Alles hat seine Zeit

Alles hat seine Zeit
3,1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: 3,2 geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; 3,3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; 3,4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 3,5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; 3,6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 3,7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 3,8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. 3,9 Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.

3,10 Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, daß sie sich damit plagen. 3,11 Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur daß der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. 3,12 Da merkte ich, daß es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. 3,13 Denn ein Mensch, der da ißt und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.

3,14 Ich merkte, daß alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, daß man sich vor ihm fürchten soll. 3,15 Was geschieht, das ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was vergangen ist.

Marlene Dietrich singt ein wunderschönes Lied zu diesem Text:

Lied

Earth and Moon Viewer

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Satellitenaufnahmen
Wenn es etwas gibt, was mich unendlich beruhigt und woran ich mich maßlos erfreuen kann, dann sind das Satellitenaufnahmen der Erde. Wenn ihr Living Earth anklickt, dann könnt ihr dort unglaublich große Aufnahmen der Erde von jedem x- belibiegen Blickwinkel anklicken. Stellt nur die Gradzahl in Länge und Breite und die Pixelzahl auf ca. 840 ein. Living Earth

Dort siehst Du, wo jetzt in diesem Moment Tag und Nacht ist – wenn ich diese Internetseite in groß aufrufe, dann kann ich stundenlang dran herumspielen, jegliche Gradzahlen und Entfernungen einstellen. und finde das nur noch toll – klicke bitte auf Fourmilab.

Eine erste Einstiegsseite findet sich hier. Ich baue Euch hier mal einen IFRAME ein, dann seht Ihr, was Euch erwartet.

Sexuelle Revolution ist schuld

Bischof Mixa gibt ”sexueller Revolution” Mitschuld.
Ja, wenn ich diese Überschrift in der Süddeutschen schon lese, dann werde ich wild. Das ist ja mal wieder typisch für einen katholischen Würdenträger. Mißbrauch, vor allem innderhalb der Kirche hat es schon immer gegeben. Da sind die 60er Jahre völlig unerheblich.

“Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig”, sagte Mixa in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen.

Ich könnte in die Luft gehen!!! Mixa verhöhnt die Opfer, wenn er mit solchen Sprüchen kommt.

Webcam Koblenz Deutsches Eck

Koblenz – Deutsches Eck – Zusammenfluß von Rhein und Mosel

Dat du min Leevsten bist

osterglocke

Mit einem lieben Kuß für Bettina. Godewind singt:

Dat du min Leevsten büst,
Dat du woll weeßt.
|: Kumm bi de Nacht,
Kumm bi de Nacht,
Segg mi wat Leevs.

Kumm du üm Middernacht,
Kumm du Klock een!
|: Vader slöpt,
Moder slöpt,
Ick slap aleen.

Klopp an de Kammerdör,
Fat an de Klink!
|: Vader meent,
Moder meent,
Dat deit de Wind.

Kummt denn de Morgenstund,
Kreiht de ol Hahn.
|: Leevster min,
Leevster min,
Denn mößt du gahn!

Sachen den Gang henlank,
Lies mit de Klink!
|: Vader meent,
Moder meent,
Dat deit de Wind.

Lied

Mein Lieblingsgedicht

cdf1822mondaufgang

Mondaufgang von Caspar David Friedrich 1822 passend zum folgenden Gedicht:

Min Jehann ein Gedicht von Klaus Groth

Ina Müller (zur Homepage) hat dieses Gedicht wundervoll vertont:

Lied

Ik wull, wi weern noch kleen, Jehann,
Do weer de Welt so grot!
Wi seten op den Steen, Jehann,
Weest noch? bi Nawers Sot.
An Heben seil de stille Maan,
Wi segen, wa he leep,
Un snacken, wa de Himmel hoch
Un wa de Sot wul deep.

Weest noch, wa still dat weer, Jehann?
Dar röhr keen Blatt an Bom.
So is dat nu ni mehr, Jehann,
As höchstens noch in Drom.
Och ne, wenn do de Scheper sung
Alleen, int wide Feld:
Ni wahr, Jehann? dat weer en Ton!
De eenzige op de Welt.

Mitünner inne Schummerntid
Denn ward mi so to Mod.
Denn löppt mi’t langs den Rügg so hitt,
As domals bi den Sot.
Denn dreih ik mi so hasti um,
As weer ik nich alleen:
Doch allens, wat ik finn, Jehann,
Dat is – ik sta un ween.

Hochdeutsche Übersetzungshilfen:

Bom (Boom) = Baum
dar (daar) = da, dort
deep = tief
do = dann, damals, da
dreih = drehe
Drom (Droom) = Traum
he = er
Heben (Heben, Heven) = Himmel
Jehann = Johannes
hitt = heiß leep = lief
löppt = läuft
Maan = Mond
Mod (Mood) = Mut
Nawer (Naver, Naber) = Nachbar
röhr = rührte (sich)
Rügg = Rücken
Scheper (Scheper) = Schäfer
Schummerntid (Schummerntied) = Dämmerung
segen (sehgen) = sahen seil = segelte
seten (seten) = saßen
snacken = redeten, plauderten
Sot (Soot) = Brunnen
sta (stah) = stehe
sung = sang
wa (wa’, wat) = was, wie
ween = weine
weern = waren, waren
wull = wollte

Das Denken

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Das Denken

Ja, ich gebe zu, daß es mir ungeheuer schwer fällt, mal nicht über alles herumzugrübeln. Vielleicht werde ich im Alter von 90 Jahren einmal feststellen, daß diese ganze Denkerei mir persönlich und meinem Umfeld etwas positives beschert hat. Bis jetzt hab ich den Eindruck, daß ich im normalen Leben eher über all die Gedanken stolpere, als daß sie mir etwas nützen. *grins*

Der Null Meridian in Greenwich

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Diese zwei Bilder habe ich 1992 während eines London Aufenthaltes gemacht. Wie man sieht, fand ich vor 18 Jahren Cowboystiefel noch richtig toll *grins* das hat sich bis heute geändert. Links von meinem Fuß ist Westen und rechts von meinem Fuß ist Osten. Analog zu Leonardos Spruch (wer wenig denkt, irrt sich oft) stellt sich hier die Frage, was den Unterschied zwischen West und Ost ausmacht. Eigentlich bin ich Wessi, aber was war ich in dem Moment, als ich dieses Photo machte? *grübel*

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Moskau und Zucker

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Mitte der 90er waren wir von der TU Berlin aus zu einem zweiwöchigen Studienaufenthalt in Moskau. Dieses Gruppenfoto haben wir dort gemacht. Ich war wie erschlagen von dieser Stadt. Einerseits war es sicherlich faszinierend und aufregend, andererseits konnte ich überhaupt nicht begreifen, wie arm Menschen sein können. Oben auf dem Photo sind die vier Moskauer Studenten drauf, die während des Gegenbesuches bei uns geschlafen hatten .. lacht … alle 4 zusammen, damit sich nicht jeder so einsam fühlte. Auf dem großen Klappsofa ging das schon. Eines Nachts wachte ich auf, weil ich ein scheppern in der Küche hörte, und war aufgestanden, um nachzusehen. Dort stand einer der Jungs vor dem Küchenschrank und aß (ohne Blödsinn) esslöffelweise Zucker. Da die Verständigung nur auf Englisch funktionierte, und ich noch müde war, hatte es ewig gedauert, bis er mir verklickern konnte, daß purer Zucker in Moskau eine Köstlichkeit sei. In dem Moment habe ich mich fürchterlich geschämt, wie reich wir in seinen Augen doch sein mußten.

Freiheit

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Freiheit

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas zu sehnen und es zu verwirklichen. Schiffbruch zu erleiden, und Erfolg zu haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten als ein gesichertes Dasein führen, lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen dies ist mein Werk.

Der Text wurde von Albert Schweitzer verfasst und spricht mir aus der Seele.

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Das … bin … ich …

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… und so unterschiedlich, wie die Bilder sind, ist meine gesamte Persönlichkeit. Am 13. Februar 1965 wurde ich im Krankenwagen zwischen Adendorf und Lüneburg geboren. Wenn Du etwas über mich und meine Interessen erfahren möchtest, dann kannst Du diesen Blog durchblättern oder meine Homepage erkunden.

Und das ist das erste Photo, welches mein Vater 1965 von mir machte:

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die kleinen Dinge

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Es muß nicht gleich Albert Einstein sein, manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die man nicht versteht. Zum Beispiel sah ich die Talkshow von Annemie Hülchrath, und kann bis heute nicht begreifen, wie es der WDR geschafft hat, in einer Sendung zweimal ein und die selbe Person zu zeigen. Ich schaute wie gebannt auf den Fernseher, links saß Annemie Hülchrath, rechts saß Cordula Stratmann, und beide unterhielten sich – wie haben die das gemacht???

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David von Michelangelo

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Michelangelos David entstand zwischen 1501 und 1504 in Florenz. Er ist die erste Monumentalstatue der Hochrenaissance und gilt als die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte. Mit Sockel mißt die gesamte Figur 5,48m.
Es ist der biblische David in dem Augenblick dargestellt, in dem er, die Steinschleuder bereits auf der Schulter angelegt, den Kampf gegen den Riesen Goliath beginnt (1. Samuel 17).
1501 erhielt Michelangelo den Auftrag von der Wollweberzunft (Arte della Lana) in Florenz. Der riesige Marmorblock, an dem sich schon Agostino di Duccio und Antonio Rossellino vorher versuchten, lagerte im Domgarten von Florenz.
Michelangelo fand ihn in grob behauenem Zustand vor und machte sich an die Arbeit. Rückblickend könnte man schlußfolgern, daß der angewinkelte Arm sich aus dem vorgefundenen Marmor ergab. Zwei hängende Arme gab der Block nicht mehr her. Es ist nur Michelangelos Augenmaß zu verdanken, daß eine so vorzügliche Skulptur entstanden ist.
Wahrzeichen
Der David wurde nur für eine kurze Zeit zum Wahrzeichen der freien Bürger der Stadt Florenz. 1512 erzwangen die Medici, die 1494 aus der Stadt verbannt worden waren, ihre Rückkehr nach Florenz, in deren Zug es zu handfesten Auseinandersetzungen kam. Eine Bank flog aus einem Fenster des Palazzo Vecchio und zertrümmerte den linken Arm der Statue. Der junge Giorgio Vasari sammelte die Bruchstücke ein und bewahrte sie auf. Nachdem die Herrschaft der Medici endgültig gesichert war, übergab er sie 1543 Cosimo I., der die Figur restaurieren ließ.

Bei The Onion findet sich übrigens folgendes Bild vom David:

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