is only a foolish and clumsy way of saying "demonstrations of friendship." "Unabhaengigkeitserklaerungen" seems to be "Independencedeclarations," which is no improvement upon "Declarations of Independence," so far as I can see. "Generalstaatsverordnetenversammlungen" seems to be "General-statesrepresentativesmeetings," as nearly as I can get at it -- a mere rhythmical, gushy euphuism for "meetings of the legislature," I judge. We used to have a good deal of this sort of crime in our literature, but it has gone out now. We used to speak of a things as a "never-to-be-forgotten" circumstance, instead of cramping it into the simple and sufficient word "memorable" and then going calmly about our business as if nothing had happened. In those days we were not content to embalm the thing and bury it decently, we wanted to build a monument over it.

But in our newspapers the compounding-disease lingers a little to the present day, but with the hyphens left out, in the German fashion. This is the shape it takes: instead of saying "Mr. Simmons, clerk of the county and district courts, was in town yesterday," the new form put it thus: "Clerk of the County and District Courts Simmons was in town yesterday." This saves neither time nor ink, and has an awkward sound besides. One often sees a remark like this in our papers: "Mrs. Assistant District Attorney Johnson returned to her city residence yesterday for the season." That is a case of really unjustifiable compounding; because it not only saves no time or trouble, but confers a title on Mrs. Johnson which she has no right to. But these little instances are trifles indeed, contrasted with the ponderous and dismal German system of piling jumbled compounds together. I wish to submit the following local item, from a Mannheim journal, by way of illustration:

"In the daybeforeyesterdayshortlyaftereleveno'clock Night, the inthistownstandingtavern called `The Wagoner' was downburnt. When the fire to the onthedownburninghouseresting Stork's Nest reached, flew the parent Storks away. But when the bytheraging, firesurrounded Nest itself caught Fire, straightway plunged the quickreturning Mother-stork into the Flames and died, her Wings over her young ones outspread."

Even the cumbersome German construction is not able to take the pathos out of that picture -- indeed, it somehow seems to strengthen it. This item is dated away back yonder months ago. I could have used it sooner, but I was waiting to hear from the Father-stork. I am still waiting.

"Also!" If I had not shown that the German is a difficult language, I have at least intended to do so. I have heard of an American student who was asked how he was getting along with his German, and who answered promptly: "I am not getting along at all. I have worked at it hard for three level months, and all I have got to show for it is one solitary German phrase -- `Zwei Glas'" (two glasses of beer). He paused for a moment, reflectively; then added with feeling: "But I've got that solid!"

And if I have not also shown that German is a harassing and infuriating study, my execution has been at fault, and not my intent. I heard lately of a worn and sorely tried American student who used to fly to a certain German word for relief when he could bear up under his aggravations no longer -- the only word whose sound was sweet and precious to his ear and healing to his lacerated spirit. This was the word Damit. It was only the sound that helped him, not the meaning; [3] and so, at last, when he learned that the emphasis was not on the first syllable, his only stay and support was gone, and he faded away and died.

3. It merely means, in its general sense, "herewith."

I think that a description of any loud, stirring, tumultuous episode must be tamer in German than in English. Our descriptive words of this character have such a deep, strong, resonant sound, while their German equivalents do seem so thin and mild and energyless. Boom, burst, crash, roar, storm, bellow, blow, thunder, explosion; howl, cry, shout, yell, groan; battle, hell. These are magnificent words; the have a force and magnitude of sound befitting the things which they describe. But their German equivalents would be ever so nice to sing the children to sleep with, or else my awe-inspiring ears were made for display and not for superior usefulness in analyzing sounds. Would any man want to die in a battle which was called by so tame a term as a Schlacht? Or would not a consumptive feel too much bundled up, who was about to go out, in a shirt-collar and a seal-ring, into a storm which the bird-song word Gewitter was employed to describe? And observe the strongest of the several German equivalents for explosion -- Ausbruch. Our word Toothbrush is more powerful than that. It seems to me that the Germans could do worse than import it into their language to describe particularly tremendous explosions with. The German word for hell -- Hölle -- sounds more like helly than anything else; therefore, how necessary chipper, frivolous, and unimpressive it is. If a man were told in German to go there, could he really rise to thee dignity of feeling insulted?

Having pointed out, in detail, the several vices of this language, I now come to the brief and pleasant task of pointing out its virtues. The capitalizing of the nouns I have already mentioned. But far before this virtue stands another -- that of spelling a word according to the sound of it. After one short lesson in the alphabet, the student can tell how any German word is pronounced without having to ask; whereas in our language if a student should inquire of us, "What does B, O, W, spell?" we should be obliged to reply, "Nobody can tell what it spells when you set if off by itself; you can only tell by referring to the context and finding out what it signifies -- whether it is a thing to shoot arrows with, or a nod of one's head, or the forward end of a boat."

There are some German words which are singularly and powerfully effective. For instance, those which describe lowly, peaceful, and affectionate home life; those which deal with love, in any and all forms, from mere kindly feeling and honest good will toward the passing stranger, clear up to courtship; those which deal with outdoor Nature, in its softest and loveliest aspects -- with meadows and forests, and birds and flowers, the fragrance and sunshine of summer, and the moonlight of peaceful winter nights; in a word, those which deal with any and all forms of rest, repose, and peace; those also which deal with the creatures and marvels of fairyland; and lastly and chiefly, in those words which express pathos, is the language surpassingly rich and affective. There are German songs which can make a stranger to the language cry. That shows that the sound of the words is correct -- it interprets the meanings with truth and with exactness; and so the ear is informed, and through the ear, the heart.

The Germans do not seem to be afraid to repeat a word when it is the right one. they repeat it several times, if they choose. That is wise. But in English, when we have used a word a couple of times in a paragraph, we imagine we are growing tautological, and so we are weak enough to exchange it for some other word which only approximates exactness, to escape what we wrongly fancy is a greater blemish. Repetition may be bad, but surely inexactness is worse.

There are people in the world who will take a great deal of trouble to point out the faults in a religion or a language, and then go blandly about their business without suggesting any remedy. I am not that kind of person. I have shown that the German language needs reforming. Very well, I am ready to reform it. At least I am ready to make the proper suggestions. Such a course as this might be immodest in another; but I have devoted upward of nine full weeks, first and last, to a careful and critical study of this tongue, and thus have acquired a confidence in my ability to reform it which no mere superficial culture could have conferred upon me.

In the first place, I would leave out the Dative case. It confuses the plurals; and, besides, nobody ever knows when he is in the Dative case, except he discover it by accident -- and then he does not know when or where it was that he got into it, or how long he has been in it, or how he is going to get out of it again. The Dative case is but an ornamental folly -- it is better to discard it.

In the next place, I would move the Verb further up to the front. You may load up with ever so good a Verb, but I notice that you never really bring down a subject with it at the present German range -- you only cripple it. So I insist that this important part of speech should be brought forward to a position where it may be easily seen with the naked eye.

Thirdly, I would import some strong words from the English tongue -- to swear with, and also to use in describing all sorts of vigorous things in a vigorous ways. [4]

4. "Verdammt," and its variations and enlargements, are words which have plenty of meaning, but the sounds are so mild and ineffectual that German ladies can use them without sin. German ladies who could not be induced to commit a sin by any persuasion or compulsion, promptly rip out one of these harmless little words when they tear their dresses or don't like the soup. It sounds about as wicked as our "My gracious." German ladies are constantly saying, "Ach! Gott!" "Mein Gott!" "Gott in Himmel!" "Herr Gott" "Der Herr Jesus!" etc. They think our ladies have the same custom, perhaps; for I once heard a gentle and lovely old German lady say to a sweet young American girl: "The two languages are so alike -- how pleasant that is; we say `Ach! Gott!' you say `Goddamn.'"

Fourthly, I would reorganize the sexes, and distribute them accordingly to the will of the creator. This as a tribute of respect, if nothing else.

Fifthly, I would do away with those great long compounded words; or require the speaker to deliver them in sections, with intermissions for refreshments. To wholly do away with them would be best, for ideas are more easily received and digested when they come one at a time than when they come in bulk. Intellectual food is like any other; it is pleasanter and more beneficial to take it with a spoon than with a shovel.

Sixthly, I would require a speaker to stop when he is done, and not hang a string of those useless "haben sind gewesen gehabt haben geworden seins" to the end of his oration. This sort of gewgaws undignify a speech, instead of adding a grace. They are, therefore, an offense, and should be discarded.

Seventhly, I would discard the Parenthesis. Also the reparenthesis, the re-reparenthesis, and the re-re-re-re-re-reparentheses, and likewise the final wide-reaching all-inclosing king-parenthesis. I would require every individual, be he high or low, to unfold a plain straightforward tale, or else coil it and sit on it and hold his peace. Infractions of this law should be punishable with death.

And eighthly, and last, I would retain Zug and Schlag, with their pendants, and discard the rest of the vocabulary. This would simplify the language.

I have now named what I regard as the most necessary and important changes. These are perhaps all I could be expected to name for nothing; but there are other suggestions which I can and will make in case my proposed application shall result in my being formally employed by the government in the work of reforming the language.

My philological studies have satisfied me that a gifted person ought to learn English (barring spelling and pronouncing) in thirty hours, French in thirty days, and German in thirty years. It seems manifest, then, that the latter tongue ought to be trimmed down and repaired. If it is to remain as it is, it ought to be gently and reverently set aside among the dead languages, for only the dead have time to learn it.

A Fourth of July Oration
in the German Tongue, Delivered at a Banquet of the Anglo-American Club of Students by the Author of This Book

Gentlemen: Since I arrived, a month ago, in this old wonderland, this vast garden of Germany, my English tongue has so often proved a useless piece of baggage to me, and so troublesome to carry around, in a country where they haven't the checking system for luggage, that I finally set to work, and learned the German language. Also! Es freut mich dass dies so ist, denn es muss, in ein hauptsächlich degree, höflich sein, dass man auf ein occasion like this, sein Rede in die Sprache des Landes worin he boards, aussprechen soll. Dafür habe ich, aus reinische Verlegenheit -- no, Vergangenheit -- no, I mean Höflichkeit -- aus reinische Höflichkeit habe ich resolved to tackle this business in the German language, um Gottes willen! Also! Sie müssen so freundlich sein, und verzeih mich die interlarding von ein oder zwei Englischer Worte, hie und da, denn ich finde dass die deutsche is not a very copious language, and so when you've really got anything to say, you've got to draw on a language that can stand the strain.

Wenn haber man kann nicht meinem Rede Verstehen, so werde ich ihm später dasselbe übersetz, wenn er solche Dienst verlangen wollen haben werden sollen sein hätte. (I don't know what "wollen haben werden sollen sein hätte" means, but I notice they always put it at the end of a German sentence -- merely for general literary gorgeousness, I suppose.)

This is a great and justly honored day -- a day which is worthy of the veneration in which it is held by the true patriots of all climes and nationalities -- a day which offers a fruitful theme for thought and speech; und meinem Freunde -- no, meinen Freunden -- meines Freundes -- well, take your choice, they're all the same price; I don't know which one is right -- also! ich habe gehabt haben worden gewesen sein, as Goethe says in his Paradise Lost -- ich -- ich -- that is to say -- ich -- but let us change cars.

Also! Die Anblich so viele Grossbrittanischer und Amerikanischer hier zusammengetroffen in Bruderliche concord, ist zwar a welcome and inspiriting spectacle. And what has moved you to it? Can the terse German tongue rise to the expression of this impulse? Is it Freundschaftsbezeigungenstadtverordnetenversammlungenfamilieneigenthümlichkeiten? Nein, o nein! This is a crisp and noble word, but it fails to pierce the marrow of the impulse which has gathered this friendly meeting and produced diese Anblick -- eine Anblich welche ist gut zu sehen -- gut für die Augen in a foreign land and a far country -- eine Anblick solche als in die gewöhnliche Heidelberger phrase nennt man ein "schönes Aussicht!" Ja, freilich natürlich wahrscheinlich ebensowohl! Also! Die Aussicht auf dem Königsstuhl mehr grösser ist, aber geistlische sprechend nicht so schön, lob' Gott! Because sie sind hier zusammengetroffen, in Bruderlichem concord, ein grossen Tag zu feirn, whose high benefits were not for one land and one locality, but have conferred a measure of good upon all lands that know liberty today, and love it. Hundert Jahre vorüber, waren die Engländer und die Amerikaner Feinde; aber heute sind sie herzlichen Freunde, Gott sei Dank! May this good-fellowship endure; may these banners here blended in amity so remain; may they never any more wave over opposing hosts, or be stained with blood which was kindred, is kindred, and always will be kindred, until a line drawn upon a map shall be able to say: "This bars the ancestral blood from flowing in the veins of the descendant!"

Eine Rede zum 4. Juli
in deutscher Sprache, gehalten bei einem Bankett des Anglo-Amerikanischen Studentenclubs vom Autor dieses Buches

Gentlemen: Since I arrived, a month ago, in this old wonderland, this vast garden of Germany, my English tongue has so often proved a useless piece of baggage to me, and so troublesome to carry around, in a country where they haven't the checking system for luggage, that I finally set to work, and learned the German language. Also! Es freut mich dass dies so ist, denn es muss, in ein hauptsächlich degree, höflich sein, dass man auf ein occasion like this, sein Rede in die Sprache des Landes worin he boards, aussprechen soll. Dafür habe ich, aus reinische Verlegenheit - no, Vergangenheit - no, I mean Höflichkeit - aus reinische Höflichkeit habe ich resolved to tackle this business in the German language, um Gottes willen! Also! Sie müssen so freundlich sein, und verzeih mich die interlarding von ein oder zwei Englischer Worte, hie und da, denn ich finde dass die deutsche is not a very copious language, and so when you've really got anything to say, you've got to draw on a language that can stand the strain.

Wenn aber man kann nicht meinem Rede Verstehen, so werde ich ihm später dasselbe übersetz, wenn er solche Dienst verlangen wollen haben werden sollen sein hätte. (I don't know what "wollen haben werden sollen sein hätte" means, but I notice they always put it at the end of a German sentence - merely for general literary gorgeousness, I suppose.)

This is a great and justly honored day - a day which is worthy of the veneration in which it is held by the true patriots of all climes and nationalities - a day which offers a fruitful theme for thought and speech; und meinem Freunde - no, meinen Freunden - meines Freundes - well, take your choice, they're all the same price; I don't know which one is right - also! ich habe gehabt haben worden gewesen sein, as Goethe says in his Paradise Lost - ich - ich - that is to say - ich - but let us change cars.

Also! Die Anblick so viele Grossbrittanischer und Amerikanischer hier zusammengetroffen in Bruderliche concord, ist zwar a welcome and inspiriting spectacle. And what has moved you to it? Can the terse German tongue rise to the expression of this impulse? Is it Freundschaftsbezeigungenstadtverordnetenversammlungenfamilieneigentümlichkeiten? Nein, o nein! This is a crisp and noble word, but it fails to pierce the marrow of the impulse which has gathered this friendly meeting and produced diese Anblick - eine Anblick welche ist gut zu sehen - gut für die Augen in a foreign land and a far country - eine Anblick solche als in die gewöhnliche Heidelberger phrase nennt man ein "schönes Aussicht!" Ja, freilich natürlich wahrscheinlich ebenso wohl! Also! Die Aussicht auf dem Königsstuhl mehr grösser ist, aber geistlische sprechend nicht so schön, lob' Gott! Because sie sind hier zusammengetroffen, in Bruderlichem concord, ein grossen Tag zu feiern, whose high benefits were not for one land and one locality, but have conferred a measure of good upon all lands that know liberty today, and love it. Hundert Jahre vorüber, waren die Engländer und die Amerikaner Feinde; aber heute sind sie herzlichen Freunde, Gott sei Dank! May this good-fellowship endure; may these banners here blended in amity so remain; may they never any more wave over opposing hosts, or be stained with blood which was kindred, is kindred, and always will be kindred, until a line drawn upon a map shall be able to say: "This bars the ancestral blood from flowing in the veins of the descendant!"

Anmerkungen:

[1] "Wenn er aber auf der Straße der in Samt und Seide gehüllten, jetzt sehr ungeniert nach der neuesten Mode gekleideten Regierungsrätin begegnete ..."

[2] "Die Koffer waren gepackt, und er reiste, nachdem er seine Mutter und seine Schwestern geküsst und noch ein letztes Mal sein angebetetes Gretchen an sich gedrückt hatte, das, in schlichten weißen Musselin gekleidet und mit einer einzelnen Nachthyazinthe im üppigen braunen Haar, kraftlos die Treppe herabgetaumelt war, immer noch blass von dem Entsetzen und der Aufregung des vorangegangenen Abends, aber voller Sehnsucht, ihren armen schmerzenden Kopf noch einmal an die Brust des Mannes zu legen, den sie mehr als ihr eigenes Leben liebte, ab."

[3] Gretchen: "Wilhelm, wo ist die Rübe?"

Wilhelm: "Sie ist in der Küche."

Gretchen: "Wo ist das vielseitig gebildete, schöne englische Mädchen?"

Wilhelm: "Es ist in der Oper."

[4] Es bedeutet nur ganz allgemein "herewith".

[5] "Verdammt" und seine Variationen und Erweiterungen sind Wörter von allerhand Bedeutung, aber ihr Klang ist so sanft und wenig ausdrucksvoll, dass deutsche Damen sie benutzen können, ohne dass es eine Sünde wäre. Deutsche Damen, die durch keinerlei Überredung oder Zwang dazu gebracht werden könnten, eine Sünde zu begehen, stoßen ohne Zögern eines dieser harmlosen kleinen Wörter aus, wenn sie sich ihr Kleid zerreißen oder die Suppe ihnen nicht schmeckt. Sie klingen ungefähr so verrucht wie unser "My gracious". Deutsche Damen sagen dauernd "Ach Gott!" "Mein Gott!" "Gott im Himmel!" "Herr Gott!" "Der Herr Jesus!" usw. Sie glauben vielleicht auch, unsere Damen frönten demselben Brauch, denn ich hörte einmal, wie eine vornehme und reizende alte deutsche Dame zu einem süßen jungen amerikanischen Mädchen sagte: "Die beiden Sprachen ähneln sich sehr - wie angenehm das ist; wir sagen ‚Ach Gott!', und Sie sagen ‚Goddam'."

A New German Word
To aid a local charity Mr. Clemens appeared before a fashionable audience in Vienna, March 10, 1899, reading his sketch "The Lucerne Girl," and describing how he had been interviewed and ridiculed. He said in part:

I have not sufficiently mastered German to allow my using it with impunity. My collection of fourteen-syllable German words is still incomplete. But I have just added to that collection a jewel -- a veritable jewel. I found it in a telegram from Linz, and it contains ninety-five letters:

Personaleinkommensteuerschätzungs-
kommissionsmitgliedsreisekosten-
rechnungsergänzungsrevisionsfund

If I could get a similar word engraved upon my tombstone I should sleep beneath it in peace.

***********************

In dieser Rede, die Mark Twain am 21. November 1897 vor dem Presse-Club in Wien gehalten hat, macht Mark Twain einige ironische Vorschläge zur "Verbesserung und Vereinfachung" der deutschen Sprache. Er macht sich auch ein wenig über die deutsche Sprache lustig, aber man merkt: er liebt sie - und er spricht und schreibt sie hervorragend! Download als *.mp3 Datei hier: http://www.vorleser.net/html/twain.html

Ein herzlicher Dank an Volker für die Übersendung der *.txt Datei.

Wie ist denn dieser "allseits beliebte" Zeitgenosse zur Welt gekommen ???

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