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Sonnenschein

Geschrieben von am 11. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

sonnenschein

Ich habe vom Schnee ja so die Nase voll. Euch geht es sicherlich ähnlich. Wie wäre es mit einer Riesenportion Sonnenschein, damit der Schnee schmilzt.

Brech’ der lustige Sonnenschein
mit der Tür euch ins Haus hinein,
dass alle Stuben so frühlingshelle;
ein Engel auf des Hauses Schwelle
mit seinem Glanze säume
Hof, Garten, Feld und Bäume,
und geht die Sonne abends aus,
führ’ er die Müden mild nach Haus.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

Image of the day

Geschrieben von am 11. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

oseiiod

Je nach Wetterlage präsentitert das NOAA ein Image of the day. Dieses ist vom 8. Februar 2010. Ihr findet es immer auf der OSEI Seite.

Weitere Infos zum Wetter in den USA gibt’s hier.

farbig?

Geschrieben von am 11. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

farbig

Quelle des Bildes: per e-mail von Alfred zugesandt bekommen. Das eigebettete Video könnt Ihr bei mir nicht sehen, aber es ist richtig gut, so daß sich der Klick zu Youtube auf jeden Fall lohnt.

Michael Jackson – Black Or White

I Took My Baby
On A Saturday Bang
Boy Is That Girl With You
Yes We’re One And The Same

Now I Believe In Miracles
And A Miracle
Has Happened Tonight

But, If
You’re Thinkin’
About My Baby
It Don’t Matter If You’re
Black Or White

They Print My Message
In The Saturday Sun
I Had To Tell Them
I Ain’t Second To None

And I Told About Equality
An It’s True
Either You’re Wrong
Or You’re Right

But, If
You’re Thinkin’
About My Baby
It Don’t Matter If You’re
Black Or White

I Am Tired Of This Devil
I Am Tired Of This Stuff
I Am Tired Of This Business
Sew When The
Going Gets Rough
I Ain’t Scared Of
Your Brother
I Ain’t Scared Of No Sheets
I Ain’t Scare Of Nobody
Girl When The
Goin’ Gets Mean

(L. T. B. Rap Performance)
Protection
For Gangs, Clubs
And Nations
Causing Grief In
Human Relations
It’s A Turf War
On A Global Scale
I’d Rather Hear Both Sides
Of The Tale
See, It’s Not About Races
Just Places
Faces
Where Your Blood
Comes From
Is Where Your Space Is
I’ve Seen The Bright
Get Duller
I’m Not Going To Spend
My Life Being A Color

(Michael)
Don’t Tell Me You Agree With Me
When I Saw You Kicking Dirt In My Eye

But, If
You’re Thinkin’ About My Baby
It Don’t Matter If You’re Black Or White

I Said If
You’re Thinkin’ Of
Being My Baby
It Don’t Matter If You’re Black Or White

I Said If
You’re Thinkin’ Of
Being My Brother
It Don’t Matter If You’re
Black Or White

Ooh, Ooh
Yea, Yea, Yea Now
Ooh, Ooh
Yea, Yea, Yea Now

It’s Black, It’s White
It’s Tough For You
To Get By
It’s Black , It’s White, Whoo

It’s Black, It’s White
It’s Tough For You
To Get By
It’s Black , It’s White, Whoo

Freundschaftsdienste

Geschrieben von am 11. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Bertolt Brecht – Geschichten von Herrn Keuner

Als Beispiel für die richtige Art, Freunden einen Dienst zu erweisen, gab Herr K. folgende Geschichte zum besten.

“Zu einem alten Araber kamen drei junge Leute und sagten ihm: ‘Unser Vater ist gestorben. Er hat uns siebzehn Kamele hinterlassen und im Testament verfügt, dass der Älteste die Hälfte, der zweite ein Drittel und der Jüngste ein Neuntel der Kamele bekommen soll. Jetzt können wir uns aber über die Teilung nicht einigen; übernimm du die Entscheidung!’
Der Araber dachte nach und sagte: ‘Wie ich sehe, habt ihr, um gut teilen zu können, ein Kamel zu wenig. Ich habe selbst nur ein einziges Kamel, aber es steht euch zur Verfügung. Nehmt es und teilt dann, und bring mir nur, was übrig bleibt.’ Sie bedankten sich für diesen Freundschaftsdienst, nahmen das Kamel mit und teilten die achtzehn Kamele nun so, dass der Älteste die Hälfte, das sind neun, der Zweite ein Drittel, das sind sechs, und der Jüngste ein Neuntel, das sind zwei Kamele bekam. Zu ihrem Erstaunen blieb, als sie ihre Kamele zur Seite geführt hatten, ein Kamel übrig. Dieses brachten sie, ihren Dank erneuernd, ihrem alten Freund zurück.”
Herr K. nannte diesen Freundschaftsdienst richtig, weil er keine besonderen Opfer verlangte.
—–
1/2 + 1/3 + 1/9 = 17/18 ungleich 1;
d. h. 1/18, eines von 18 Kamelen bleibt übrig.

Winkelfunktionen

Geschrieben von am 10. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

winkel01

winkel02

Mit Hilfe der Hinweise auf diesen zwei Bildern dürftest Du nun bei der Berechnung keine Probleme mehr haben.

das erste von Menschen auf dem Meeresgrund errichtete Bauwerk

Geschrieben von am 10. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

rotersand1a

Der Turm Roter Sand ist ein Leuchtturm in der Nordsee. Das im Jahr 1885 fertiggestellte Bauwerk steht in der Außenweser und ist heute nicht mehr als Leuchtfeuer in Betrieb. Jedoch dient der Turm weiter als Markierung und Tagessichtmarke sowie als Sicherung vor der Untiefe „Roter Sand“. Wegen dieser Untiefe dürfen schwere Schiffe mit großem Tiefgang nur bis auf 1,5 Seemeilen an den Turm heranfahren. Der Rote Sand war das erste von Menschen auf dem Meeresgrund errichtete Bauwerk überhaupt und wurde daher schnell zu einem Symbol des technischen Fortschritts.

schnitt

Ich habe den Roten Sand mal als Aquarell gemalt:
hier kannst Du das Bild sehen.

Lebensmotto

Geschrieben von am 10. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

WAS UNS NICHT UMBRINGT MACHT UNS HART
WENN DU AUF DIE NASE FÄLLST, STEH AUF UND LAUF WEITER
SCHAU NACH VORNE UND NICHT ZURÜCK
TU DAS WAS DIR GEFÄLLT, UND TU ES NICHTS UM ANDEREN ZU GEFALLEN
WER DICH NICHT AKZEPTIEREN KANN WIE DU BIST, HAT DICH NICHT VERDIENT
ERFAHRUNG MACHT KLÜGER

Das ist die Signatur von Nicole78 im Epilepsie Forum – und ich finde, sie hat verdammt recht.

Schwerter zu Pflugscharen

Geschrieben von am 10. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

schwerter0a

Angesichts dessen, was uns die Nachrichten präsentieren, kann man dieses Bild nicht oft genug zeigen. Schwerter zu Pflugscharen war das Logo der DDR Friedensbewegung.

Schwerter zu Pflugscharen
1) Bibelspruch Micha 4,3 “Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erhaben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen”.

2) Die Plastik “Wir schmieden Schwerter zu Pflugscharen” war ein Geschenk der UdSSR an die UNO. Es wurde 1957 vor dem UNO-Gebäude in New York aufgestellt.

3) symbolische Schmiedeaktion 1983 auf dem Lutherhof der Lutherstadt Wittenberg: Am 24. September 1983 schmiedete Stefan Nau ? ein Schwert zu einem Pflugschar. Diese Aktion erfolgte während des Wittenberger Kirchentages 1983 (ca. 4.000 Teilnehmer). Wegen der großen internationalen Präsenz -auch der “Westpresse” – griff der Staat nicht ein. Lothar Tautz ? und Friedrich Schorlemmer ? waren Mitorganisatoren.

4) weit verbreiteter Aufnäher der christlichen Friedensbewegung in der DDR ab 1980. Das Symbol war wegen des Geschenks der UdSSR an die UNO (siehe oben) klug gewählt: Der Staat sah ein Oppositionssymbol, welches gleichzeitig vom “großen Bruder” autorisiert war.

Dieser Aufnäher führte zu Verfolgungen durch die Staatsorgane und die Träger wurden gezwungen, ihn zu entfernen. Es wurde mit Schul- oder Universitätsverweis und Aussperrung aus dem Betrieb gedroht. Die Synode der ev. Landeskirche Sachsens schrieb 1982 in einem Brief an ihre junge Gemeinde: “Wir müssen Euch aber sagen, daß wir nicht mehr in der Lage sind, Euch vor den Konsequenzen, die das Tragen des Aufnähers jetzt mit sich bringen kann, zu schützen”.

Beweis für die Klimaerwärmung

Geschrieben von am 10. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

globalwarming

Auf diesem Photo hast Du endlich den Beweis für die globale Klimaerwärmung. Frank hat mir das Bild geschickt, ich habe mich scheckig gelacht.

Rudi Carrell – Wann wird’s mal wieder richtig Sommer

Dönersong

Geschrieben von am 10. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

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Döner oder was…. mußt Du unbedingt mal anschauen… 🙂

Lebensregeln und Zitate von Mahatma Gandhi

Geschrieben von am 10. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

gandhi1931

Lebensregeln und Zitate von Mahatma Gandhi
Mahatma Gandhi
(* 2. Oktober 1869, in Porbandar (Gujarat), Indien; † 30. Januar 1948 in Neu Delhi (ermordet); (eigentlich Mohandas Karamchand Gandhi) war Pazifist, Menschenrechtler und politischer sowie geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, die 1947 mit dem von ihm entwickelten Konzept des gewaltfreien Widerstandes das Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien herbeiführte. Sein Konzept „Satyagraha“ (Festhalten an der Wahrheit) beinhaltete neben Ahimsa, der Gewaltfreiheit, noch weitere ethische Forderungen wie etwa Bedürfnislosigkeit. Er definierte auch „Wahrheit ist Gott“ und „Gott ist Wahrheit“, um Atheisten zu entwaffnen.

Der sanskritische Ehrenname Mahátma („Große Seele“) stammt von dem indischen Philosophen und Literaturnobelpreisträger Rabindranath Tagore, der Gandhi bei seiner Ankunft in Bombay am 9. Januar 1915 so begrüßte. Gandhi tat sich aber schwer mit diesem Beinamen. In seiner Autobiografie „Mein Leben“ bezeichnet er sich dessen für unwürdig. Gandhis Autobiografie Die Geschichte meiner Experimente mit der Wahrheit (1927–1929) ist ein wichtiges Werk der gujaratischen Literatur.

Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft:

Reichtum ohne Arbeit
Genuß ohne Gewissen
Wissen ohne Charakter
Geschäft ohne Moral
Wissenschaft ohne Menschlichkeit
Religion ohne Opfer
Politik ohne Prinzipien

Zitate von Gandhi

Am 7. September 1947 schrieb Gandhi in Bengali:

“Mein Leben ist meine Botschaft” (My life is my message)

Satya – Wahrheit

“Das Wort Satya (Wahrheit) ist abgeleitet von Sat, d.h. Sein. Nichts ist in Wirklichkeit außer der Wahrheit. Darum ist sat oder Wahrheit der wohl wichtigste Name Gottes. In der Tat ist es richtiger zu sagen, daß die Wahrheit Gott ist, als das Gott die Wahrheit ist….”

Wöchentlicher Brief an die Bewohner des Satyagraha-Ashrams in Ahmedabad, geschrieben im Yeravda-Zentralgefängnis 1930.

Gott

“Das Endziel des Menschen ist das Erkennen Gottes, und alle seine Aktivitäten, seien sie sozial, politisch, religiös, müssen von diesem Endziel geleitet werden: Der Vision Gottes. Unmittelbarer Dienst am Menschen wird einfach deshalb schon ein notwendiger Bestandteil der Bemühungen, weil der einzige Weg, Gott zu finden, darin besteht, ihn in seiner Schöpfung zu schauen und eins mit ihr zu sein. Dies kann allein durch den Dienst an allen geschehen. Ich bin ein Teil vom Ganzen und kann ihn vom Rest der Menschheit nicht getrennt finden.”

Harijan, 29. August 1936

Die Frau

“Die Frau das schwächere Geschlecht zu nennen, ist leichtfertig; es ist das Unrecht des Mannes an der Frau. Wenn mit Stärke brutales Starksein gemeint ist, dann ist die Frau in der tat weniger roh als der Mann. Wenn mit Stärke aber moralische Kraft gemeint ist, dann ist die Frau dem Mann unermeßlich überlegen….Wenn Gewaltfreiheit das Gesetz unseres Seins darstellt, gehört die Zukunft der Frau.”

Young India, 10. April 1930

Bildung und Erziehung

“Ich bin der Meinung, daß wahre Erziehung des Intellekts nur durch eine richtige Übung und Durchbildung der Körperorgane wie Hände, Füße, Augen, Ohren, Nase etc. kommen kann. Mit anderen Worten: Der intelligente Gebrauch der Körperorgane eines Kindes bietet den besten und schnellsten Weg zur Entwicklung seines Intellekts. Wenn aber die Entwicklung von Geist und Körper nicht Hand in Hand mit einer entsprechenden Weckung der seelischen Kräfte geht, würde sich die erstere allein als eine einseitige Angelegenheit erweisen. Unter spiritueller Förderung verstehe ich Herzensbildung. Eine rechte und allseitige geistige Entwicklung kann darum nur geschehen, wenn sie gleichen Schrittes mit der Erziehung der körperlichen und spirituellen Fähigkeiten des Kindes einhergeht. Sie bilden ein unteilbares Ganzes. Entsprechend dieser Theorie wäre es daher ein grober Irrtum anzunehmen, daß sie stückweise oder unabhängig voneinander entwickelt werden können.”

Harijan, 8. Mai 1937

Nicht-Zusammenarbeit

“Dieser gewaltfreie Kampf kann als ein Vorgang der Reinigung beschrieben werden; denn die zugrundeliegende Vorstellung ist, daß eine Nation ihre Freiheit durch ihre eigene Schwäche verliert, und wir finden, daß wir unsere Freiheit wiedergewinnen, sobald wir unsere Schwächeanwandlungen abschütteln. Schließlich kann kein Volk auf Erden unterjocht werden, ohne das es freiwillig oder unfreiwillig daran mitwirkt. Es bedeutet unfreiwillige Mitwirkung, wenn man sich aus Furcht vor möglichem körperlichen Schaden einem Tyrannen oder Despoten unterwirft.”

The Nation’s Voice, Sept. – Dez. 1931

Satyagraha

“Der Begriff Satyagraha wurde von mir in Süd-Afrika geprägt, um die Kraft zum Ausdruck zu bringen, welche die Inder dort volle acht Jahre lang gebraucht haben, und er wurde geprägt, um ihn von der Bewegung zu unterscheiden, die damals in Großbritannien und Süd-Afrika unter dem Namen Passiver Widerstand aktiv war.

Seine ursprüngliche Bedeutung ist Festhalten and der Wahrheit; darum: Kraft der Wahrheit. Ich habe ihn auch Kraft der Liebe oder Seelenkraft genannt. In der Anwendung von Satyagraha entdeckte ich im frühesten Stadium, daß Wahrheitssuche nicht zuläßt, dem Opponenten Gewalt zuzufügen, sondern daß er mit Geduld und Sympathie von seinem Irrtum abgebracht werden muß. Denn was dem einen Wahrheit zu sein scheint, kann dem anderen Irrtum sein. Und Geduld bedeutet eigenes Leiden. So kam es, daß die Lehre Verteidigung der Wahrheit bedeutet, nicht indem dem Opponenten Leid zufegügt wird, sondern man selbst leidet.”

Young India, 14. Januar 1920

“Dies ist die Schönheit von Satyagraha. Sie kommt zu Dir, Du mußt nicht ausziehen, um nach ihr zu suchen… Die Wahrheit (satya) setzt Liebe voraus, und Festigkeit (Agraha) zeitigt Kraft und ist daher gleichbedeutend mit dieser. Deshalb gab ich der indischen Freiheitsbewegung den Namen Satyagraha, das heißt, die Kraft, die aus Wahrheit und Liebe geboren ist oder aus der Gewaltfreiheit.”

Satyagraha in Süd-Afrika, Einleitung, Kap. 12

Ziviler Ungehorsam

“Nur diejenigen können zivilen Ungehorsam leisten, die willigen Gehorsam selbst gegenüber unbequemen Gesetzen des Staates bejahen, solange diese nicht ihr Gewissen oder ihre Religion verletzen und die bereit sind, gleichermaßen willig, die Strafe für zivilen Ungehorsam auf sich zu nehmen. Ungehorsam, der zivil sein soll, muß vollkommen gewaltfrei sein, wobei das zugrundeliegende Prinzip darin besteht, daß der Gegner durch Leiden, d.h. durch Liebe gewonnen werden soll.”

Young India, 3. November 1921

Swadeshi

Swadeshi ist jener Geist in uns, welcher uns auf den Gebrauch und den Dienst an unserer unmittelbaren Umgebung einschränkt und die weiter entfernte ausschließt. So muß ich mich, um den Erfordernissen der Definition zu genügen, auf die Religion meiner Vorfahren beschränken, d.h. auf die Gebräuche in meiner unmittelbaren religiösen Umgebung. Wenn ich sie fehlerhaft finde, sollte ich ihr dienen, indem ich sie von ihren Fehlern befreie.

Im Bereich der Politik sollte ich von den eigenen Institutionen Gebrauch machen und ihnen dadurch dienen, daß ich sie von ihren erwiesenen Fehlern befreie. Im Bereich der Wirtschaft sollte ich allein Gegenstände benutzen, die von meinen unmittelbaren Nachbarn hergestellt worden sind, und ihren Industrien dienen, indem ich sie effizient und vollständig mache, wo sie noch fehlerhaft sein könnten….”

Aus einer Ansprache vor der Missionarskonferenz in Madras, 14. Februar 1916

Industrialismus

“Die Wiedergeburt des Dorfes ist nur möglich, wenn es nicht mehr ausgebeutet wird. Die Industrialisierung im Massenausmaß muß zwangsläufig zu direkter oder indirekter Ausbeutung der Dorfbewohner führen, weil dann die Probleme des Wettbewerbs und der Marktbeherrschung auftauchen. Wir müssen unsere Aufmerksamkeit darauf konzentrieren, daß das Dorf in allem sich selbst erhält und hauptsächlich für den eigenen Gebrauch produziert. Vorausgesetzt, daß dieser Charakter der dörflichen Industrie erhalten wird, wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn die Dorfbewohner sogar jene modernen Maschinen benutzten, die sie selbst herstellen und verwenden können. Sie dürfen nur nicht zum Mittel der Ausbeutung werden.”

Harijan, 29. August 1936

“Wogegen ich eingestellt bin, ist jene Verrücktheit nach Maschinen, nicht das Maschinenwesen als solches. Die Torheit liegt in dem, was man arbeitssparende Maschinen nennt. Die Menschen fahren fort, ‘Arbeit zu sparen’, bis Tausende ohne Arbeit sind und auf die Straße fliegen, wo sie verhungern .”

Young India, 13. November 1924, p.378

Swaraj

“Unabhängigkeit (swaraj) bedeutet nach meiner Konzeption nichts weniger als die Realisierung des Gottesreiches inwendig in Euch und auf dieser Erde. Auch wenn dieser Traum vielleicht niemals Wirklichkeit wird, ziehe ich es vor, ihm nachzustreben, für ihn zu arbeiten und zu sterben….”

Hindustan Standard, 1. April 1940

Indien’s Unabhängigkeit

Indien’s Unabhängigkeit muß von Grund auf beginnen. So wird jedes Dorf eine Republik oder ein panchayat mit allen Vollmachten sein. Daraus folgt, daß jedes Dorf selbständig und im Stande sein muß, mit den eigenen Angelegenheiten fertig zu werden, ja sogar sich gegen die ganze Welt zu verteidigen. Letzlich ist darum das Individuum die Einheit….In dieser Struktur von unzähligen Dörfern wird es nur sich ständig ausweitende Kreise geben, die nie aufsteigen. Das Leben wird nicht einer Pyramide gleichen…., sondern es wird ein Ozean gleicher Kreise sein, dessen Mittelpunkt das Individuum ist.

Harijan, 28. Juli 1946

Die Welt von morgen

Die Welt von morgen wird eine, ja muß eine Gesellschaft sein, die sich auf Gewaltfreiheit gründet. Das ist das erste Gesetz; aus diesem werden alle anderen guten Taten hervorgehen. Dies mag ein entferntes Ziel sein, ein unpraktisches Utopia. Aber es ist nicht im geringsten unerreichbar, da man dafür hier und jetzt arbeiten kann. Ein Einzelner kann den Lebensstil der Zukunft praktizieren – den gewaltfreien Weg -, ohne auf andere warten zu müssen. Und wenn es ein Einzelner kann, können es nicht auch Gruppen, ganze Nationen? Die Menschen zögern oft, einen Anfang zu machen, weil sie fühlen, daß das Ziel nicht vollständig erreicht werden kann. Diese Geisteshaltung ist genau unser größtes Hindernis auf dem Weg zum Fortschritt, ein Hindernis, das jeder Mensch, sofern er nur will, aus dem Weg räumen kann.”

Harijan, 10. Februar 1946

Gandhismus

“Es gibt keinen Gandhismus, und ich will keine Sekte hinterlassen. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, irgendein neues Prinzip oder eine neue Lehre gefunden zu haben. Ich habe lediglich in meiner eigenen Art versucht, die ewigen Wahrheiten auf unser tägliches Leben und seine Schwierigkeiten anzuwenden… Die Meinungen, die ich mir gebildet habe, und die Folgerungen zu denen ich gekommen bin, sind nicht endgültig. Vielleicht verändere ich sie morgen schon. Ich habe der Welt nichts Neues zu lehren. Wahrheit und Gewaltfreiheit sind so alt wie die Berge. Alles, was ich getan habe, ist, daß ich versuchte, in beidem Experimente auf einer möglichst weiten Basis durchzuführen. Dabei habe ich mich manchmal geirrt, und ich habe von meinen Fehlern gelernt. So wurden das Leben und all seine Probleme für mich zu Experimenten in der praktischen Anwendung von Wahrheit und Gewaltfreiheit.”

Harijan, 28. März 1936

Mittel

“Das Mittel mag einer Saat verglichen werden, einem Baum das Ziel; und es gibt genau den gleichen unverletzlichen Zusammenhang zwischen dem Mittel und dem Ziel, wie es ihn zwischen der Saat und dem Baum gibt.”

Hind Swaraj, Kapitel 16

“Ich glaube, daß der Mensch, da ihm nicht gegeben ist, etwas zu erschaffen, nicht das Recht hat, auch nur die kleinste Kreatur, die da lebt, zu zerstören.”

Young India, 25. August 1920

Glaube

“Ich glaube Leuten nicht, die mit anderen über ihren Glauben, besonders in einer Bekehrungsabsicht sprechen. Glauben läßt kein Reden zu. Er muß gelebt werden und spricht dann für sich selber.”

Young India, 20. Oktober 1927

Epileptiker

Geschrieben von am 10. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

kopf2

Ich bin Epileptikerin, auch wenn Epileptiker ein sog. Schimpfwort ist, welches man eigentlich nicht verwenden soll. 1997 hatte ich einen sehr schweren Anfall, bei dem ich mir den Oberkiefer, das Stirnbein und das Jochbein gebrochen hatte, weil ich im Anfall voll auf mein Gesicht gestürzt bin. Einen Tag später machte ich dieses Photo per Selbsauslöser.

Ich habe die Epilepsie 1977 bekommen, wie aus dem Nichts krampfte ich plötzlich bei einem Zelturlaub. Annette hatte es mitbekommen und mir (wir waren 12 Jahre alt) erzählt, daß etwas komisches geschehen sei. Irgendwann berichteten wir meinen Eltern davon und dann kamen auch schon Anfälle in deren Gegenwart, so daß sie mit mir zum Neurologen gingen.

Epilepsie ist eine wirklich schreckliche Erkrankung, denn bei mir war es so, daß ich zu den unmöglichsten Zeiten einfach so auf der Straße umgekippt bin, und erst im Krankenhaus wieder erwachte. An dieser Stelle danke ich allen Ersthelfern. Heutzutage bin ich mit dem Medikament Keppra gut eingestellt. Aber das tröstet nur wenig über meine Vergangenheit mit 300 Grand Mal Anfällen und unzähligen Stürzen hinweg.

Nun gebe ich dir noch ein paar Ausschnitte aus der Geschichte der Epilepsie:

Der Begriff Epilepsie stammt aus dem Griechischen, von Epilambanein und bedeutet ergriffen, überwältigt werden. Bereits in der 400 v. Chr. erschienenen Charaka Samhita gibt es eine ausführliche Beschreibung epileptischer Anfälle. “Apasmara” = Bewusstseinsverlust wird dort detailliert mit verschiedenen Symptomen und Syndromen beschrieben. Die Krankheit wird dort auf übernatürliche Kräfte, in der Regel die Besessenheit von einem bösen Geist zurückgeführt. Entsprechend war die Behandlung spiritueller Natur. Auch heute noch werden in manchen ländlichen Regionen Indiens Epilepsiekranke an Bäume gebunden, ausgehungert und geschlagen, es werden ihnen dann Teile des Haupthaares abgeschnitten und Zitronensaft wird auf ihren Kopf geträufelt. All dies in dem Bemühen sie von dem bösen Geist zu befreien.

Auch 40 Babylonische Tafeln die bis 2000 v. Chr zurückreichen beschreiben recht genau die Anfallstypen wie wir sie heute kennen. “Seleniazetai” wurden Menschen mit einer Epilepsie dort genannt, da man davon ausging, dass sie von den Mondphasen und besonders dem Mondgott Selen beeinflusst wurden. Hier entstand auch die Auffassung dass Epilepsie etwas mit Mondsüchtigkeit zu tun habe. Diese Babylonischen Beschreibungen waren die Vorläufer griechischer Beschreibungen die von einer heiligen Krankheit. Erst Hippokrates (im 5. Jahrhundert vor Chr.) erkannte in der Epilepsie eine Erkrankung des Gehirns und empfahl auch körperliche Behandlungen. Dennoch setzte sich diese Sichtweise der Epilepsie erst im 18. und 19. Jahrhundert durch, in Vorurteilen leben die alten Auffassungen noch weiter.

Beispiele für Vorurteile gegenüber Epilepsiepatienten aus einem fact sheet der WHO:

In Cameroon glaubt man, dass Menschen mit einer Epilepsie vom Teufel besessen sind. Sie werden deshalb nicht unbedingt als schlecht gesehen, sondern als von dieser bösen Macht besessen, und der Teufel greift ab und zu Besitz von ihnen und verursacht dann die Anfälle.
In Indonesien, wird Epilepsie oft als eine Bestrafung durch unbekannte dunkle Mächte gesehen.
In Liberia, und anderen Afrikanischen Ländern sieht man oft eine Verbindung von Epilepsie und Hexerei oder damit zusammenhängende böse Geister
In Nepal, wird Epilepsie als Schwäche oder Besessenheit von einem bösen Geist oder auch eine Reaktion auf rote Farben gesehen.
In Swaziland, sehen viele traditionelle Heiler in der Epilepsie Hexerei.
In Uganda, wie in vielen anderen Ländern wird Epilepsie als ansteckend angesehen, den Kranken wird deshalb oft der Zugang zum dörflichen Kochtopf verweigert, da man befürchtet, dass man sich an ihrem Speichel anstecken könnte.
Wer nun glaubt man sei von solchen Vorurteilen und mittelalterlichen Verhältnissen bei uns Jahrhunderte entfernt, der sollte nicht nur an die Euthanasie im Naziregime denken, sondern sich auch bewußt machen, dass es noch 1970 in England für Menschen mit einer Epilepsie verboten war zu heiraten, und noch bis 1980 manche Staaten der USA dies ebenfalls als Grund für ein Verbot einer Heirat sahen. 18 Bundesstaaten der USA erlaubten noch bis 1956 eine eugenische Sterilisation für Menschen mit einer Epilepsie. Bis in die 70er Jahre war es legal in den USA Menschen mit einer Epilepsie den Zugang zu Restaurants, Theatern, Freizeiteinrichtungen und anderen öffentlichen Veranstaltungen oder Gebäuden zu untersagen.

Epilepsien sind organische oder Gehirnerkrankungen. Die Kranken sind nicht geisteskrank. Epilepsie mindert nicht die Intelligenz. Auch eine Vielzahl berühmter und sehr leistungsfähiger Menschen litt unter epileptischen Anfällen.

Prinzipiell kann jeder Mensch einen epileptischen Anfall bekommen, da in jedem Gehirn eine individuelle Krampfbereitschaft vorliegt. Das bedeutet, daß der epileptische Anfall lediglich ein Symptom und noch kein eigenes Krankheitsbild darstellt.

epilepsie

Stichwort “Kant”

Geschrieben von am 9. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

immanuelkant

Der kategorische Imperativ

Der kategorische Imperativ ist die oberste und allgemeinste Handlungsanweisung in der Philosophie Immanuel Kants, das höchste Prinzip der Moral. In der Grundform lautet er: “Handle so, dass die Maxime (= subjektive Verhaltensregel) deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.”

Neben dieser Formel aus der “Kritik der praktischen Vernunft” (1788) nennt Kant bereits in seiner “Grundlegung zur Metaphysik der Sitten” (1785), in der er den kategorischen Imperativ entwickelt, weitere Varianten: “Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte.” Und: “Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.”

Moralisch handelt demnach nur derjenige, der sich nicht von sinnlichen Bestimmungsgründen leiten lässt. Nicht wechselhafte Triebe, Bedürfnisse und Neigungen sollen den Willen bestimmen, sondern allein die Pflicht, dem Sittengesetz zu folgen. Nur dann handelt der Mensch nicht fremd-, sondern selbstbestimmt (“autonom”) und rational. Freiheit – für Kant der Grundbegriff der Moral – heißt nicht Schrankenlosigkeit, sondern Gehorsam gegen das selbst gegebene Sittengesetz, das jeder in seinem eigenen Gewissen erkennt.

“Kategorisch” heißt der Imperativ, weil er ohne jede Einschränkung gültig ist – im Unterschied zu hypothetischen Imperativen, die unter einer Bedingung stehen (“wenn ich x möchte, dann muss ich y tun”). Weil der kategorische Imperativ ausnahmslos jeden immer verpflichtet, gilt er schlechthin allgemein. Diese strenge Allgemeinheit wird zum Maßstab der Sittlichkeit: Sittlich handelt nur der, der sich an verallgemeinerungsfähigen Grundsätzen (“Maximen”) ausrichtet.

Kant bei mir auf der Homepage

Orgelpfeife

Geschrieben von am 9. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Die Orgel im Bardowicker Dom und ihre Pfeifen wurden vor ein paar Jahren restauriert. Wie heißt es so schön:

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“Ihr wurde neuer Odem eingehaucht.”

Mit dem Verkauf der alten Orgelpfeifen wurden dafür Spenden gesammelt. Eine alte Pfeife davon habe ich hier liegen, “4” steht drauf, und so klingt sie:

Orgelpfeife

orgelpfeife

Die Orgel hat meiner Ansicht nach einen guten Klang…:-)))… Johann Sebastian Bach hätte sie mit seinem Toccata und Fuge in D-Moll sicher gefallen:

Bach – Toccata und Fuge in dmoll

Weiter Seiten zum Bardowicker St. Peter und Paul Dom findest Du hier

CDU Plakat

Geschrieben von am 9. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

cdu

Ich habe Vera Lengsfeld zwar nicht gewählt, aber ihr Plakat hat mir gefallen. Das ist doch schon einmal ein kleiner Schritt….:-)))

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