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Europas Juden im Mittelalter - 6 Zuhause

Schabbat

Für Christen ist der Sonntag ein Feiertag, bei den Juden ist das der Schabbat. Er beginnt am Freitagabend bei Dämmerung, sobald 3 Sterne am Himmel zu sehen sind und dauert bis Samstagabend. Am Schabbat darf man nicht arbeiten. und das heißt nicht nur ausruhen, sondern es heißt, alles zu unterlassen, was man sonst in der Woche tut und was eine Veränderung darstellt. Feuer machen ist zum Beispiel untersagt, auch kochen darf man nicht. Die Mutter bereitet das Essen für den Schabbat vor. Man darf auch keine Gegenstände von einem Ort zum anderen tragen oder auf den Markt gehen. Am besten man bleibt Zuhause und feiert gemeinsam mit seiner Familie den Schabbat, wie es die Gesetze vorsehen. Die ganzen Verbote gelten nicht, wenn jemand in Lebensgefahr schwebt. Ärzte arbeiten auch am Schabbat.

Challot

Die Mutter bereitet alles für den Schabbat vor und backt die Challot, das sind zwei besondere Schabbat - Brote, die wie Zöpfe geflochten sind. Kurz vor Beginn des Schabbat zündet sie die Kerzen an. Bei dem folgenden Festmahl singt die ganze Familie miteinander, und der Vater erzählt Geschichten von den Vorfahren. vor dem Essen spricht er einen Segensspruch über seine Kinder, den Wein und das Brot.

Kerze für den Wochenanfang

 

Am Samstagabend

geht der Schabbat zuende. Wieder spricht der Vater den Segen, trinkt einen Schluck Wein und löscht mit dem Rest Wein die Kerzen. Die Mutter füllt die Besamim-Büchse mit gutriechenden Kräutern, dann fängt die neue Woche mit einem Wohlgeruch an. Damit ist der Schabbat vorbei und der Alltag beginnt wieder.

Kleidung

Im Alltag unterscheid sich die Kleidung von Juden und Christen kaum. Hosen kannte man im Mittelalter noch nicht. Auch Männer trugen eine Art kurze Kleider und dazu farbige beinlinge (lange Strümpfe). Unter die Schuhe schnallte man sich Trippen, Holzsohlen mit Absätzen, die vor Dreck und Matsch auf den Straßen schützten. Mit Spangen hielt man die Kleider zusammen. Der Kopf war meist bedeckt, bei Männern mit einem Hut oder einer Kappe, bei Frauen mit einer Haube oder einem Tuch. Erst im späteren Mittelalter wurde in einigen Orten bestimmt, daß Juden durch eine besondere Kleidung kenntlich gemacht werden müssen, meistens mit einem aufgenähten gelben Kreis. Auf Bildern sind Juden häufig mit einem spitzen Hut dargestellt, damit man sie von Christen unterscheiden kann.

Kleiderspange

Holztrippe

Tallit

Zum Beten ziehen Juden einen Gebetsschal an, den Tallit, den man auch über den Kopf ziehen kann. Am Tallit hängen vier Zipfel, die nennt man Zizit. Einenn kleinen Tallit trägt man unter der Kleidung, so daß nur die Zizit unten herausgucken.

Tefellin

Eine Besonderheit sind dei Tefillin, das sind Lederschnüre mit kleinen scharzen Kästchen. Ein Tefillin kommt auf die Stirn, das andere an den rechten Arm. Außer am Schabbat und an Feiertagen legen Juden, die älter als 13 Jahre sind, die Tefillin zum Morgengebet an. In den Kästchen ist auf ein Stück Pergament ein kurzer Text aus der Tora geschrieben. Wer die Tefillin trägt, der soll mit seinen Gedanken (Kopf-Tefillin) und seinem Tun (Arm-Tefillin) Gott dienen.

Frauen

Im Mittelalter hatten die jüdischen Frauen im Vergleich zu den Christlichen eine bessere Stellung. Sie konnte häufig lesen und schreiben und durften sogar Berufe ausüben. Jüdische Frauen waren Hebammen oder halfen ihren Männern bei den Geschäften. Wenn der Mann auf Handelsreisen war oder gar nicht mehr wiederkam, führten die Frauen oft eigenständig die Geschäfte weiter. Zu Hause waren sie für das Einhalten der jüdischen Gesetze zuständig. Sie erzogen die Kinder und beaufsichtigten das Dienstpersonal.

Die geschützte Stellung der mittelalterlichen jüdischen Frau wurde in dem Ehevertrag, der Ketubba, ausgedrückt. Der Ehemann unterschrieb:

"Ich will dir dienen, dich ehren und für dich sorgen nach der Pflicht jüdischer Männer. Für die wirtschaftlichen Regelungen bin ich und sind meine Nachkommen mit jedem Besitz verantwortlich, den ich habe oder erwerben werde."

 

Wohnen

Jüdische und christliche Häuser standen in mittelalterlichen Städten oft nebeneinander. Die Einrichtung, die Möbel und das Geschirr sahen bei Juden und Christen gleich aus. Nur Gegenstände, die für den religiösen Gebrauch bestimmt waren, unterschieden sich. An der Tür von jüdischen Häusern hängt ein kleines Kästchen, die Mesusa. In ihr steckt ein Stück Pergament mit Bibeltexten.

Ein Jude berührt beim Verlassen seines Hauses die Mesusa.

Jüdische Astronome

 

Berufe

Es gab jüdische Fernhändler, Geldwechsler, Wissenschaftler, Physiker, Ärzte, Philosophen und Religionsgelehrte. Juden durften aber nicht alle Berufe ausüben. Die meisten handwerklichen Tätigkeiten, wie die des Zimmermanns oder Maurers waren ihnen verboten. Sie waren den Christen vorbehalten. Nur die Handwerksberufe, die aus religiösen Gründen notwendig waren, versahen Juden. Es gab in der jüdischen Gemeinde Bäcker, die koscheres brot buken und Metzger, die Fleisch nach der rituellen Schlachtung lieferten. Weil Christen kein Geld gegen Zinsen verleihen durften, war dies den Juden vorbehalten.

Jüdische Geldverleiher

Münzschatz eines jüdischen Kaufmanns

 

Eine Ausstellung des Historischen Museum der Pfalz in Speyer, die bis zum 28.08.2005 im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt wird. Abschrift der Lese-, Spiel - und Bastelmappe.

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