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Caspar David Friedrich zum 240. Geburtstag

* 5. September 1774 in Greifswald † 7. Mai 1840 in Dresden.

Caspar David Friedrich wurde am 5. September 1774 als Sohn eines Seifensieders und Kerzenmachers in Greifswald geboren. Sein Vater Adolph Gottlieb Friedrich war ein für damalige Verhältnisse erfolgreicher Geschäftsmann, der allerdings als wichtigsten Lebensinhalt seinen protestantischen Glauben über die beruflichen Erfolgsmöglichkeiten stellte. Als Mitglied des mittleren Bürgertums achtete er auf eine strenge und fast spartanische Erzeihung seiner Kinder.

Caspar David war das 6. von 10 Kindern. Schon früh begegnete er der Tragik des familiären Schicksals durch mehrere Todesfälle. Im Alter von 7 Jahren stirbt seine Mutter, ein Jahr später eine seiner Schwestern, mit 13 verliert er seinen Bruder, der ihn beim Schlittschuhlaufen zu dem Caspar David ihn überredet hatte zunächst vor den Ertrinken rettet, dann selbst ertrinkt. Als er 17 Jahre alt ist, stirbt eine weitere Schwester.

Links ist ein Porträt von Mutter "Heiden" die nach dem Tod der richtigen Mutter vom Vater für den Haushalt und die Versorgung der Kinder eingestellt wurde.

 

Taufbucheintragung 1774 im Kirchenbuch von St. Nikolai in Greifswald

cdf taufe

 

Caspar David Friedrichs Bedeutung als Maler

Caspar David Friedrich gilt als der größte deutsche Maler der Romantik und war der bedeutendste Landschaftsmaler seiner Zeit.

 

 

Im Alter von 27 Jahren malte Friedrich dieses Selbstporträt und verfeinert die Sepia Technik. Sein Selbstporträt stellt ihn mit Augenklappe, und mit einer Flasche Tinte oder Wasser im Knopfloch dar.

 

Kurzbiografie

geb. 5. September 1774 in Greifswald


ab 1790 erster Zeichenunterricht
1794 - 1798 Studium an der Kunstakademie Kopenhagen
ab 1798 läßt sich Caspar David Friedrich in Dresden nieder
1801 einschneidendes Treffen mit P. O. Runge, der bedeutende Anregungen liefert
Sommer 1801 und 1802 Erste und Zweite Rügenwanderung
1803 vermutlicher Selbstmordversuch nach einer Zeit von innerer Einkehr und Depressionen - etwa ab diesem Datum beginnt der große Erfolg Friedrichs
1806 Reise nach Greifswald und Dritte Rügenwanderung
ab 1807 beginn Freidrich die Technik der Ölmalerei
1816 Mitglied in der Dresdner Akademie
1818 Heirat mit Caroline Bommer
seit 1818 Freundschaft mit Maler Carl Gustav Carus
1819 Rügenreise mit Carus
1824 Professor der Kunstakademie Dresden
erste Krankheit und damit verbundene Erholungsreise nach Greifswald und Rügen
1835 Schlaganfall lähmt seine rechte Hand, er ist unfähig zu malen

gest. 7. Mai 1840 in Dresden

 

Während seines Studiums in Kopenhagen machte Caspar David Friedrich mit den strengen Regeln des Neoklassizismus Bekanntschaft, der sich nach der griechischen und römischen Antike richtete und diesen Malstil auf eine sehr strenge Weise verfolgte. Caspar David Friedrich war zwar als Student verpflichtet, sich mit diesen stregen antiken Vorbildern auseinanderzusetzen, konnte aber neben und nach seinem Studium einen freieren Stil ausüben, als es die Richtlinien der Akademie vorgaben.

Durch den Umzug nach Dresden war Caspar David Friedrich im Zentrum der romantischen Bewegung. Friedrich Schlegel war der Erste, der das Wort Romantik benutzte. Von den Romantikern wurde die Aufklärung, also die ausgewogene Ordnung der literarischen Klassik und der Neoklassizismus in der Bildkunst abgelehnt.

 

Erste Auszeichnung 1805 bei der jährlich Ausstellung in Weimar mit den Bildern "Wallfahrt bei Sonnenuntergang" und "Herbstabend am See" in Sepia Technik

Johann Wolfgang von Goethe und Heinrich Meyer (Schweiz) verliehen den Preis an Caspar David Friedrich.

1810 lernte Caspar David Friedrich Johann Wolfgang Goethe erst kennen. Er ließ den Kontakt zu Goethe, der ihm zwar den Preis verliehen hatte, aber seine Motive trotzdem nicht mochte, weil er sich dem Neoklassizismus verpflichtet fühlte, relativ schnell wieder abflachen.

 

"Abtei im Eichwald"

"Der Mönch am Meer"

Preußische Gönner

1810 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen kauft die Bilder "Abtei im Eichwald" und "Der Mönch am Meer" (Bei den Hohenzollern ist es etwas kompliziert, in vielen Büchern steht Kronprinz F.W. III. ich habe nun den Titel König gewählt, weil er so im Ausstellungskatalog der Alten Nationalgalerie erwähnt wird - und wenn ich mir den Stammbaum dieser sagenhaft riesigen Familie ansehe, kriege ich einfach nicht raus, was nun stimmt - oder nicht ..:-)))..

Das war aber noch nicht alles, was der König für Friedrich tat - kurze Zeit vorher ernannte er ihn zum Auswärtigen Mitglied der Berliner Akademie.

Der Herzog von Weimar war zusammen mit Friedrich Wilhelm III. ein Förderer Caspar David Friedrichs.

 

"Der Mönch am Meer" versetzte Clemens Brentano, Heinrich von Kleist und Achim von Arnim in Begeisterunsschwünge. ("so ist es, wenn man es betrachtet, als ob einem die Augenlider weggeschnitten wären"). Etwas später zeigten sich auch Adam Müller und Ludwig tieck von Friedrichs Naturdarstellungen begeistert.

Die Art und Weise, wie Caspar David Friedrich malte, stand im Gegensatz zu den üblichen Gemälden seiner Zeit. Schon 1810 gab es heftige Auseinandersetzungen um sein Altargemälde "Das Kreuz im Gebirge". Religiöse Lanschaftsmalerei war einem Großteil seiner Zeitgenossen zuwieder. Zwei Jahre dauerte der Streit und wurde sogar in den Zeitungen diskutiert. Der heftigste Kritiker Freiherr von Ramdohr sagte: "Eine wirkliche Anmaßung, wenn die Landschaftsmalerei sich in die Kirchen einschleicht und auf die Altäre kriechen will." Zu der Zeit galten die Richtlinien der italienischen Schule.

 

Zar Nikolaus I. Pawlowitsch

Bei Betrachtung des Werkverzeichnisses stellt man fest, daß einige der Bilder in der Eremitage in Sankt Petersburg hängen. Das hat seinen besonderen Grund, denn Zar Nikolaus I. war einer der Gönner von Caspar David Friedrich. Dabei wurde er von seinem Ministerialrat Wassili Shukowski, der ein Bewunderer von Friedrich war, beraten und kaufte zahlreiche Gemälde. Allein der Fürsprache Shukowskis ist es zu verdanken, daß Friedrichs Witwe später eine einmalige Zuwendung von 150 Talern erhielt.

noch einmal kurz die Daten von Nikolaus I.

*6.7.1796 Zarskoje Selo, †2.3.1855 St. Petersburg;
Nikolaus (Nikolaj) I. Pawlowitsch, russ. Zar von 1825–1855,
Sohn Zar Pauls I.,
1817 Heirat mit Charlotte von Preußen,
Tochter König Friedrich Wilhelms III.
1826-28 Krieg gegen Persien;
1828-29 Krieg gegen die Türkei;
1831 gliederte er Polen Russland ein.
Im Krimkrieg 1853-56, den er gegen die westlichen Mächte
führte, erlitt er eine Niederlage.

(Der Zar, der mit seiner Familie hingerichtet wurde, war Nikolaus II.)

Nikolaus I. Pawlowitsch, Zar von Rußland

 

"Die einzig wahre Quelle der Kunst ist unser Herz, die Sprache eines reinen kindlichen Gemütes. Jedes echte Kunstwerk wird in geweihter Stunde empfangen und in glücklicher geboren, oft dem Künstler unbewusst aus innerem Drange des Herzens. Schließe dein leibliches Auge, damit du mit dem geistigen Auge zuerst siehest dein Bild. Dann fördere zutage, was du im Dunkeln gesehen, dass es zurückwirke auf andere von außen nach innen."

"Also nur was man mit leiblichen Augen gesehen und [..] nachgeäfft, sei Aufgabe und Forderung unserer Zeit [..]. Ich gestehe, dass ich nimmer und nie dieser Meinung beistimmen werde. Allerdings gestehe ich gerne, dass diese Bilder, so allen diesen Forderungen dieser Zeit entsprechen sollen, viele und große Verdienste haben, und mich der treuen Nachahmung des Einzelnen erfreut. Aber das ganze hat für mich wenig Anziehung, eben weil ich das innige geistige Durchdrungensein des Künstlers von der Natur vermisse."

Caspar David Friedrich

 

Sommer 1801 und 1802 Erste und Zweite Rügenwanderung

Seit 1803, etwa während der Zeit seiner schweren Depressionen, war Friedrich mit P.O. Runge und den Vertretern der literarischen Romantik befreundet.

1806 Reise nach Greifswald und Dritte Rügenwanderung

1807 Wanderung Friedrichs durch Nordböhmen.

1810 Im Sommer 1810 Wanderung mit dem Maler Kersting über das Zittauer Gebirge bis zur Schneekoppe im Riesengebirge.

In Dresden lehrte er seit 1816 an der Akademie. Seine Reisen nach Rügen, Böhmen, zusammen mit G. Kersting ins Riesenbebirge und in den Harz waren entscheidend für sein Schaffen.Üblich waren damals eigentlich Studienreisen nach Italien.

1811 Im Sommer machte er eine Fußwanderung durch den Harz mit dem Bildhauer Gottlob Christian Kühn.

Seit 1818 plfegte Friedrich eine Freundschaft mit dem Maler Carl Gustav Carus.

Georg Friedrich Kersting malte 1812 Caspar David Friedrich in seinem Atelier (größeres Bild siehe unten).

 

Friedrichs Erfolg als origineller Landschaftsmaler stand im engen Zusammenhang mit der herrschenden Vorliebe für das Romantische in der Kunst. Die Romantik entwickelte in der Zeit der Napoleonischen Herrschaft seit 1806 und der Befreiungskriege 1813 - 15 eine fortschrittliche politische Richtung. Sie betonte das Nationale gegenüber dem Französischen und stellte die Idee der einheitlichen, freien Nation der Willkür der Fürsten gegenüber. In der Bildkunst Friedrichs waren es die Hünengräber, die gotischen Ruinen, die Eichen und die altdeutsche Tracht der Figuren, die diese politischen Gehalte ausdrückten. Nach der Errichtung des "Deutschen Bundes", der den Absolutismus vieler zum Teil sehr kleiner Fürstentümer wiederherstellte, galt Friedrich die Winterlandschaft mit Schnee., Eis und abgestorbenen Bäumen vielfach als Symbol der politischen Erstarrung.

Einne kleine Anekdote gibt es allerdings, die zum Schmunzeln Anlaß bietet. Es stellte sich heraus, daß Caspar David Friedrich nicht so toll im "Menschen malen" war. Deshalb ließ er es, und wenn man die Bilder betrachtet, sieht man die Personen höchstens von weitem oder von hinten.

Nun war es langsam an der Zeit, daß der Realismus anbrach. So wurde Caspar David Friedrich gegen Ende der 20er Jahre immer stärker isoliert. Seine Ideen und seine melancholische Stimmung wurde altmodisch und konnte sich noch bis etwa 1830 behaupten. Dann ging es schrittweise begab.

Schließlich kam dann 1835 der Schlaganfall, der Caspar David Friedrich das Malen unmöglich machte. Als er 1840 starb, war er fast vergessen. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als der Symbolismus in Mode kam, flammte sein Ruhm wieder auf .

Georg Friedrich Kersting malte Caspar David Friedrich in dessen Atelier:

1811:

1812:

Quellen: siehe das Internet - diverse Bücher - TOP Kunstlinks - Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz - Berlin Alte Nationalgalerie (Katalog der ausgestellten Werke) - Das grosse Sammelwerk Maler und Ihre Zeit Heft 5 (CDF) - Die Homepage von Prof. Dr. Susanne Wittekind (großer Teil der Bilder) - Meyers Enzyklopädisches Lexikon usw.

 

friedrich

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben, wer hat all die roten Seemeilen zurückgelegt???

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