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Renaissanceschulen

Florentinische Schule

1499 Michelangelo Buonarotti, Pietá 174 x 195cm
Der Kardinal, ein Botschafter Karls VIII. bei Papst Alexander VI., wünschte eine Pietá für seine eigene Begräbniskapelle im alten Petersdom, im Innern von Sankt Petronilla. Das 1499 fertiggestellte Werk ruft Bewunderung hervor, und im Alter von 24 Jahren befindet sich Michelangelo auf der Höhe seines künstlerischen Ruhmes.

Florentinische Schule

Im 13. Jahrhundert spielten die Künstler in Pisa und in Lucca eine wichtige Rolle im Ausgangsstadium der toskanischen Malerei und deuteten frühe florentinische Künstler vorher an. Crucifixes und Ikonen, obgleich ruhige byzantinische Kunst, wurden in der Behandlung westlicher. Die Arbeit von Giunta Pisano in Pisa und in der Berlinghieri Familie in Lucca veranschaulicht diese Übergangsphase. In Florenz war Cimabue der wichtigste Künstler vor Giotto. Er wurde in der byzantinischen Tradition in den Werkstätten des Baptisteriums ausgebildet. Der wesentliche Gründer der florentinischen Schule war Giotto. Seine Fähigkeit, dreidimensionale Formen und Räume zu übertragen, die Einfachheit seines Aufbaus und seine wirkungsvolle Schilderung der menschlichen Gefühle machen aus seinen Arbeiten die ersten modernen Gemälde. Seine Auswirkung auf die folgenden florentinische Maler war enorm, und das resultiert in einer besonderen Weise aus Giottos Lehrtätigkeit. Die Künstler, die von ihm beeinflußt wurden, waren: Taddeo und Agnolo Gaddi, Bernardo Daddi, Maso di Banco, Giottino und Nardo di Cione. Der Einfluß Giottos ist auch in den Arbeiten von Andrea Orcagna, Andrea da Firenze und Spinello Aretino wahrnehmbar.
Die florentinische Malerei lebte im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts vom internationalen gotischen Einfluß durch die Sieneser Lorenzo Monaco und Masolino da Panicale, die in der Brancacci Kapelle arbeiteten. Die strenge und heroische Kunst von Masaccio, einem Freund und Schüler Brunelleschis stand in Opposition zu Donatello. Brunelleschi beschäftigte sich viel mit der Perspektive, worin man damals gar keine Übung hatte und eine Menge Dinge falsch ausführte. Vornehmlich lehrte er diese Kunst dem Maler Masaccio, seinem Freund, der damals noch sehr jung war und ihm viel Ehre machte durch das, was er darin leistete, wie die Gebäude in seinen Gemälden bezeugen.
Masaccios ältere Zeitgenossen waren Uccello und Fra Angelico. Paolo Uccello war für seine Studie der Perspektive berühmt und verwandte sie für seine unnatürlichen Bildtiefen. Fra Angelico, ein dominikanischer Mönch an Fiesolo und S. Marco, Florenz, entwickelte eine einfache, direkte Art, die für didaktische Zwecke verwendet wurde. Sein wunderbarer Blick für die Klarheit und Ruhe sowie die Schönheit der Farbe werden von Domenico Veneziano und von Alesso Baldovinetti geteilt. Der Einfluß Donatellos ist in den Arbeiten von Andrea Del Castagno besonders stark ausgeprägt. Der starke Einfluß von Masaccio auf Fra Filippo Lippi wird durch Donatellos Arbeiten und die flämische Malerei abgelöst. Der dekorative Charme, der mit flämischem Portraitrealismus verbunden wird, wird von Benozzo Gozzoli und Domenico Ghirlandaio verstärkt.
Der eine Aspekt der florentinischen Malerei wird durch die wissenschaftlichen und realistischen Arbeiten von Verrochio und den Pollaiolo Brüdern, sowie von den Goldeschmieden, Skulptoren und Malern verkörpert.
Der andere Aspekt der florentinischen Malerei, der Neo- Platonismus von Lorenzo di Medici und seinem Humanistenkreis wird durch die mythologische Malerei von Sandro Botticelli personifiziert.
Seine Hang zu Umrissen als Mittel des emotionalen Ausdruckes wird in seinern spaäten Arbeiten noch verstärkt und ist möglicherweise beeinflußt durch Savonarola. Lorenzo di Credi, Filippino Lippi (Sohn von Filippo Lippi) und Piero di Cosimo markierten der Übergang zum Cinquecento.
Die Hauptströmungen der Malerei zur Zeit der klassischen Renaissance befanden sich in Florenz, Rom und Venedig und deren Einflußgebieten. Florenz konnte mit der Grandiosität der drei größten Meister der Malerei des 16. Jahrhunderts glänzen: Die drei waren Leonardo da Vinci, Raphael und Michelangelo. Leonardo da Vinci, einer von den größten der „universali uomini“ – Universalgenies - emporgekommen durch die Renaissance, war ein zerstreutes intellektuelles Energiebündel mit einer so immensen Menge von Interessen, so daß er es kaum schaffte, jedes seiner Hauptunternehmen beenden; Tausende Anmerkungen und und Zeichnungen aber wenige abgeschlossene Gemälde. 1469-1478 war er Schüler und Assistent von Verrocchio, Florenz; in Mailand 1483-1499 im Dienst von Lodovico il Moro; 1500-1505 in Florenz. 1507-1513 in Mailand war er der Maler und der Ingenieur von Louis XII; 1513-1515 hielt er sich in Rom auf und verließ 1516 seine Heimat für Frankreich, wo er starb. Seine Manuskriptnotizbücher und -zeichnungen wurden seinem Schüler Melzi vermacht.
Raphael war die Schüler von Perugino in Perugia, 1500 -1504. 1504 -1508 war er in Florenz und vollendete hier einige seiner Meisterwerke, die jetzt in den Uffizien und im Pittipalast zu sehen sind. 1508 war er in Rom, wo er im Vatikan die Fresken in den Stanzen malte, hier vor allem die Schule von Athen.
Michelangelo war ein Schüler von Ghirlandaio in Florenz. Er vollendete hier seine heilige Familie als rundes Bild sowie die Karikatur für die Schlacht in Cascina jedoch sind seine Meisterwerke der Malerei in Rom: Es sind vor allem die Fresken der Sixtinischen Kapelle und der Paoline Kapelle des Vatikan. Der Einfluß der Kunst von Leonardo, von Raphael und von Michelangelo wird in der Arbeit von Fra Bartolomeo, Albertinelli und Andrea Del Sarto reflektiert.
Der Manierismus, eine im Wesentlichen subjektive und emotionale Kunst, resultierend aus der Reformation und den Invasionskriegen in Italien, führte zum Aufgeben der Klarheit der Hochrenaissance, der Mißachtung der rationalen Perspektive und, unter dem überwältigenden Einfluß von Michelangelo, der Beharrlichkeit auf dem Vorrangstellung der menschlichen Abbildung, häufig übertrieben oder für emotionalen oder dekorativen Effekt verlängert. Rosso und Pontormo waren die hervorragenden Vertreter der ersten Generation. Der Gelehrte Vasari und seine Schüler entfalteten ihre Technik zwischen den einzelnen Schulen. Durch römischen Manierismus wurde von Federico und Taddeo Zuccaro nach Florenz geholt (Dach der Kathedrale); vom Einfluß des Zuccari konnte man sich nicht loslösen. Durch Lodovico Cardi, genannt Cigoli, wurde von Barocci und Caravaggio beeinflußt. Carlo Dolci bekannt für seine höflichen Madonnen. Die Toskana produzierte im 18. Jahrhundert nur noch zweitklassige Maler.

Florentinische Künstler

1201-1250
BERLINGHIERI, Bonaventura
GIUNTA PISANO

1251-1300
CIMABUE
JACOPO del CASENTINO

1301-1350
DADDI, Bernardo
GADDI, Taddeo
GIOTTO
GIOVANNI da Milano
MASO DI BANCO
MASTER of Saint Cecilia
MASTER of San Francesco Bardi
MASTER of the Life of Saint John the Baptist

1351-1400
ANDREA DA FIRENZE
BIONDO, Giovanni del
GADDI, Agnolo
GIOTTINO (Giotto di Stefano)
NARDO di Cione
ORCAGNA (Andrea di Cione)

1401-1450
ANGELICO, Fra
ANDREA DEL CASTAGNO
ANTONIO DA FIRENZE
DOMENICO VENEZIANO
LORENZO Monaco
LIPPI, Fra Filippo
MASACCIO
MASOLINO da Panicale
MASTER of the Bambino Vispo
UCCELLO, Paolo

1451-1500
ATTAVANTE DEGLI ATTAVANTI
BALDOVINETTI, Alessio
BARTOLOMEO DI GIOVANNI
BENOZZO GOZZOLI
BOTTICELLI, Sandro
BOTTICINI, Francesco
CHERICO, Francesco Antonio del
GHERARDO DI GIOVANNI
GHIRLANDAIO, Domenico
JACOPO del SELLAIO
LEONARDO da Vinci
MAINARDI, Bastiano
MASTER of the Castello Nativity
LIPPI, Filippino
PESELLINO
POLLAIOLO, Antonio
POLLAIOLO, Piero
ROSSELLI, Cosimo
VERROCCHIO, Andrea del

1501-1550
ALBERTINELLI, Mariotto
ANDREA DEL SARTO
BACCHIACCA
BARTOLOMEO, Fra
BRONZINO, Agnolo
BUGIARDINI, Giuliano
FRANCIABIGIO
GHIRLANDAIO, Ridolfo
GRANACCI, Francesco
LORENZO DI CREDI
MICHELANGELO
PIERO DI COSIMO
PONTORMO, Jacopo
PORDENONE
ROSSO FIORENTINO
SALVIATI

1551-1600
ALLORI, Alessandro
SALVIATI
VASARI, Giorgio

1601-1650
ALLORI, Cristofano
DOLCI, Carlo
FURINI, Francesco

1701-1750
FERRETTI, Giovanni Domenico

Klicke bitte zur Ansicht der Bilder dieser Künstler oben auf den entsprechenden Buchstaben.

Quelle: www.wga.hu - Übersetzerin: Susanne Albers

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