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Was kennzeichnet Miniaturen ???

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die kleinsten Miniaturen sind wohl wirklich Fingernägel in irgendeinem Nail-Art Design. Man kann sie aussuchen oder je nach Motiv bestellen. Vielleicht denkst du jetzt auch an kleine Dosen. Wie auch immer haben Fingernägel zum aufkleben oder gar Pillendosen ihren Ursprung.

Du siehst zunächst zwei Gemälde die einen relativ guten Querschnitt durch die Miniaturmalerei repräsentieren.

Das erste Gemälde ist etwa so groß, wie eine Postkarte:

 

 

Paul Bril, ca. 1599, Bergszene

Öl auf Kupfer, 11,8 x 17,5 cm - Wallraf-Richartz Museum, Köln

Die Brüder Matthäus und Paul Bril entwickelten die Kunst der Landschaftsdarstellung in verschiedenen Zonen. In der Regel wurden die Bilder in Öl auf Kupferplatten gemalt. Motive wie Klippen, Wasserfälle, Brücken, Kapellen und Pfade wurden in ihrer kompositorischen Struktur meist in einer Diagonale angelegt. Am Ende wurden Wanderer, Reiter oder Jäger eingefügt.

 

Das nächste Bild ist etwas größer, allerdings noch immer keine DIN A4 Größe und zeigt den Fall des Ikarus:

 

 

Hans Bol, (1534-1593), Landschaft mit dem Fall des Ikarus

Aquarell auf Papier, 133 x 206 mm - Museum Mayer van den Bergh, Antwerpen

 

Die Menschen im 16. Jhdt. waren sehr an der klassischen Mythologie interessiert. Und gerade wenn es um Moralfragen ging, waren solche Geschichten besonders beliebt.

Daidalos sollte für König Minos ein Labyrinth bauen um das Ungeheuer Minotauros gefangen zu halten. Irgendwann kam er selbst nicht mehr raus und beschloß es durch die Luft zu versuchen.

Daidalos, war erfindungsreich und baute Flügel aus Federn und Leinenfäden, die er mit Wachs verklebte. Sein Sohn Ikaros zeigte großes Interesse und durfte mit seinem Vater die Flügel ausprobieren. Sie wurden an den Armen festgeschnallt. Vor dem Flug warnte Daidalos seinen Sohn, er möge nicht zu nahe an die Sonne heranfliegen, sonst würden die Flügel schmelzen. Sicher weißt du was jetzt kommt: Ikaros ist übermütig, kommt der Sonne zu nahe, die Flügel schmelzen und er stürzt ins Meer. Daidalos konnte seinem Sohn nicht mehr helfen und mußte zusehen, wie dieser ertrank.

Und die Moral von der Geschichte wird dir bestens bekannt sein:

Hab ich´s dir nicht gesagt, du hättest auf mich hören sollen... das wäre so die typische Antwort, aber jeder in Ikarus´ Alter ist am Ausprobieren interessiert, da können sich die Eltern den Mund fusselig reden ...... das kennst du bestimmt auch....aber statt es in der Realität zu probieren, kannst Du es ja mal spielen:

Das letzten 2 Gemälde in diesem Rätsel sind von Sandro Botticelli. Sie sind jeweils etwas größer, als ein DIN A 4 Blatt:

 

 

Sandro Botticelli, ca. 1472, Öl auf Holz, 31 x 24 cm, Uffizien, Florenz

Die Rückkehr Judiths nach Bethulia und die Entdeckung des geköpften Holofernes

 

Ja, es ist klar, was jetzt kommt....

wenn du männlich bist und das hier liest, dann sind Frauen mit Sicherheit nur ekelig und grausam. Und falls du eine weibliche Leserin bist, dann haben wir es den Männern mit fiesen Tricks mal so richtig gezeigt. Judith ist die so ziemlich erste Frau, die in den Krieg zieht und den Feind dann auch noch köpft und den Kopf stolz nach Hause trägt.

Zum Alten Testament gehören Bücher, die sich Apokryphen nennen. Darin findest du ein Buch Judith.

Der Assyrerkönig Nebukadnezar schickte den Feldherren Holophernas mit dem Heer zur Belagerung nach Bethulia. Die Israelis hatten Angst. Judith war eine reiche israelische Witwe und wollte ihrem Volk helfen. Da sie eine Frau war, mußts sie mangels Kraft eine List anwenden um Holophernas in die Enge zu treiben.

Ja??? und was machen Frauen in einem solchen Fall???

Sie betören die Männer mit ihrer Schönheit, täuschen ihre Bereischaft zum Beischlaf vor und machen den Kerl erstmal so richtig betrunken. Und jetzt kommt der O-Ton aus der Bibel:

"Dann trat sie zur Säule des Bettes hin, die sich zu Häupten des Holophernes befand, und nahm sein kleines Schwert... Sie näherte sich dem Bett, ergriff das Haar seines Hauptes und sprach: 'Stärke mich, Herr, Gott Israels, am heutigen Tage!' Dann schlug sie zweimal mit all ihrer Kraft in seinen Nacken und trennte ihm das Haupt davon ab. Seinen Leichnam wälzte sie vom Lager fort... Bald darauf trat sie hinaus und übergab ihrer Dienerin das Haupt des Holophernes. Diese legte es in ihren Reisesack." Mit ihrem bluttriefenden Mitbringsel erntete Judith bei den Israeliten größtes Lob. "Gepriesen seist du, Tochter, bei Gott dem Höchsten, vor allen Frauen auf Erden!" So hoch gerühmt kommt die Heldin auf eine Idee. "Hört nun auf mich, Brüder! Nehmt dies Haupt und hängt es an die Zinne eurer Mauer!"

Diese biblische Geschichte von Judith der Heldin, die Holophernas umbrachte, wurde in der Kunst der Renaissance sehr oft verwendet, wenn Freiheit und Sieg über die Tyrannei dargestellt werden sollte.

 

 

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