65 Jahre Currywurst

Geschichte

Currywurst auf einer deutschen Briefmarke von 2011 aus der Serie „In Deutschland zu Hause: Einfallsreichtum – Deutsche Erfindungen“
Die Erfindung der Currywurst wird Herta Heuwer[1] zugeschrieben, die nach eigenen Angaben erstmals am 4. September 1949 an ihrem Imbissstand an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg gebratene Brühwurst mit einer Sauce aus Tomatenmark, Currypulver, Worcestershiresauce und weiteren Zutaten anbot. Am 21. Januar 1959 wurde ihr auf ihre Anmeldung vom 21. Februar 1958 die Wort-/Bildmarke „Chillup“[2] unter der Nummer 721319 als Warenzeichen für „Spezial-Sosse“ in die Zeichenrolle des Deutschen Patentamts eingetragen. Herta Heuwers Imbiss zog in ein Ladenlokal mit Garküche in der Kaiser-Friedrich-Straße 59 (in der Nähe des damaligen Busbahnhofs im Rotlichtviertel des Stuttgarter Platzes) um und entwickelte sich dort zu einer festen Institution: Er war Tag und Nacht geöffnet und beschäftigte in seinen besten Zeiten bis zu 19 Verkäuferinnen. Die Firma Kraft (heute Mondelēz) soll sich nach Darstellung Heuwers erfolglos bei ihr um ihr Rezept und das Markenrecht bemüht haben. Seit 2003 befindet sich am ehemaligen Standort (heute: Kantstraße 101) eine Gedenktafel ihr zu Ehren.

Der Fleischer Max Brückner experimentierte seit ca. 1947 in Sachsen an einer Wurst ohne Darm. Naturdarm war nach dem Zweiten Weltkrieg Mangelware. Zur Wurstherstellung wird das Brät (Fleisch-/Fettmasse) in einen Darm gepresst und steift dort aus. So erhält die Wurst ihre Form. Mit der neuen Herstellungsmethode von Brückner erhielt die Wurst auch ohne Darm ihre Form. Anfang der 1950er Jahre kam er nach West-Berlin. Hier perfektionierte er die Herstellung und startete den Verkauf der Wurst. Erster Kunde war die Familie Jankowitz aus Berlin-Spandau. Die „Spandauer ohne Pelle“ kam zusammen mit der beliebten Tomatensoße (nach Herta Heuwers Vorbild) sehr gut an. Später, als auch andere Imbissverkäufer diese Wurst verkauften, setzte sich der Name „Currywurst ohne Darm“ durch.

Seit Uwe Timms Novelle Die Entdeckung der Currywurst von 1993, in der er die Erfindung seiner (fiktiven) Lena Brücker zuschreibt, die einen Imbiss am Großneumarkt in Hamburg betrieben und die erste Currywurst bereits 1947 serviert haben soll, wird die Berliner Herkunft der Currywurst immer wieder bestritten. Lena Brücker zu Ehren wurde sogar im Jahr 2003 eine Gedenktafel am Hamburger Großneumarkt angebracht. Timm selbst beschreibt Lena Brücker als fiktive Stellvertreterin „dieser wunderbaren Frauen, von denen es viele gab. Die haben den Großteil des Wiederaufbaus gestemmt, die waren sehr präsent damals.“ Er erinnere sich aber daran, bereits 1947 am Imbissstand einer Frau auf dem Großneumarkt eine Currywurst gegessen zu haben.

Seit den 1980er Jahren bekam die Currywurst als schnelle Mahlzeit zunehmend Konkurrenz durch den türkischen Döner und den US-amerikanischen Hamburger. Bis dahin hatte sie sich in Deutschland zu einem der beliebtesten Gerichte an Imbissständen entwickelt. Besonders verbreitet ist sie in Berlin, in Hamburg, im Ruhrgebiet, im Rheinland sowie als Bestandteil des Verzehrangebotes von Betriebskantinen.

Im August 2009 wurde in Berlin das Deutsche Currywurst Museum eröffnet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Currywurst

ich hab die QM2

ich hab die Queen doch noch erwischt – und das auch noch in Wedel am Willkomm Höft wärend der Weiterfahrt auf der Elbe:

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hach ist das toll.

Queen Mary 2 – 10 Jahre Hamburg

Die Queen Mary 2 hat auf den Tag genau vor 10 Jahren das erste Mal in Hamburg angelegt.

Jetzt legt sie gerade wieder an:

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Wir wünsche ihr immer einen Handbreit Wasser unterm Kiel.

Heidi Kabel 4. Todestag

Heidi Kabel hat heute ihren 4. Todestag.

Sie hätte bestimmt nicht gewollt, daß wir weinen und traurig sind.

Heidi Kabel feierte am 27. August 2009 ihren 95. Geburtstag. Aus diesem freudigen Anlaß habe ich in den Hamburg WEBCAM Seiten, beim Rätsel zur Büchse der Pandora und den Rhetorischen Stilmitteln Lieder eingebaut. Anfang August 2004 ist sie aus gesundheitlichen Gründen vor der Winterzeit in eine Seniorenresidenz in Hamburg Othmarschen gezogen. Liebe Heidi Kabel, Sie waren stets die absolute Bereicherung der Unterhaltungskultur – DANKE. Alles Gute und Gottes Segen. …:-)))…so, Entscheidung ist gefallen, dieser Heidi Kabel Hinweis und das Lied bleiben hier – das ist so ein süßes Lied, und auch wenn der Geburtstag schon lange her ist, und ich das auf den Hamburg Seiten so nicht mehr zeige, Frau Kabel hat es sich dicke verdient…:-))))… Leider ist Heidi Kabel am 15. Juni 2010 um 6:00 Uhr morgens gestorben.

Heidi Bertha Auguste Kabel, verheiratete Mahler (* 27. August 1914 in Hamburg; † 15. Juni 2010 ebenda), war eine deutsche Volksschauspielerin und Sängerin.

Die wichtigsten Kanäle (absichtlich kindgerecht formuliert)

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http://www.susannealbers.de/06wissen-kanaele.html

Kanäle sind künstlich geschaffene Wasserstraßen, um den Schiffsweg von einem zum nächsten Ort abzukürzen. Sollte es auf dem Wasserweg zu Höhenunterschieden kommen, werden Schleusen eingebaut. Näheres dazu später.

Zunächst schauen wir uns die drei wichtigsten Kanäle der Welt an: Um die Umfahrung des gesamten südamerikanischen Kontinents zu umgehen, wurde der Panamakanal gebaut.

Die gleiche Idee hatte man für die Umfahrung des Kontinents Afrika. Der entsprechende Kanal ist der Suez Kanal.

Eine weitaus kürzere, aber ebenso bedeutsame Abkürzung ist der Nord – Ostsee – Kanal, der es den Schiffen ermöglicht, sich den gesamten Schiffsweg um Dänemark herum zu sparen. Auch wenn diese Strecke im Vergleich sehr kurz ist, sollte nicht vergessen werden, welche großen Häfen dadurch schneller erreicht werden können.

Was hat Lorenzo di Medici mit Zentauren zu tun???

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http://www.susannealbers.de/R094centaur.html

Diese Bild von Sandro Botticelli gehört als Trilogie zum Bild der Primavera und zur Verleumdung des Apelles. Auf allen drei Gemälden findest du eine fast gleich aussehende Frauengestalt.

Tempera auf Leinwand, 205 x 147,5 cm hängt in den Uffizien in Florenz.

Und nun kommen wir zu einer von mir übersetzten Erläuterung von Linda Proud:

Linda Proud Pallas & the Centaur
Veröffentlicht von Godstow Press [ISBN 0-9547367-0-2] Preis £12.50

Wir sind von Natur dual, niemand ist ganz Gut, niemand ist ganz schlecht. Jeder hat Zugang zur Vernunft (Pallas Athene); jeder ist mehr oder weniger durch seine Gelüste (das Tier) beschaffen. Die Figur des Zentaur, halb Mensch, halb Pferd, symbolisiert diese Dualität.

Die rätselhafte Figur des Lorenzo de ‘Medici gilt seit Jahrhunderten als eine Macht für das Gute im Florenz der Renaissance. In der letzten Zeit hatte er seine Meinung geändert und wurde ein verdammender Tyrann. Er war weder noch; er war ein Zentaur.

Es ist die Zeit der Pazzi-Kriege, denen Lorenzo mit Zuversicht entgegen sah, aber die Geschehnisse, die Zeichen, die Omen waren gegen ihn. Er läßt es zu einer Steinigung kommen. Sein inneres Vertrauen weicht Selbstzweifeln; untergraben von seiner Frau Clarissa, die glaubt, daß die Katastrophe hereinbricht, und die Familie schuld an seinen Häresien ist. Die einzige Wahl scheint schmählicher Tod oder glorreicher Tod zu sein; er wählt das Letztere.

Botticellis Malerei stellt den Moment dar, als sich Lorenzo mit dem Schiff Neapel näherte, um sich dem Feind zu ergeben. Der Zentaur symbolisiert in dieser Allegorie nicht Lorenzo; aber dafür die bestialische Kraft der Gier und Macht von denen, die ihn angreifen. In diesem Gemälde ist Pallas Athene Lorenzo, auf ihrem Kleid sind die drei ineinander gewobenen Brilliantringe der Medici als Muster zu sehen.

Wir sind von Natur aus zu zweit. Die Geschichte wird von zwei Sprechern erzählt, einem Mann und einer Frau, im Duett das zum Abschluß eine Gmeinsamkeit webt. Obgleich wir zu zweit sind, sind wir eins, und wenn ein Mann und eine Frau harmonisch miteinander umgehen, regiert die Einheit.

Rembrandt – Nachtwache – Paare finden

http://paare.susannealbers.de/nachtwache/memory.html

heute mal Rembrandt’s Nachtwache zum Paare finden

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Das Bild zeigt 34 Personen – davon 18 Schützen und 16 weitere Figuren. Im Vordergrund stehen der Hauptmann und sein Leutnant. Zwei hell erleuchtete Figuren in gelber Kleidung beherrschen den Bildaufbau: ein Mädchen im Mittelgrund und der Leutnant im Vordergrund.

Das Gemälde ist sehr dunkel, manche Details im Hintergrund lassen sich kaum noch ausmachen. Die gängige Erklärung dafür ist, dass im Verlauf der Zeit die zahlreichen Firnis-Schichten natürlich nachgedunkelt sind.[2] Der Titel Nachtwache wurde dem Gemälde jedenfalls erst Ende des 18. Jahrhunderts verliehen.

Historischer Kontext
Im Mittelpunkt des Bildes steht eine Bürgerwehr aus der Zeit des 17. Jahrhunderts. Es gab ihrer viele, denn die Niederlande rangen damals im Achtzigjährigen Krieg um ihre Loslösung von der Herrschaft der spanischen Krone, ein Unterfangen, das 1648, wenige Jahre nach Fertigstellung des Bildes, durch den Westfälischen Frieden von Erfolg gekrönt werden sollte.

Der Hauptmann dieser Kompanie hieß Frans Banning Cocq, der neben ihm stehende Leutnant Willem van Ruytenburgh. Die dargestellten Büchsenschützen gehörten der Kloveniers-Gilde an. Etliche weitere Mitglieder der Gilde hat Rembrandt ebenfalls auf dem Gemälde verewigt. Die Namen von 18 Personen sind auf einer Tafel vermerkt, die im Hintergrund zu erkennen ist, aber erst später hinzugefügt wurde. Die restlichen Personen werden in der Fachliteratur als Allegorien gedeutet.

Auch Rembrandt selbst hat sich, wie auf vielen seiner Bilder, ganz im Hintergrund dargestellt.