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Wozu gehören diese Engel ???

 

 

 

 

 

 

 

 

Sicherlich hast du diese kleinen Engel schon öfter im Nippesladen auf Postern, Bettwäsche oder Tassen gesehen. Sie sind auch wirklich drollig und süß.

Aber Raffael (oder wer?) hat sie nicht allein gemalt, sondern sie sind Bestandteil der Sixtinischen Madonna. Das Gemälde wurde 1513-14 in Öl auf Leinwand gemalt.

Und falls nicht gerade Hochwasser ist, kannst du sie in der Gemäldegalerie der Alten Meister in Dresden bewundern. Das ganze Bild hat eine enorme Größe von 265 x 196 cm.

 

http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/ganzer_artikel.asp?artikelid=51 Volker Barth schreibt: Raffael präsentiert sein Altarbild als »Sacra Conversazione«, eine Verbindung von Madonna, Heiligen, Engeln, Stiftern und Berühmtheiten. Zu Füßen Mariens kniet Papst Sixtus II. (257–258), Märtyrer unter Kaiser Valerian und Namenspatron der Benediktinerkirche in Piacenza. Er vermittelt zwischen dem Himmel mit der Muttergottes und der Welt der Gläubigen. Rechts ist die heilige Barbara mit dem Turm dargestellt. Sie war die Tochter des reichen Christenfeindes Dioskuros von Nikomedien und wurde für ihren unerschütterlichen Glauben eingekerkert, gefoltert und schließlich hingerichtet.

Die Faszination des Gemäldes geht von einer idealisierten und sehr weiblichen Mutter Maria aus, die ein in sich gekehrtes Jesuskind auf dem Arm trägt. Unter den zahlreichen Madonnen Raffaels ist diese Darstellung einmalig. Modell stand dafür, wie der Renaissance-Maler Giorgio Vasari berichtet, die Bäckerstochter Fornarina, die Geliebte Raffaels. Als Maria steht sie mit nackten Füßen auf einer Engelswolke und symbolisiert die unbefleckte Reinheit. Ein geteilter Vorhang gibt den Blick frei auf eine himmlische Bühne, die Erlösung verheißende Muttergottes und den Gottessohn.

Doch jetzt das vorerst letzte Kapitel: 1983 wurde Raffaels Meisterwerk mit modernster Technik untersucht. Dabei gelang eine sensationelle Entdeckung: Die beiden Engel am unteren Bildrand wurden erst im Nachhinein auf die schon fertigen Wolken gemalt. Die Überraschung war perfekt: Die Sixtinische Madonna ist weltberühmt durch ihre Engel – und ausgerechnet sie stammen nicht von des Meisters Hand. Zwar hatten schon 1768 der Kunstkenner Carl Heinrich von Heinecken und 1842 der Maler Alfred Rethel Zweifel an Raffaels Urheberschaft geäußert, aber wie sollten sie den Beweis antreten? Den lieferte nun die Röntgenaufnahme.

Doch niemand würde es heute wagen, die geflügelten Schelme aus dem Gemälde wegzurestaurieren. Und so bleiben die beiden Engel aus der Hand des unbekannten Meisters ein letztes himmlisches Rätsel, das die Sixtinische Madonna des berühmten Raffael umgibt.
Autor(in): Volker Barth http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/ganzer_artikel.asp?artikelid=51

...und nun noch einmal die Engel ... als Rollover-Bild ... selbst kannte ich diese Version garnicht ...:-)))... erst als Dan mir eine e-mail mit diesem Bildanhang schickte, wurde ich darauf aufmerksam...

und es gibt noch eine weitere Variante:

Zum Bild der Sixtinischen Madonna schreibt das Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig:

Raffael: Die Sixtinische Madonna (1513)

Raffaello Santi, gen. Raffael/ Raphael

Geb. 7.4. 1483 in Urbino, gest. 6.4. 1520 in Rom;

Maler und Architekt, Sohn von Giovanni Santi; Schüler von Pietro Perugino; ab 1504 in Florenz unter Einfluß Leonardos und Fra Bartolommeos, insgesamt tätig in Siena (1504), Urbino (1502-1507), Florenz und hauptsächlich in Rom (ab 1508) bis zu seinem Tode.

Ein grüner Vorhang öffnet den Blick auf diese Szenerie einer vermeintlichen Sacra Conversazione. Die heilige Mutter Maria mit dem Kind erscheint schwebend auf einem Teppich aus Wolken. Flankiert wird sie auf der linken Seite von der heiligen Barbara und rechts von dem Titelheiligen der Kirche Papst Sixtus II. Am unteren Rand schließt eine Brüstung mit zwei sich aufstützenden Engeln das Bild ab. Der Raum hinter der Madonna wird durch einen fast durchsichtig scheinenden Chor aus kindlichen Engelsköpfen ausgefüllt. Ungewöhnlich an dieser Sacra Conversazione ist, daß Maria barfüßig und in ihrer Erscheinung lebensgroß und völlig unverdeckt, ohne sichtbare Erhöhung dargestellt ist. Die Heiligen, Sixtus II., dessen Züge oft mit denen des Auftraggebers Papst Julius II. verglichen werden und die heilige Barbara, erkennbar an ihrem Attribut dem Hungerturm im Hintergrund, schaffen durch ihre kniende Haltung eine natürliche Erhöhung.

Die Figuren sind in ihrer Erscheinung einem Rombus ähnlich, ohne einander zu verdecken, angeordnet. Die Augen der Madonna und des Kindes sind frontal auf den Betrachter gerichtet, während Sixtus im Profil erscheint und zur Madonna aufblickt. Seine rechte Hand weist auf den Betrachter. Barbara verweilt ebenfalls in einer Profilhaltung, die nur durch ihr dem Betrachter zugewandtes Gesicht gebrochen wird. Ihre linke Hand liegt anmutig auf ihrer Brust, und ihr Blick ist gesenkt.

Das 1550/ 1568 in nur einem Satz von Giorgio Vasari erwähnte Bild ist zweifellos eines der bedeutendsten Altarbilder der Italienischen Hochrenaissance und wirft bis heute Fragen zu Form, Material und Bestimmungsort auf. Die Forschung hat sich im Allgemeinen darauf geeinigt, daß das Bild 1513 entstanden ist und bestimmt war für den Hochaltar der Kirche von San Sisto in der Provinz Piacenza als Schenkung des Papstes Julius II. zur Belohnung für Piacenzas Beitritt zum Kirchenstaat. Der Grund dafür, daß es auf Leinwand gemalt ist, besteht wohl in dem sonst umständlichen Transport von Rom nach dem viel weiter nördlich liegenden Piacenza. Ein möglicher Zusammenhang des Bildes und seiner Funktion liegt begründet in der Lünette, die heute die Piacenza verbliebene Kopie schmückt. Zwei Engel halten eine Krone über die im Bild darunter dargestellte Maria. Das läßt darauf schließen, daß es sich bei dieser um eine zum Himmel schwebende, der Krönung entgegentretende Muttergottes handelt. Dieser "Himmelfahrtstheorie" entgegenkommende Zeichen sind der Papst mit der abgestellten Tiara, sowie die für eine "echte" Sacra Conversazione ungewöhnlich aufrecht stehende Darstellung der Maria. Die Anwesenheit des Christuskindes kann durch Mischung dieser Form der Himmelfahrt mit dem Ablauf des Meßopfers erklärt werden. Die Engel am unteren Rand stehen bereit, um den verwandelten Leib Christi zurück in den Himmel zu tragen.

Eine andere Theorie erklärt diese ungewöhnliche Form mit dem augenblicklichen Heranschweben der Madonna mit dem Kind und der Offenbarung Christi (Epiphanie). Dieser Gedanke wird durch Verwendung des geöffneten Vorhangs und der Brüstung am unteren Bildrand noch unterstützt. Diese Mittel stellen die Verbindung oder Grenze zwischen dem irdischen und himmlischen Reich dar. Die weisende Geste des Papstes zum Betrachter und die sich auf die Brüstung stützenden Engel sind weitere Verbindungsglieder.

Auf eine einheitliche Lösung, insbesondere der Interpretation, hat sich die Kunstgeschichte bis heute nicht geeinigt. Fest steht aber ohne Zweifel, daß "Raffaels Sixtinische Madonna in Dresden zu den ikonographisch am besten erforschten und quellenmäßig am schlechtesten belegten Hauptwerken der neueren Kunstgeschichte" (A. Prater) gehört.

Literatur: Giorgio Vasari, Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister, von Cimabue bis zum Jahre 1567, Übersetzung von Ludwig Schorn und Ernst Förster, Stuttgart 1843, Bd.3/I; Theodor Hetzer, Die Sixtinische Madonna, Frankfurt/Main 1947; Marielene Putscher, Raphaels Sixtinische Madonna, Tübingen 1955; Leopold Dussler, Raffael - Kritisches Verzeichnis der Gemälde, Wandbilder und Bildteppiche, Dresden 1966; Michail Alpatow, Die Dresdner Galerie, Dresden 1966; Wilhelm Kelber, Raphael von Urbino - Leben und Werk, Stuttgart 1979; Gisbert Kranz, Gedichte über die Sixtinische Madonna. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte, 1981, S. 158 - 170; K.H. Weber, Die Sixtinische Madonna - Bemerkungen zu Erhaltungszustand, maltechnischem Aufbau, konservatorischen Maßnahmen. In: Staatl. Kunstsammlungen Dresden Jahrbuch 15, S.70- 84, 1983; J.K. Eberlein, The curtain in Raphael´s Sistine Madonna. In: Art Bulletin 65/I, 1983, S. 61 - 77; Prater Andreas, Jenseits und diesseits des Vorhangs. In: Münchner Jahrbuch der Bildenden Kunst 3.Folge, 42, 1991, S. 117-136; Michael Rohlmann, Raffaels Sixtinische Madonna. In: Römisches Jahrbuch der Bibliotheca Hertziana 1995, v.30, S.221-248.

http://www.uni-leipzig.de/~kuge/neu/2raffael-sixtina.html

Spiel - Sixtinische Madonna - Paare finden

Raffael - Die Engel spielen verrückt - Animation

 

 

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