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Wer schmiedet Reformpläne ???

 

 

 

 

 

 

Und was verbindet Raffael, Michelangelo und die Evangelische Kirche?

 

 

 

Kennst du die Sendung mit der Maus?

Mit Sicherheit!!!

Und du kennst wahrscheinlich auch die Lach- und Sachgeschichten.

In dieser Form werden wir es jetzt mal ganz langsam versuchen, die Fragen zu beantworten:

 

 

Das ist der Raffael,

eigentlich heißt er Raphaello Sanzio und lebte 1483-1529:

 

 

1506 hat er ein Bild von sich selbst gemalt.

Und hier hat der Raffael den Papst Leo X. gemalt:

 

 

Die beiden kannten sich schon eine sehr lange Zeit, bevor dieses Gemälde 1518/19 entstanden ist. Eigentlich gehörte Leo X. zum Hause der Medici, ist aber dann der neue Papst in Rom geworden.

Leo X. wollte unbedingt einen neuen Petersdom bauen lassen und engagierte für diesen Auftrag den Bramante:

 

 

Der war ein guter Bekannter von Raffael. Ihn hat Raffael in seiner Schule von Athen 1481 für die Figur des Euklid, das ist der mit dem Zirkel porträtiert. Bramante galt als großer Baumeister. Natürlich hat er sich sofort an die Planung gemacht:

 

 

Wie sich aber heraus stellte, hat das dann doch nicht so geklappt, wie sich der Papst das gewünscht hatte. Das mit der Kuppel wollte einfach nicht hinhauen. Deshalb brauchte der Leo X. doch lieber einen anderen Baumeister. Das war der Michelangelo. Den hat der Raffael auch für seine Schule von Athen als Figur des Heraklit porträtiert:

 

 

Michelangelo war unglaublich talentiert und machte eine Skizze vom zukünftigen Petersdom:

 

 

Damit aus dieser Skizze irgendwann ein echtes Gebäude wurde, brauchte Leo X. viel Geld. Ihm kam im Jahre 1515 die Idee, einen Ablaß für die Mainzer Kirchengemeinde und die brandenburgischen Länder auszuschreiben. Wenn man einen Ablaß kauft, kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens werden einem die Sünden vergeben und zweitens gibt ein Ablaß den Christen die Gelegenheit ein gutes Werk zu tun, nämlich den Neubau des Petersdoms in Rom durch Geldspenden zu fördern. Jetzt brauchte Leo X. nur noch jemanden, der das Geld einsammelte. Das war der Johannes Tetzel:

 

 

Der lief durch die Gegend

und verkaufte Ablaßbriefe:

 

 

Die Idee funktioniert ganz prima,

denn langsam nahm der neue Petersdom Form und Gestalt an:

 

 

Als Rom immer noch nicht genug Geld für den Bau des Petersdoms hatte, wurden die Regeln nach und nach gelockert. Man konnte auch Ablässe für Verstorbene kaufen. Bramante, Michelangelo und Papst Leo X. freuten sich, daß soviel Geld zusammen kam. Aber es gab jemanden der sich darüber wahnsinnig aufregte. Das war der Martin Luther, er wurde 1529 von Lucas Cranach porträtiert:

 

 

Martin Luther war ein Mönch und ein Geistlicher. Er war der Meinung, daß Gott die Sünden nicht vergibt, weil man dafür bezahlt, sondern nur, wenn man seine Sünden wirklich büßt und bereut. Um seinem Ärger Luft zu machen, schrieb er 95 Thesen auf und nagelte sie am 31. Oktober 1517 an die Schloßkirche zu Wittenberg, damit jeder sie lesen konnte:

 

 

Dem Martin Luther gefiel an der Katholischen Kirche so manches nicht. Er wollte die Kirche reformieren. Darüber war der Papst Leo X. überhaupt nicht erfreut und warf den Martin Luther 1521 aus der Kirche raus. Das nennt man exkommunizieren. Auf dem Reichstag in Worms wurde der Bann über ihn verhängt. Demnach hatte der Martin Luther nicht nur Freunde, sondern auch Feinde. Er brachte sich auf der Wartburg in Sicherheit:

 

 

Dort hatte der Martin Luther viel Zeit und übersetzte erstmal die Bibel vom Griechischen und Lateinischen ins Deutsche, damit sie endlich jeder lesen konnte. 1534 war er damit fertig:

 

 

Martin Luther wollte schließlich garnichts mehr mit der Katholischen Kirche zu tun haben und gründete eine eigene, die "Evangelische" Kirche. Dafür schrieb er den Katechismus. Das sind die Regeln dieser neuen Kirche. Und er fand endlich Zeit, zu heiraten. Wäre er noch katholischer Geistlicher gewesen, hätte er dazu von seiner Kirche niemals die Erlaubnis bekommen. Aber in seiner eigenen neuen Kirche war es einem Pfarrer gestattet, zu heiraten. Seine Frau hieß Katharina von Bora, auch sie wurde 1529 von Lucas Cranach porträtiert. Sie schenkte dem Martin Luther 6 Kinder:

 

 

Als der Martin Luther 1546 in seinem Geburtsort Eisleben starb, waren alle sehr traurig. Bis auf zwei Leute: Das waren Papst Leo X und Michelangelo, die hatten mit den Ablaßbriefen soviel Geld verdient, daß der Petersdom endlich gebaut werden konnte. Leider konnten beide 1622 die Fertigstellung dieser prachtvollen Kirche nicht miterleben, denn sie waren mittlerweile auch schon gestorben. Und sie hätten es bestimmt gerne gesehen, denn allein die Kuppel hat einen Durchmesser von 42,5 Metern. Heutzutage wohnt dort ein Argentinier. Bevor er dort einziehen darf, hat er immer einen anderen Namen als er als Papst heißt. Vorher hieß er sich Jorge Mario Bergoglio. Jetzt ist er Papst Franciscus.

 

 

Zwischen Leo X. und Franciscus liegen etwa 500 Jahre. Auch Franciscus ist der Stellvertreter Christi auf Erden. Aber das macht so gut wie gar keinen Unterschied aus, denn seine Kirche hat nur im Falle Galilei´s bis 1992 gebraucht, um sich für die Inquisitionsanklagen zu entschuldigen. Aber das scheint ja nicht so wichtig zu sein, denn Franciscus hat genau wie Leo X. viele Besucher im schicken Petersdom.

 

 

NTV berichtete übrigens folgendes: http://www.n-tv.de/764409.html

Freitag, 9. Februar 2007
Zettel könnte Rätsel lösen
Wo wohnte Michelangelo?

Ein kleiner Zettel aus den Archiven des Vatikans könnte jetzt beweisen, dass Renaissance-Baumeister Michelangelo im Petersdom in Rom eine eigene Kammer hatte. Seit Jahrhunderten beschäftigt Experten die Frage, wo der Künstler privat gelebt hat, während er mit seinen Arbeiten an dem Bauwerk beschäftigt war. Die Zeitung "La Repubblica" berichtete über die zufällig gefundene Notiz, nach der der Künstler innerhalb der Basilika lebte. "Das konnte bisher niemand beweisen, dieses Dokument aus dem Jahr 1557 bringt eine Wahrheit ans Licht, die bisher nur eine Vermutung war", sagte die italienische Kunsthistorikerin Maria Cristina Carlo-Stella.

Bei dem Schriftstück handele es sich um einen Zettel, auf dem anstehende Zahlungen für verschiedene Handwerker vermerkt waren, hieß es in "La Repubblica". Unter anderem sei dort ein Schmied namens Gianangelo genannt, der zehn Scudo erhalten solle, weil er einen Schlüssel für eine Truhe angefertigt habe, "die in dem Zimmer im Petersdom steht, in das sich Maestro Michelangelo zurückzieht".

Wahrscheinlich habe sich der Raum dort befunden, wo heute das Archiv der "Fabbrica di San Pietro" liegt, einer Organisation von Architekten und Künstlern, die sich die Fassadenpflege des Petersdoms zur Aufgabe gemacht hat. Bei den Privaträumen Michelangelos habe es sich vermutlich um ein kleines Appartement gehandelt, von dem aus eine Wendeltreppe direkt zur Baustelle in der Basilika führte. Der Künstler habe seine privaten Aufenthaltsorte jedoch gerne geheim gehalten, hieß es weiter.

Michelangelo Buonarroti war 1547 damit beauftragt worden, einen neuen Entwurf für das riesige Gotteshaus auszuarbeiten und war bis zu seinem Tod 1564 mit dem Projekt beschäftigt. Er orientierte sich dabei an dem zentralen Grundriss seines Vorgängers Donato Bramante, der 1506 den Grundstein für den Neubau gelegt hatte. Jedoch plante Michelangelo eine gigantische Kuppel, die über dem päpstlichen Altar thronen sollte -und die bis heute eines der schönsten Wahrzeichen der Ewigen Stadt ist.

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