{"id":2720,"date":"2012-02-17T16:07:16","date_gmt":"2012-02-17T15:07:16","guid":{"rendered":"http:\/\/susannealbers.de\/blog\/?p=2720"},"modified":"2012-02-17T16:07:16","modified_gmt":"2012-02-17T15:07:16","slug":"50-jahre-sturmflut-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/2012\/02\/17\/50-jahre-sturmflut-hamburg\/","title":{"rendered":"50 Jahre Sturmflut Hamburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>50 Jahre Sturmflut Hamburg<\/p>\n<p>Sturmflut 1<\/strong><\/p>\n<p>httpv:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9f8SSnGmPmM<\/p>\n<p><strong>Sturmflut 2<\/strong><\/p>\n<p>httpv:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6EPbCeYLm4w<\/p>\n<p>Bereits kurz nach Mitternacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 kam es im Bereich der S\u00fcderelbe zu ersten Deich\u00fcberflutungen, die sich rasch auf Grund massiver baulicher Unzul\u00e4nglichkeiten, hierzu geh\u00f6rten insbesondere Geb\u00e4ude und Anlagen im Deich, Fremdnutzungen sowie zu steile Innenb\u00f6schungen, zu Deichbr\u00fcchen ausweiteten. Die unmittelbar an den Deichbr\u00fcchen stehenden Geb\u00e4ude wurden vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Insgesamt brachen die Deiche an mehr als 60 Stellen.<br \/>\nBesonders schwer betroffen war die Insel Wilhelmsburg, die vom Berliner Ufer am Spreehafen aus \u00fcberflutet wurde. Als verheerend erwies sich dabei der Umstand, dass der hier sehr breit ausgef\u00fchrte Kl\u00fctjenfelder Hauptdeich als von im Zweiten Weltkrieg Ausgebombten st\u00e4ndig bewohntes Kleingartengebiet genutzt wurde. Da hier auf Grund der Gartennutzung die f\u00fcr die Deichsicherheit existenziell notwendige geschlossene Grasnarbe fehlte, kam es hier sehr schnell zu gro\u00dfen Auswaschungen, die letztendlich zum Bruch des Deiches f\u00fchrten. F\u00fcr rund 200 Bewohner der auf dem Kl\u00fctjenfelder Hauptdeich am Berliner Ufer stehenden Behelfsheime kam jede Hilfe zu sp\u00e4t, da nach dem raschen Vollaufen der vom gebrochenen Hauptdeich nicht mehr gesch\u00fctzten Siedlungsgebiete Wilhelmsburgs Rettungsma\u00dfnahmen nur mit Booten m\u00f6glich waren. Teilweise wurden die vom Wasser \u00fcberraschten Menschen von den einbrechenden Wassermassen in die Keller ihrer H\u00e4user gesp\u00fclt und ertranken dort. Insgesamt kamen in Wilhelmsburg 222 Menschen ums Leben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut1.jpg\" alt=\"sturmflut1\" title=\"sturmflut1\" width=\"470\" height=\"301\" class=\"alignleft size-full wp-image-2718\" srcset=\"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut1.jpg 470w, https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut1-300x192.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ebenfalls schwer betroffen war der 1962 noch als Wohngebiet genutzte Stadtteil Waltershof, wo 37 Menschen starben, sowie die Stadtteile Billbrook (13 Tote), Neuenfelde (10 Tote) sowie Moorburg (5 Tote). Durch die gro\u00dfen Deichbr\u00fcche im Bereich der S\u00fcderelbe zwischen Neuenfelde und Harburg wurden auch weite Teile des zu Niedersachsen geh\u00f6renden Hinterlands \u00fcberflutet. Besonders schwer betroffen waren hier die Orte R\u00fcbke und Seefeld.<br \/>\n\u00dcberflutet wurden neben dem gesamten Hamburger Hafen sowie der genannten Gebiete auch Teile der Innenstadt im Bereich der Alster sowie der R\u00f6dingsmarkt.<br \/>\nAls unmittelbare Folge der Sturmflut waren 318 Tote (davon 5 Helfer), zigtausende Obdachlose und etwa 6.000 zerst\u00f6rte Geb\u00e4ude zu beklagen. Knapp ein Sechstel des Hamburgischen Staatsgebietes (120\u00a0km\u00b2) stand unter Wasser, die Verkehrswege in Richtung S\u00fcden sowie &#8211; nach gro\u00dfen Deichbr\u00fcchen im Raum Moorburg und Fancop &#8211; ins Alte Land waren unterbrochen, die Grundversorgung eingeschr\u00e4nkt. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa einer Dreiviertelmilliarde D-Mark. Der Stadtteil Waltershof wurde nach der Flut als Siedlungsort aufgegeben.<br \/>\nInfolge massiver St\u00f6rungen der Kommunikationsverbindungen war es nicht m\u00f6glich, genaue Hinweise \u00fcber das Ausma\u00df der Katastrophe in Hamburg zu bekommen und Rettungs- und Evakuierungsma\u00dfnahmen noch w\u00e4hrend der Katastrophe in koordinierter Form durchzuf\u00fchren. Ebenso wenig war es den Hamburger Beh\u00f6rden m\u00f6glich, genauere Informationen aus den elbabw\u00e4rts gelegenen Regionen, insbesondere aus Cuxhaven zu erhalten, da die Fernsprechverbindungen nicht nur gest\u00f6rt, sondern auch nach den gro\u00dfen Deichbr\u00fcchen an der Oste zwischen Otterndorf und Bremerv\u00f6rde zerst\u00f6rt waren. Fr\u00fchere Warnungen der Cuxhavener Beh\u00f6rden waren von den Verantwortlichen der Hamburger Beh\u00f6rden nicht ernst genommen und ins L\u00e4cherliche gezogen worden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sturmflut_1962#Hansestadt_Hamburg\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sturmflut_1962#Hansestadt_Hamburg<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut2.jpg\" alt=\"sturmflut2\" title=\"sturmflut2\" width=\"470\" height=\"301\" class=\"alignleft size-full wp-image-2719\" srcset=\"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut2.jpg 470w, https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut2-300x192.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut3.jpg\" alt=\"sturmflut3\" title=\"sturmflut3\" width=\"470\" height=\"353\" class=\"alignleft size-full wp-image-2717\" srcset=\"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut3.jpg 470w, https:\/\/susannealbers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturmflut3-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Hemut Schmidt im Interview zur Sturmflut in Hamburg<\/strong><\/p>\n<p>1<br \/>\nhttpv:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ncZjXVIR2Fw<br \/>\n2<br \/>\nhttpv:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eYrOBx7QiLw<br \/>\n3<br \/>\nhttpv:\/\/www.youtube.com\/watch?v=P-vZeVzQVQ4<br \/>\n4<br \/>\nhttpv:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SkMpoc84KN0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>50 Jahre Sturmflut Hamburg Sturmflut 1 httpv:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9f8SSnGmPmM Sturmflut 2 httpv:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6EPbCeYLm4w Bereits kurz nach Mitternacht vom 16. auf den 17. 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