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Judentum Einstieg - Judentum 1 - Mittelalter 2 - Die Bibel 3 - Synagoge 4 - Die Schrift 5 - Zuhause 6 - Speisen 7 - Jüdische Feste 8 - Lebensweg 9 - Geschichte 10 - Begriffe 11 - Kalender 12 - Traurigster Zeitsprung 13

Europas Juden im Mittelalter - 8 Jüdische Feste

Der jüdische Kalender

unterscheidet sich von dem Christlichen. Die Monate haben andere Namen und das jüdische neue Jahr beginnt im September oder Oktober. und natürlich feiern die Juden nicht die christlichen Feste wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten. Sie haben eigene Feiertage. Dich wichtigsten jüdischen Feste sind: Rosch ha-Shana, Jom Kippur, Sukkot, Simchat Tora, Chanukka, Purim, Pessach und Schawuot.

 
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Rosch ha-Schana

heißt das jüdische Neujahrsfest. Die Juden beginnen diesen Tag mit einem Gottesdienst. In der Synagoge wird auf dem Schofar, einem Widderhorn, geblasen. Jedermann prüft sein Gewissen und betet um Vergebung seiner Sünden. Es beginnen 10 Tage der Buße und Reue über schlechte Taten.

Nach dem Gottesdienst wird im Kreis der Familie gefeiert. Alle wünschen sich, daß das neue Jahr voller Glück und Erfolg sein wird. An Rosch ha-Schana essen Juden Apfelspalten, die in Honig getaucht weerden. Honig war früher sehr kostbar, und damit beginnt das neue Jahr mit etwas Süßem. Hoffentlich wird das ganze Jahr so gut und süß!

Jom Kippur

zehn Tage nach Rosch ha-Schana feiern Juden Jom Kippur, den "Tag der Versöhnung". Jedes Jahr an diesem Tag stellen sie sich vor, wie Gott über sie entscheidet. Die letzten zehn Tage haben sie genutzt um zu zeigen, daß sie wirklich gute Menschen sind und alle Gebote erfüllen. Damit das neue Jahr unbelastet von den alten Sünden beginnen kann, entschuldigt sich jeder für seine Ungerechtigkeiten, die er im vergangenen Jahr begangen hat.

An Jom Kippur wird in der Synagoge aus der Tora die Geschichte von Jonas und dem Walfisch vorgelesen.

...

Jonas Gebet

2,1 Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte.

_2,2 Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches 2,3 und sprach: Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir. Ich schrie aus dem Rachen des Todes, und du hörtest meine Stimme. 2,4 Du warfest mich in die Tiefe, mitten ins Meer,daß die Fluten mich umgaben. aAlle deine Wogen und Wellen gingen über mich, 2,5 daß ich dachte, ich wäre von deinen Augen verstoßen, ich würde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen. 2,6 Wasser umgaben mich und gingen mir ans Leben, die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt. 2,7 Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich. Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott! 2,8 Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. 2,9 Die sich halten an das Nichtige, verlassen ihre Gnade. 2,10 Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen. Meine Gelübde will ich erfüllen dem HERRN, der mir geholfen hat.

...

 

Sukkot

Für Kinder ist Sukkot, das Laubhüttenfest. am schönsten. Es wird fünf Tage nach Jom Kippur gefeiert. Wie früher, als Moses und die Israeliten durch die Wüste wanderten, bauen sich die Familien eine Hütte aus Ästen und Laub und leben für 8 Tage darin. Meistens sind der Vater und die Söhne für den Bau der laubhütte verantwortlich, die Mutter und die Töchter schmücken die Hütte mit Früchten, Papiergirlanden und Bildern. Es ist gar nicht so einfach, so eine Hütte zu bauen. Schließlich muß sie so stabil sein, daß sie bei einem Windstoß nicht gleich umgeweht wird, aber das Laubdach soll nicht ganz dicht sein, damit man die Sterne hindurchschimmern sieht.

 

Simchat Tora

Am Ende des Laubhüttenfestes feiert man Simchat Tora (die Freude am Gesetz). Im Laufe eines Jahres wird am Schabbat ein Abschnitt der Tora (fünf Bücher Mose) vorgetragen. Zu Simchat Tora wird der letzte Abschnitt des letzten Buches verlesen und der Zyklus beginnt von vorne. Zu diesem Anlaß werden die Tora rollen besonders geschmückt und durch die Synagoge getragen.

 

Das Chanukka-Fest

ist schon sehr alt. Vor zweitausend Jahren, als die Juden noch in Israel lebten, ließ der König Antiochos den Tempel plündern und stellte eine griechische Götterstatue darin auf. Eine Gruppe von Juden kämpft unter der Führung von Judas Makkabäus gegen Antiochos. Nach ihrem Sieg wurde die Statue aus dem Tempel entfernt und das ganze Gebäude gereinigt. Dann wollten sie die immer brennenede Öllampe wieder anzünden, doch es gab nur noch einen einzigen Krug mit ganz weing koscherem (reinem) Öl. Um neues Öl herzustellen, brauchte man acht Tage. Als die Juden den Leuchter anzündeten, reichte das Öl, wie durch ein Wunder die ganze acht Tage, bis sie neues koscheres Öl hergestellt hatten.

Zur Erinnerung an das wundersame Öl feiern Juden Chanukka, das Fest die Wiedereinweihung des Tempels. Jeden Abend zünden sie ein Licht mehr an, bis alle Lichter am Chanukka Leuchter brennen. Heute hat der Chanukkaleuchter (Chanukkija) acht Kerzenhalter, die die acht Tage, an denen das Licht brannte, symbolisieren. Jede jüdische Familie besitzt einen solchen Leuchter, dessen Kerzen nur zu Chanukka entzündet werden dürfen. Dazu benötigt man eine Hilfskerze (Schamasch - Diener), die ihren eigenen Platz an der Chanukkija besitzt.

An Chanukka ißt man oft Pfannkuchen, die mit viel Öl gemacht werden, um an das Ölwunder zu erinnern. Kinder bekommen Geschenke und dürfen bis spät abends aufbleiben und spielen.

 

Blitzes (Pfannkuchen)

Zutaten:
250 gramm Mehl
1/2 Liter Milch
3 Eier
1 Prise Salz
etwas Zucker

Füllung:
300 Gramm Quark
50 Gramm Rosinen
Zucker nach Geschmack
geriebene Zitronenschale

Eier, Zucker, Salz, Milch udn Mehl zu einem glatten Teig verrühren. Teig etwas stehen lassen und noch mal durchrühren. Eine beschichtete Pfanne gut erwärmen. 1 Teelöffel Öl darin verteilen, mit einer kleine Schöpfkelle Teig hinein geben, dabei die Pfanne hochheben und so drehen, daß der Teig darin verläuft. Bei mittlerer Hitze erst die eine Seite und dann die zweite Seite goldgelb backen. Die Blintzes sollen hauchdünn sein. Vor jedem Backvorgang die Pfanne wieder mit etwas Öl einpfetten.

Füllung:

Alle Zutaten gut miteinander verrühren. Jeweils eine gehäuften Esslöffel der Füllung auf die Mitte der Blintzes legen und sie dann einmal quer und einmal längs zusammenklappen, heiß servieren.

 

Das Purim Fest

ist ein fröhliches Fest. In der Synagoge wird zu Purim das Buch Esther gelesen. Die Jüdin Esther und ihr Onkel Mordechai lebten im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in Persien. Sie konnten verhindern, daß der Hofbeamte Haman die in Persien lebenden Juden ermorden ließ. Alle Juden wurden dank Esther gerettet.

Wenn in der Synagoge der Name Haman vorgelesen wird, wird mit Rasseln großer Lärm gemacht. Man schenkt sich Süßigkeiten und im Laufe der Zeit entwickelte sich der Brauch, sich zu verkleiden.

 

Pessach - Fest

Dann gibt es noch das Pessach - Fest. Es fällt etwa in die Zeit von Ostern und erinnert an den Auszug Israels aus der ägyptischen Sklaverei. Vor Pessach wird erst einmal das ganze Haus geputzt. Das achttägige Fest beginnt nach einem Synagogenbesuch mit dem Seder - Abend im Kreis der Familie.

Während eines festlichen Essens stellt der jüngste Sohn jedes Jahr dem Vater die gleiche Frage: "Warum ist diese Nacht so anders, als die übrigen Nächte?" Das ist so Brauch, und jedes Jahr erzählt der Vater, was es mit Pessach auf sich hat: Es erinnert an den Auszug aus Ägypten, als die Israeliten so plötzlich aufbrechen mußten, daß sie fast nichts mitnehmen konnten, vor allem kein richtiges Brot, sondern nur ungesäuertes, so genannte Mazzen.

Um an die Geschichte zu erinnern, muß alles Brot aus dem Haus verschwinden. Zum Essen gibt es dann nur noch Mazzen, ungesäuertes Brot.

Mazzen

 

Am Seder Abend

werden besondere Speisen und Gegenstände auf dem Tisch aufgestellt: Ein Buch mit der Pessach Geschichte, die Haggada, Bescher mit Wein und der Seder Teller. Darauf liegen immer drei Scheiben Mazzen, ein hartgekochtes Ei, ein gebrannter Lammknochen, bittere Kräuter, eine Schale mit einem braunen Brei aus gehackten Nüssen, geriebenem Apfel, Rosinen, Feigen, Honig und Wein, Petersilie und ein Schälchen mit Salzwasser. Jede dieser Speisen hat eine Bedeutung: Die Einer stehen für neues leben, das im Frühling, wenn das Pessach - Fest stattfindet, beginnt. Der Lammknochen steht für das Lamm, das die Israeliten in Ägypten gott opferten. Die bitteren Kräuter erinnern an die harte Sklavenarbeit, die die Israeliten in Ägypten leisten mußten und der braune Brei sieht aus, wie Lehm, aus dem sie Tonziegel formte. Das Salzwasser erinnert an die bitteren Tränen, die viele Israeliten während der Sklavenarbeit weinten.

Schawuot

ist das Fest der "Toragebung". Es findet im Mai / Juni statt und ist gleichzeitig auch das "Fest der Ernte", denn in dieser Zeit fand in Israel die Weizenernte statt. Man geht in den Gottesdienst und schmückt die Synagoge und die Häuser mit grünen Zweigen. Zu essen gibt es süße Speisen und viel Milch. Das erinnert an das Versprechen, daß die Israeliten aus Ägypten herausgeführt wurden "in ein land, wo Milch und Honig fließen".

 

Eine Ausstellung des Historischen Museum der Pfalz in Speyer, die bis zum 28.08.2005 im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt wird. Abschrift der Lese-, Spiel - und Bastelmappe.

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