{"id":1513,"date":"2010-04-09T16:16:48","date_gmt":"2010-04-09T15:16:48","guid":{"rendered":"http:\/\/susannealbers.de\/blog\/?p=1513"},"modified":"2010-04-09T16:16:48","modified_gmt":"2010-04-09T15:16:48","slug":"die-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/susannealbers.de\/blog\/2010\/04\/09\/die-zeit\/","title":{"rendered":"Die Zeit"},"content":{"rendered":"<p><code><iframe src=\"http:\/\/www.susannealbers.de\/06wissen-zeit-iframeblog.html\" frameborder=0 width=\"470\" height=180> <\/iframe><\/code><\/p>\n<p>Albert Einstein (1879-1955)<br \/>\nDer Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist f\u00fcr uns Wissenschaftler eine Illusion, wenn auch eine hartn\u00e4ckige. <\/p>\n<p>Richard Feynman (1918-1988)<br \/>\nWas ist Zeit? Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn wir eine gute Definition der Zeit finden k\u00f6nnten &#8230; was jedoch wirklich wichtig ist, ist nicht, wie wir Zeit definieren, sondern wie wir sie messen. Eine M\u00f6glichkeit, Zeit zu messen, ist die Ben\u00fctzung von etwas, das immer wieder in regelm\u00e4\u00dfiger Art geschieht &#8211; etwas Periodischem &#8230; Alles was wir sagen k\u00f6nnen, ist, dass wir eine \u00dcbereinstimmung finden zwischen einer Regelm\u00e4\u00dfigkeit der einen Art mit einer Regelm\u00e4\u00dfigkeit der anderen Art. Wir k\u00f6nnen nur sagen, dass wir unsere Zeit-Definition auf der Wiederholung eines offensichtlich periodischen Ereignisses aufbauen.<\/p>\n<p>Platon (Plato) (427-347 v. Chr.)<br \/>\nIhre Existenz ist nur an die Gegenwart gebunden, Vergangenheit existiert nicht mehr, das Zuk\u00fcnftige gibt es noch nicht. Das Jetzt ist unteilbar. Das Bild der Welt ist unumwandelbar und letztlich uneinsehbar, es ist eine Welt der Ideen <\/p>\n<p>Aristoteles<br \/>\nWir messen also nicht nur die Bewegung durch die Zeit, sondern auch die Zeit durch die Bewegung, weil sie einander begrenzen und bestimmen. So bestimmt also die Zeit die Bewegung selbst als Zahl und genauso die Bewegung die Zeit&#8221; &#8220;Man k\u00f6nnte sich streiten, ob auch dann Zeit sei, wenn es kein Bewu\u00dftsein und keine Seele g\u00e4be. Denn wo keiner z\u00e4hlen kann, kann auch nichts Abz\u00e4hlbares sein, folglich auch keine Zahl. Denn Zahl ist entweder das Gez\u00e4hlte oder das Abz\u00e4hlbare. Wenn aber seinem Wesen nach nichts anderes z\u00e4hlen kann als die Seele und in ihr die Vernunft, dann kann unm\u00f6glich Zeit ohne Seele bestehen <\/p>\n<p>Augustinus<br \/>\nWas ist also &#8216;Zeit&#8217;? Wenn mich niemand danach fragt, wei\u00df ich es; will ich einem Fragenden es erkl\u00e4ren, wei\u00df ich es nicht.(Bekenntnisse, 11. Buch)&#8221;<\/p>\n<p>Immanuel Kant (1724-1804)<br \/>\nDie Zeit ist kein empirischer Begriff, der irgend von einer Erfahrung abgezogen worden. [&#8230;] Die Zeit ist eine notwendige Vorstellung, die allen Anschauungen zum Grunde liegt. (Aus: Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, Der transzendentalen \u00c4sthetik, Zweiter Abschnitt, Von der Zeit, 1781)<\/p>\n<p>Martin Heidegger<br \/>\nZeitlichkeit ist der Seinssinn der Sorge. Die Verfassung des Daseins und seine Weisen zu sein sind ontologisch nur m\u00f6glich auf dem Grunde der Zeitlichkeit, abgesehen davon, ob dieses Seiende &#8220;in der Zeit&#8221; vorkommt oder nicht. (Aus: Martin Heidegger, Sein und Zeit, Max Niemeyer Verlag, T\u00fcbingen, 1984, S. 367)<\/p>\n<p>Jean Gebser (1905-1973)<br \/>\nSie (die Zeit) \u00e4u\u00dfert sich, ihrer jeweiligen Manifestationsm\u00f6glichkeit und der jeweiligen Bewu\u00dftseinsstruktur entsprechend unter den verschiedensten Aspekten als: Uhrenzeit, Naturzeit, kosmische Zeit oder Sternenzeit; als biologische Dauer, Rhythmus, Metrik; als Mutation, Diskontinuit\u00e4t, Relativit\u00e4t; als vitale Dynamik, psychische Energie (und demzufolge in einem gewissen Sinne als das, was wir ,Seele&#8217; und ,Unbewusstes&#8217; nennen), mentales Teilen; sie \u00e4u\u00dfert sich als Einheit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; als das Sch\u00f6pferische, als Einbildungskraft, als Arbeit, selbst als Motorik. Nicht zuletzt aber mu\u00df, nach den vitalen, psychischen, biologischen, kosmischen, rationalen, kreativen, soziologischen und technischen Aspekten der Zeit auch ihres physikalisch-geometrischen Aspektes gedacht sein, der die Bezeichnung ,vierte Dimension&#8217; tr\u00e4gt. (Ursprung und Gegenwart, M\u00fcnchen 1973, S. 382)&#8221;<\/p>\n<p>Sohn des Sharaman<br \/>\nViele Leute denken die Zeit w\u00e4re ein Flu\u00df, der sanft und sicher in eine Richtung flie\u00dft, doch ich sah das Antlitz der Zeit und ich sage euch sie haben Unrecht. Die Zeit ist ein Ozean im Sturm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Albert Einstein (1879-1955) Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist f\u00fcr uns Wissenschaftler eine Illusion, wenn auch eine hartn\u00e4ckige. Richard Feynman (1918-1988) Was ist Zeit? 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