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Stelenfeld 1 - Stelenfeld 2 - Stelenfeld 3 - Stelenfeld 4 - Opfer des Holocaust aus dem Samariterviertel

Reichsführer-SS Heinrich Himmler in Poznán, Polen zur Judenausrottung

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Am 4. Oktober 1943 fand im Goldenen Saal des Schlosses von Posen (heute Poznán) eine „SS-Gruppenführertagung“ statt, auf der Himmler vor 92 SS-Generälen dreieinhalb Stunden lang seine Gedanken über den Stand der Dinge darlegte. Die Rede wurde auf Wachsplatten aufgezeichnet, mit der Absicht, sie der Nachwelt zu erhalten, aber auch, um sie den nicht anwesenden SS-Generälen zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck wurde sie transkribiert, korrigiert und in einer autorisierten Druckfassung versandt. Die Generäle mussten später mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie die Rede gelesen hatten. Sie diente bei den Nürnberger Prozessen als wichtiges Dokument; im Anhang der Protokolle des Internationalen Militärtribunals ist sie seit 1947 öffentlich zugänglich und wird in historischen Werken oft zitiert.

Hier ist die komplette Rede, klicke auf diesen Satz

«Es ist eben grundfalsch, wenn wir unsere harmlose Seele - wie gesagt, von Herder angefangen - unseren Idealismus in diese Völker hineintragen.
Ein Grundsatz muß für den SS-Mann absolut gelten: ehrlich, inständig, treu und kameradschaftlich haben wir zu Angehörigen unseres eigenen Blutes zu sein und zu sonst niemandem. Wie es den Russen geht, wie es den Tschechen geht, ist mir total gleichgültig. Das, was in den Völkern an gutem Blut unserer Art vorhanden ist, werden wir uns holen, indem wir ihnen, wenn notwendig, die Kinder rauben und sie bei uns großziehen Ob die anderen Völker in Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen, anders interessiert mich das nicht. Ob bei dem Bau eines Panzergrabens 10000 russische Weiber an Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur insoweit, als er Panzergraben für Deutschland fertig wird. Wir werden niemals roh und herzlos sein, wo es nicht sein muß; das ist klar. Wir Deutschen, die wir als einzige auf der Welt eine anständige Einstellung zum Tier haben, werden ja auch zu diesen Menschentieren eine anständige Einstellung einnehmen, aber es ist ein Verbrechen gegen unser eigenes Blut, uns um sie Sorge zu machen und ihnen Ideale zu bringen, damit unsere Söhne und Enkel es noch schwerer haben mit ihnen. Wenn mir einer kommt und sagt: >Ich kann mit den Kindern oder den Frauen den Panzergraben nicht bauen. Das ist unmenschlich, denn dann sterben die daran<, - dann muß ich sagen: >Du bist ein Mörder an deinem eigenen Blut, denn wenn der Panzergraben nicht gebaut wird, dann sterben deutsche Soldaten, und das sind Söhne deutscher Mütter. Das ist unser Blut.< Das ist das, was ich dieser SS einimpfen möchte und - wie ich glaube - eingeimpft habe, als eines der heiligsten Gesetze der Zukunft: Unsere Sorge, unsere Pflicht, ist unser Volk und unser Blut; dafür haben wir zu sorgen und zu denken, zu arbeiten und zu kämpfen, und für nichts anderes. Alles andere kann uns gleichgültig sein... »

« Es kommt ja uns nicht wirklich darauf an, daß wir irgendeinen töten. (Wenn man so viele Menschen erschießen lassen musste, wie wir das tun mussten oder wie ich das tun muss, dann kommt es einem allmählich immer härter an, ein Todesurteil zu unterschreiben, denn es ist ja furchtbar leicht ausgesprochen.)»

« Es genügt mir für diese Erziehung völlig, wenn ich immer von hundert Devitisten, die hinterher 'Hurra' schreien, wenn ich da einen packe und den Kopf vor die Füße lege. (Dann sind nämlich die anderen neunundneunzig für ein viertel Jahr still.)
Man wird nach dem Krieg einmal feststellen könne, welcher Segen es für Deutschland war, daß wir allen Humanitätsdußelern zum Trotz - das kann ich für mich in Anspruch nehmen, kann ich sagen - daß ich diese gesammte kriminelle Unterschicht des deutschen Volkes in die KZs einsperrte.»

« Wir sind in der glücklichen Lage, sehr viele Teile Europas besetzt zu haben, in der nachteiligen Lage, damit Millionen Menschen und Dutzende von fremden Völkern unter uns zu haben und damit gegen uns. Wir haben automatisch jeden gegen uns, der überzeugter Kommunist ist. Wir haben jeden Juden gegen uns, wir haben jeden Freimaurer gegen uns, jeden Demokraten, jeden überzeugten Christen. Das sind die weltanschaulichen Gegner, die wir in ganz Europa gegen uns haben und die der Feind gesammelt für sich hat.»

« Ich will hier vor Ihnen in aller Offenheit auch ein ganz schweres Kapitel erwähnen. Unter uns soll es einmal ganz offen ausgesprochen sein, und trotzdem werden wir in der Öffentlichkeit nie darüber reden. Genau so wenig, wie wir am 30. juni 1934 gezögert haben, die befohlene Pflicht zu tun und Kameraden, die sich verfehlt hatten, an die Wand zu stellen und zu erschießen, genau so wenig haben wir darüber sprechen. Es war eine, Gottseidank in uns wohnende Selbstverständlichkeit des Taktes, dass wir uns untereinander nie darüber sprachen. Es hat jeden geschaudert und doch war sich jeder klar darüber, dass er es das nächste Mal wieder tun würde, wenn es befohlen wird und wenn es notwendig ist.
Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die Ausrottung des Jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. -- "Das Jüdische Volk wird ausgerottet," sagt ein jeder Parteigenosse, "ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir." Und dann kommen sie alle an, die braven 80 Millionen Deutschen, und jeder hat seinen anständigen Juden. Es ist ja klar, die anderen sind Schweine, aber dieser eine ist ein prima Jude. Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heisst, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei -- abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen -- anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht. Dies ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schriebendes Ruhmesblatt unserer Geschichte, denn wir wissen, wie schwer wir uns täten, wenn wir heute noch in jeder Stadt -- bei den Bombenangriffen, bei den Lasten und bei den Entbehrungen des Krieges -- noch die Juden als Geheimsaboteure, Agitatoren und Hetzer hätten. Wir würden wahrscheinlich jetzt in das stadium des Jahres 1916/17 gekommen sein, wenn die Juden noch im deutschen Volkskörper säßen.
Die Reichtümer, die sie hatten, haben wir ihnen abgennomen. Ich habe einen strikten Befehl gegeben, den SS-Obergruppenführer Pohl durchgeführt hat, dass diese Reichtümer selbstverständlich restlos an das Reich abgeführt wurden. Wir haben uns nichts davon genommen. Einzelne, die sich verfehlt haben, werden gemäß einem von mir zu Anfang gegebenen Befehl bestraft, der androhte: Wer sich auch nur eine Mark davon nimmt, der ist des Todes. Eine Anzahl SS-Männer -- es sind nicht sehr viele -- haben sich dagegen verfehlt und sie werdendes Todes sein, gnadelos. Wir hatten das moralishche Recht, wir hatten die Pflicht gegenüber unserem Volk, dieses Volk, das uns umbringen wollte, umzubringen. Wir haben aber nicht das Recht, uns auch nur mit Einem Pelz mit einer Uhr, mit einer Mark oder mit einer Zigarette oder mit sonst etwas zu bereichern. Wir wollen nicht am Schluss, weil wir einen Bazillus ausrotteten, an dem Bazillus krank werden und sterben. Ich werde niemals zusehen, dass hier auch nur eine kleine Fäulnisstelle entsteht oder sich festsetzt. Wo sie sich bilden solte, werden wir sie gemeinsam ausbrennen. Insgesamt aber können wir sagen, dass wir diese schwerste Aufgabe in Liebe zu unserem Volk erfüllt haben. Und wir haben keinen Schaden in unserem Inneren, in unserer Seele, in unserem Charakter daran genommen.»

Hier ist die komplette Rede, klicke auf diesen Satz

« Solange wir die Kraft hatten, haben und haben werden, solange wird dieser Orden gesund sein. In dem Augenblick, wo wir dieses Gesetz unserer Blutsgrundlage und das Gesetz der Auslese und der Härte gegen uns selbst vergessen würden, in dem Augenblick würden wir den Keim des Todes in uns haben. Und in dem Augenblick würden wir zu Ende gehen, wie jede menschliche Organisation, wie jede Blüte in dieser Welt einmal zu Ende geht.
Dieses Erblühen und dieses Fruchttragen für unser Volk möglichst segensreich, möglichst lang, und, erschrecken sie nicht, möglichst in die Jahrtausende gehen zu lassen, muss unser Bestreben sein, muss unser inneres Gesetz sein. Und deswegen sind wir verpflichtet, wann wir auch zusammenkommen und was wir auch tun, uns unseres Grundgesetzes zu besinnen: Blüte, Auslese, Härte.
(Das Gesetz der Natur ist eben so: Was hart ist, ist gut. Was kräftig ist, ist gut. Was aus dem Lebenskampf körperlich, willensmäßig, selisch sich durchsetzt, das ist das Gute - immer auf die Länge der Zeit gesehen.»

« Und ich möchte heute schon voraussagen. Ich bin der ketzerischen Ansicht, daß wir - Gott sei Dank - nach dem Krieg ein armes Volk sein werden. Ich finde das geradezu beglückend. (Nämlich wenn wir reich und wohlhabend wären, wäre es mit uns wahrscheinlich nicht zum Aushalten. Wir würden uns vor lauter Großkotzigkeit überschlagen. Wir würden vor Größenwahn nichts wissen wollen.)
Ich hoffe und glaube - ich glaubs wirklich aus Überzeugung, weil der Krieg sehr viel, sehr viel Geld kostet, was wir alles aus uns heraus finanzieren - ich glaube, wir werden ein armes Volk sein. Damit werden wir zur Arbeit wieder kommen. Wir müssen bloß verhindern, daß dann jeder sagt: 'Dienstmädchen? Nein, das kann eine Deutsche nicht. Da muss 'ne Fremde her.' Daß wir dann - wie die alten Römer selig - uns ein Sklavenvolk anschaffen und mit denen uns dann rassisch verderben.»

« Das Geld um die Städe abzureißen hätten wir nie aufwenden können. Jetzt hat das Schicksal sie abgerißen und wir werden sie dann wahrscheinlich vernünftig und gelockert wieder aufbauen.»

Hier ist die komplette Rede, klicke auf diesen Satz

Ein herzlicher Dank an Volker für die Zusendung des Videos, der Bilder und des Textes....sehr passend zum 60. Gedenktag der Befreiung der Juden aus Auschwitz.

Ich habe bewußt das Wort "Ausrottung" gewählt, weil es für mich nach wie vor unfassbar ist, daß viele unserer Eltern und Großeltern nach, wie vor behaupten, sie hätten davon nichts gewußt oder gemerkt. Meine Eltern (Jahrgang 1923 und 1928) sagten auf meine Nachfrage, daß sie zwar mitbekommen hätten, daß Nachbarn plötzlich nicht mehr da waren, aber sie von der Vernichtung nichts gewußt haben. Ich erwiederte dann immer: "Aber Mama und Papa, Ihr müßt doch mitbekommen haben, daß 6 Millionen Juden getötet wurde." Dann kam jeweils als Antwort Unkenntnis und in gewisser Weise auch Unverständnis und Betroffenheit. Aber nach, wie vor bleibt die Antwort "Wir haben davon nichts gewußt" stehen. Ich würde mal vermuten, sie wollen es nicht gewußt haben, und haben wie viele andere weggesehen.

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Warum gab es Streß um dieses letzte Abendmahl ???

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