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Michelangelo 24 Jahre alt

Geschrieben von am 9. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Pietá

Diese Skulptur (Pietá) stellte Michelangelo mit 24 Jahren her.

Das zarte und melancholische Gesicht der jungen Mutter, die den toten Sohn wie ein kleines Kind im Schoß hält, ist eine der rührendsten Szenen der Bildhauerkunst Michelangelos.

Der Künstler wollte in diesem Werk nicht den Konflikt zwischen der Seele und dem Körper darstellen, sondern konzentrierte sich darauf, das Ideal der geistigen Schönheit wiederzugeben, so wie sie die im Florenz der Medicis verbreitete neuplatonische Philosophie erstrebte, deren Anhänger Michelangelo war.

Vielleich warst du ja schon mal auf einer Beerdigung. Manchmal kommt man dann auf die Idee, darüber nachzudenken, wie wohl die eigene Beerdigung sein würde. Die Musik war bestimmt altmodisch, so daß du dir für deine Beerdigung HipHop oder Techno wünscht, und wenn nur so ein typischer Grabstein für einen geliebten Menschen übrigbleibt, dann könntest du dir bestimmt etwas besseres vorstellen.

Zur Zeit der Renaissance machten sich hochrangige Amts- und Würdenträger einen wahnsinns Streß, wenn es darum ging, wie sie für die Nachwelt in Erinnerung bleiben sollten. In Kirchen wurden extra Räume und Gruften eingeplant oder eine eigene Kapelle gebaut. Manch einer bestellte sich schon zu Lebzeiten Statuen, die auf dem Grab, in der Gruft, oder aber über dem Sarg stehen solten.

Dazu gehörte der Kardinal, ein Botschafter Karls VIII. bei Papst Alexander VI., und wünschte eine Pietá für seine eigene Begräbniskapelle im alten Petersdom, im Inneren von Sankt Petronilla. Das 1499 fertiggestellte Werk ruft Bewunderung hervor, und im Alter von 24 Jahren befindet sich Michelangelo auf der Höhe seines künstlerischen Ruhmes.

Überleg mal, wie alt du bist. Sicherlich ist Michelangelo eine Ausnahmeerscheinung, aber es ist der absolute Hammer, wenn man mit 24 Jahren eine solche Skulptur aus Marmor herstellt.

Die Pietà (italienisch: ‚Frömmigkeit, Mitleid‘, dt. auch Vesperbild, nichtfachsprachlich auch Pieta) ist in der bildenden Kunst die Darstellung Marias als Mater Dolorosa mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus. Das Motiv ist in der Bildhauerkunst seit dem frühen 14. Jahrhundert gebräuchlich und wird von der älteren Forschung in Verbindung mit der Entstehung des Andachtsbildes gebracht. Der frömmigkeitsgeschichtliche Ursprung ist in der verstärkten Hinwendung zum erlösenden Leiden Christi am Kreuz und der compassio bzw. corredemptio seiner Mutter zu sehen. Der formale Ursprung der Vesperbilder in mehrfigurigen Beweinungsdarstellungen wird immer wieder behauptet, ist aber nicht bewiesen. Die Pietà zählt zu den erfolgreichsten Bildfindungen des Mittelalters.

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